Der 21-Jährige kommt mit Werder Bremen in den Borussia-Park
Am kommenden Samstag empfängt Borussia Mönchenglabdach den SV Werder Bremen im Borussia-Park. Dabei wird es auch ein Wiedersehen mit Marko Marin geben, der im Sommer des letzten Jahres vom linken Niederrhein an die Weser wechselte. Im Vorfeld der Partie haben wir uns mit dem 21-Jährigen unter Anderem über das bevorstehende Aufeinandertreffen unterhalten.
Fohlen-Hautnah: Marko, mit Werder Bremen hattest du einen etwas holprigen Start. Woran hat das in deinen Augen gelegen?
Marko Marin: Wir hatten zuletzt einige Spieler, darunter auch Torsten Frings, verletzt. Jetzt ist auch er wieder an Bord, wir haben uns gefangen und sind auf einem guten Weg. Diesen wollen wir natürlich am Wochenende fortsetzten.
Fohlen-Hautnah: In der Champions League seid ihr nach dem 1:1-Remis bei Twente Enschede weiter sieglos, wenngleich ihr auch benachteiligt wurdet. Wie bewertest du das Unentschieden?
Marko Marin: Twente Enschede ist eine gute Mannschaft und ich finde, dass sie vor allem in der ersten Halbzeit besser waren. In der Champions League muss man auswärts auch mal mit einem Punkt zufrieden sein. Noch ist nichts verloren. Wenn wir das Heimspiel gegen Twente gewinnen, dann sind wir wieder voll im Rennen.
Fohlen-Hautnah: Im Gegensatz zu deiner Zeit in Gladbach hast du nun auch eine höhere körperliche Belastung, die du sicherlich gerne in Kauf nimmst und woran du dich mittlerweile gewöhnt hast…
Marko Marin: Natürlich war das eine Umstellung, denn im Gegensatz zu meiner Zeit bei Borussia habe ich ja aufgrund der vielen Spiele gerade aktuell keinen freien Tag mehr und viele Spiele. Die spürt man dann schon ab und zu, aber das will man ja so haben und macht zudem Spaß.
Fohlen-Hautnah: Am Samstag kommt es also zum Wiedersehen mit der Borussia. Für dich ein besonderes Spiel?
Marko Marin: Natürlich ist es immer schön, in das Stadion zu kommen, in dem man sein erstes Bundesligaspiel gemacht hat. Ich freue mich auf die Stimmung im Stadion mit den Fans und ich freue mich auf die ganzen Mitarbeiter der Borussia, mit denen ich mich immer gut verstanden habe. Das Spiel an sich ist, so glaube ich, eher ein normales Bundesligaspiel wie jedes andere auch. Ich freue mich da mehr auf das ganze Drumherum.
Fohlen-Hautnah: Musstest du für deine Freunde viele Karten besorgen?
Marko Marin: Nein, die Arbeit wurde mir erspart, denn sie haben sich im Vorfeld in Eigenregie ihre Karten besorgt.
Fohlen-Hautnah: Schaust du noch auf das, was die Borussia macht?
Marko Marin: Natürlich schaue ich noch auf das, was Gladbach macht. Dafür habe ich dort zu lange und gerne gespielt. Da verfolgt man das Geschehen schon. Ich habe auch noch eine Menge Freunde in Mönchengladbach, mit denen man über die Borussia spricht.
Fohlen-Hautnah: Das heißt, dass du öfters in der Stadt bist und noch Kontakt zur Borussia hast?
Marko Marin: Ich bin ab und an in Mönchengladbach. Das auch, weil die Eltern meiner Freundin noch dort wohnen. Kontakt habe ich noch zu Tobias Levels und Filip Daems. Ansonsten spreche ich noch mit Spielern, die mittlerweile ebenso nicht mehr bei Borussia sind. Ab und zu telefoniere ich mit Patrick Paauwe, mit Moses Lamidi, Sascha Rösler und Oliver Neuville.
Fohlen-Hautnah: Du hast schon angesprochen, dass du das Geschehen der Borussia weiterhin verfolgst. Wie siehst du aus der Ferne betrachtet die Entwicklung und was traust du dem VfL in dieser Saison noch zu?
Marko Marin: Man hat ja in der letzten Saison schon eine deutliche Steigerung gesehen. Daran hat auch Michael Frontzeck, der ein guter Trainer ist, seinen Anteil. In die neue Saison ist man zwar nicht gut gestartet, aber ich glaube, dass man bei Borussia jetzt nicht nach acht Spieltagen in Panik verfallen sollte. Das wird schon wieder. So wie ich das von außen mitbekomme, bleibt man ja jetzt auch weiterhin ruhig. Der Verein hat die Mannschaft auch wirklich gut verstärkt.
Leider sind einige Spieler gesperrt oder verletzt. Igor de Camargo, der ja ein super Spieler sein soll, kommt jetzt wohl wieder hinzu. Wenn das der Fall ist und auch die anderen Spieler wieder hinzukommen, dann glaube ich schon, dass das eine gute Saison werden kann. Fährt Borussia dazu auch mal wieder einen Sieg ein, dann wird auch das nötige Selbstvertrauen da sein, um nach oben zu klettern. Nach Samstag dürfen sie dann wieder gerne gewinnen, wofür ich die Daumen drücke.
Fohlen-Hautnah: Borussia hat in dieser Saison noch kein Heimspiel gewonnen. Warum wird das in deinen Augen auch am Samstagabend noch Bestand haben bzw. was macht dich zuversichtlich, dass ihr im sechsten Spiel den ersten Sieg im Borussia-Park holt?
Marko Marin: Das wir gewinnen, kann ich im Voraus nicht sagen, aber wir werden natürlich versuchen, das Spiel zu gewinnen. Borussia hat zu Hause immer eine top Unterstützung der Fans. Die Fans, die stets hinter der Borussia stehen, können die Mannschaft immer nach vorne peitschen. Da muss man aufpassen.
In der letzten Saison lagen wir früh mit 3:0 hinten und haben dann verloren, auch wenn es knapp war. Das wollen wir natürlich vermeiden. Wir werden alles in die Waagschale werfen und versuchen, früh in Führung zu gehen. Dann wird man sehen, was am Ende dabei rauskommt.





