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Borussia vor St. Pauli: Fragezeichen hinter Marco Reus

Kleiner Faserriss im rechten Oberschenkel

Andreas Plum

Am kommenden Samstag tritt Borussia Mönchengladbach im Auswärtsspiel beim FC St. Pauli an. Ob indes Marco Reus die Reise in die Hansestadt mit antreten und Borussias Trainer Michael Frontzeck auf die ‚Rakete‘ setzten kann, ist derzeit mehr als fraglich.

Der 21-Jährige hatte aus dem Spiel gegen den VfB Stuttgart muskuläre Probleme im rechten Oberschenkel davon getragen, die ihm auch in dieser Woche noch zu schaffen machten. Hatte der Youngster zu Beginn der Woche noch kürzer getreten, so musste er am Dienstag das Training vorzeitig beenden.

Am Mittwoch wurde Reus, der sich einen kleinen Faserrisses im rechten Oberschenkel zugezogen hat, zwar intensiv behandelt, jedoch scheint es aktuell mehr als fraglich, dass er gegen die ‚Kiezkicker‘ auflaufen kann. »Ich denke, dass ich gegen St. Pauli nicht zur Verfügung stehe, da müsste wohl schon ein Wunder geschehen«, sieht Reus derzeit wenig Chancen auf einen Einsatz.

Sicherlich ist der Youngster ein wichtiger Baustein in der Truppe von Michael Frontzeck, dennoch sollte kein Risiko eingegangen werden, um einen wohlmöglichen längeren Ausfall gänzlich zu vermeiden. Sollte der Rechtsfuß nicht zur Verfügung stehen, so könnten Karim Matmour oder Patrick Herrmann, der beim torlosen Remis der DFB U21-Nationalmannschaft gegen Griechenland in der zweiten Hälfte 26 Minuten zum Einsatz kam, in die Startelf rücken.

Dieser wird Marco Reus dann aller Voraussicht nach von zuhause aus die Daumen drücken. »Gegen St. Pauli müssen wir von Beginn an den Kampf annehmen und uns so präsentieren, wie wir das in der zweiten Halbzeit gegen Frankfurt und in der ersten Halbzeit gegen Stuttgart getan haben«, gibt Reus die Marschroute vor und ist überzeugt, dass seine Mannschaftskollegen am Millerntor nicht leer ausgehen. »Dann haben wir gute Chancen, dort etwas mitzunehmen. »Ich glaube an die Mannschaft, dass sie aus Hamburg etwas mitnimmt«.

Dabei setzt der Rechtsfuß wohl gerade auch auf die Auswärtsstärke, denn in der Rückrunde gelangen den Borussen beide Siege auf fremdem Terrain. Zudem konnte der FC St. Pauli letztmalig vor 21 Jahren zuhause gegen den VfL gewinnen.

Will man im Rennen um den Klassenerhalt überhaupt noch ein Wörtchen mitreden, so ist ein Sieg beim Tabellenfünfzehnten Pflicht und unumgänglich. »Ich bin nach wie vor überzeugt, dass wir es schaffen können. Wir haben viel Qualität in der Mannschaft und wir haben schon oft genug gezeigt, dass wir mithalten und jeden schlagen können«, sagt Reus. »Wir schaffen es aber derzeit nicht, unsere Leistung, die wir im Stande sind  zu leisten, über 90 Minuten auf den Platz zu bringen. Das müssen wir ändern und dann können wir auch die nötigen Punkte holen«.

Die nötigen Punkte müssen indes mit einer Serie geholt werden, sprich einen Auswärtserfolg sollte bzw. muss ein Heimsieg folgen. Das alles wird jedoch nicht reichen, sollte sich die Konkurrenz gleichzeitig keine Ausrutscher erlauben. »Natürlich gehört auch Glück dazu«, weiß der Youngster. »Aber ich glaube an die Mannschaft und an den Verein, und wir alle glauben an uns. Nur gemeinsam können und werden wir es schaffen«.


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