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| Michel Frontzeck vor dem Aus? (Foto: Andres Plum / Fohlen-Hautnah.de) |
Nach der 1:3-Niederlage von Borussia Mönchengladbach im Abstiegsduell beim FC St. Pauli ist der VfL kaum noch zu retten. Die Rufe nach einer Ablösung von Cheftrainer Michael Frontzeck werden lauter bzw. es wird heftig über eine solche diskutiert. Doch noch bewahren die Verantwortlichen um Sportdirektor Max Eberl Ruhe bzw. schweigen.
»Ähnlich wie gegen Stuttgart sind wir selbst dafür verantwortlich«, sagte ein ratlos wirkender Michael Frontzeck nach dem Spiel im Interview mit Sky. »Wir führen 1:0 und spielen dann fast 70 Minuten mit zehn Mann. Grundsätzlich ist es auf St. Pauli ein unangenehmes spiel und dann schießen wir uns wie gegen Stuttgart selbst ins Knie. Das kann nicht sein«. Damit meinte der 46-Jährige vor allen Dingen die rote Karte von Igor de Camargo, der zuvor für die 1:0-Führung sorgte.
»Es muss was passieren und es muss Antworten geben - und zwar relativ schnell«, forderte Stefan Effenberg in der Halbzeitpause des Samstagabendspiels auf Sky. In wie weit die Verantwortlichen reagieren, bleibt abzuwarten. Vize-Präsident Rainer Bonhof und sein Kollege Siegfried Söllner, die in Hamburg weilten und zum Ende hin mit 'leeren' Blicken drein schauten, verließen bereits fünf Minuten vor Abpfiff das Millerntor-Stadion und machten sich auf den Heimweg nach Gladbach.
»Natürlich kommt die Frage jetzt, aber ich möchte dazu heute Abend erst mal gar nichts sagen«, wich Max Eberl nach dem Spiel gegenüber Sky der Trainerfrage aus. Gesprochen werden muss sowohl über die derzeitige Gesamtsituation als auch über das gerade im zweiten Durchgang leblose Auftreten der Borussen, wo sich sie sich förmlich mutlos ihrem Schicksal ergaben. »Fighten bis zum Abwinken«, hatte Rainer Bonhof vor dem Spiel gefordert. Doch an diese Vorgabe hielten sich die Protagonisten gerade nach dem Rückstand nicht - im Gegenteil. »Wir werden natürlich über das Spiel und über die ganze Sache intensiv reden, wie wir das immer getan haben, aber das bitte nicht in der Öffentlichkeit austragen«, fuhr Borussias Sportdirektor fort.
Nun muss die mehr als prekäre Lage intern sachlich diskutiert und unter Erwägung aller Gesichtspunkte gehandelt werden »Die Lage ist natürlich mehr als kritisch, darüber brauchen wir nicht zu sprechen«, sagte Michael Frontzeck. »Es ist letztendlich so - die Situation, dass du dir selbst immer ins Knie schießt, das darf uns natürlich für die letzten zwölf Spiele nicht passieren«.
Ob der 46-Jährige weiter die Gelegenheit bekommt, scheint derzeit mehr als fraglich. »Wir sind irgendwo alle gefährdet«, sagte Frontzeck. Dessen Ablösung scheint im Raume zu stehen und unumgänglich, denn allen voran fehlen dem Fußballlehrer die unter dem Strich zählenden Ergebnisse. Es muss gehandelt werden - und das gerade auch, damit man sich am Ende nicht den Vorwurf gefallen lassen muss, nicht doch alles versucht zu haben. Derzeit jedenfalls taumelt man kontinuierlich in die 2. Fußball-Bundesliga...






