Ohne Reus, Dante, Jaures und Brouwers, Fragezeichen hinter Matmour
Möchte Borussia Mönchengladbach im Rennen um den Klassenerhalt überhaupt noch ein Wörtchen mitreden, so ist am kommenden Samstag ein Sieg beim Tabellenfünfzehnten FC St. Pauli Pflicht und unumgänglich. Während das Millerntor-Stadion mit 24.487 Plätzen restlos ausverkauft ist, so muss Borussias Trainer Michael Frontzeck in jedem Fall auf drei wichtige Akteure verzichten.
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| Dante fehlt aufgrund einer Gelb-Roten Karte (Foto: Katharina Schöne / Fohlen-Hautnah.de |
In der Hansestadt nicht zur Verfügung stehen Jean-Sébastien Jaurès (Trainingsrückstand nach Knieproblemen), Dante, der nach seiner gelb-roten Karte aus dem Spiel gegen den VfB Stuttgart pausieren muss, Roel Brouwers und Marco Reus.
Der 21-Jährige hat sich einen kleinen Muskelfaserriss im rechten Oberschenkel zugezogen und muss zumindest gegen die Kiezkicker pausieren, fohlen-hautnah berichtete. »Marco fällt für dieses Spiel aus. Wir hoffen aber, dass er gegen Schalke wieder einsatzbereit ist«, erklärte Michael Frontzeck auf der Pressekonferenz am Donnerstag.
Roel Brouwers, der sich auf einem guten Genesungsweg befand, musste in dieser Woche aufgrund einer Grippe mit dem Training aussetzten. »Roel war auf dem Weg der Besserung, hat aber einen Rückschlag erlitten. Er hatte Fieber, hat diese Woche nicht trainiert und wird erst nächste Woche wieder zu uns stoßen«, sagte Frontzeck.
Ob indes Karim Matmour die Reise nach Hamburg mit antreten kann, bleibt abzuwarten. Den Algerier plagen derzeit Rückenprobleme, weshalb er derzeit kürzer treten muss. »Karim hat eine Blockade im Rücken. Er hat gestern das Training abgebrochen und heute nicht trainiert. Bei ihm muss man abwarten, ob es für das Wochenende reicht«, so Borussias Trainer.
Noch keine Rückmeldung hat der 46-Jährige von einigen Nationalspielern. Während sich Håvard Nordtveit bereits wieder am Borussia-Park befindet, so werden Tony Jantschke und Patrick Herrmann am heutigen Donnerstag und Juan Arango am späten Freitag in Mönchengladbach erwartet. »Hoffentlich kommen alle unversehrt zurück, ich habe noch nichts anderes gehört«, so Frontzeck.
»Personell fehlen uns für das eine Spiel natürlich elementare Spieler, aber ich habe gesagt, dass das für eine kurze Zeit zu kompensieren ist«, will der Trainer die personellen Sorgen nicht allzu hoch hängen.
Wie der Übungsleiter die Ausfälle kompensiert, ließ er auf der Pressekonferenz wie gewöhnlich offen. Klar scheint jedoch, dass Håvard Nordtveit und Martin Stranzl das Innenverteidiger-Duo bilden werden. »Martin Stranzl und er haben es in Nürnberg gut zusammen gemacht, sicherlich ist das eine der Optionen«, erklärte Frontzeck.
Demzufolge müsste der 46-Jährige seine „Doppel-6“ neuformieren. Dabei kämen entweder Thorben Marx oder Neuzugang Michael Fink oder gar beide infrage. »Michael Fink hat diese Woche gut trainiert, er ist von Woche zu Woche besser geworden und ist jetzt in einem guten körperlichen Zustand. Er ist sicherlich eine Option für die Startelf«, sagte Frontzeck.
Mit welcher Startformation der VfL am Millerntor beginnen wird, wird Michael Frontzeck erst nach dem Abschlusstraining am Freitag entscheiden können. »Dann werde ich sehen, wer für das Spiel überhaupt infrage kommt«, erklärte der 46-Jährige. »Dementsprechend stellt sich dann auch das Mittelfeld auf«.
Bisher konnten die Borussen auf fremdem Terrain sechs Punkte einfahren. Am Samstag sollte bzw. muss ein weiterer Dreier folgen. »Wir haben uns gut vorbereitet und haben Stuttgart in dieser Woche gut abgearbeitet«, sagte Frontzeck und wollte auch nicht mehr auf die bittere Niederlage gegen den VfB eingehen: »Wir haben das in aller Deutlichkeit angesprochen. Es war sicherlich ein Schlag, weil es nach der ersten Halbzeit absolut unnötig war, aber ich bin jetzt nicht bereit, zwei Tage vor dem Spiel gegen St. Pauli noch auf dieses Spiel einzugehen«.
»Wir werden alles dafür tun, dass wir in St. Pauli bestehen und punkten. Deshalb werden wir uns mit anderen Dingen nicht mehr beschäftigen«, gibt Michael Frontzeck die Parole aus und setzt dabei wohl auch auf die Auswärtsstärke seiner Profis.
Wenngleich der FC St. Pauli letztmalig vor 21 Jahren zuhause gegen den VfL gewinnen konnte, so dürfte die Aufgabe im Hexenkessel Millerntor alles andere als Spaziergang werden. »Wir wissen, was in St. Pauli auf uns zukommt und was wir in die Waagschale legen müssen, um dort zu bestehen«, sagt Frontzeck. »St. Pauli ist eine sehr kampfbetonte Mannschaft mit einer kampfbetonten und sehr schönen Stimmung, wo man gerne Fußball spielt. Das ist ein Spiel, in das wir uns reinbeißen müssen - und das werden wir mit Sicherheit tun«.
Für die Borussen ist das Spiel gegen die ‚Kiezkicker‘ ein weiteres ‚Endspiel‘. Und so ist ein Sieg, will man im Kampf um den Klassenerhalt überhaupt noch ein Wörtchen mitreden, unumgänglich...
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