Vor Stuttgart: Fragezeichen hinter Mike Hanke, Matmour erste Alternative
Mit dem wichtigen Auswärtserfolg bei Eintracht Frankfurt meldete sich Borussia Mönchengladbach im Abstiegskampf zurück und zog auch mit dem Tabellenvorletzten VfB Stuttgart gleich. Genau dieser ist am kommenden Samstag zu Gast im Borussia-Park. Für den VfL gilt es, gegen den direkten Konkurrenten den Sieg in Frankfurt zu vergolden und den ersten Heimsieg einzufahren. Borussias Trainer Michael Frontzeck kann dazu personell nahezu aus dem Vollen schöpfen.
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| Mike Hanke noch fraglich (Foto: Marc Schne / Fohlen-Hautnah.de) |
Wie auch bereits in der Vorwoche stehen Jean-Sébastien Jaurès (Knieprobleme) und Roel Brouwers, der sich nach seinem Innenmeniskus zwar auf einem guten Wege befindet jedoch noch Trainingsrückstand hat, nicht zur Verfügung.
In wie weit das auch auf Mike Hanke gilt, bleibt abzuwarten. Borussias Stürmer hatte sich in Frankfurt in einem Zweikampf mit Maik Franz eine blutige Nase geholt, was ihm bis dato noch etwas zu schaffen macht. »Hinter ihm steht noch ein kleines Fragezeichen«, gab Michael Frontzeck auf der Pressekonferenz am Donnerstag bekannt. »Man hatte bei Mike ein bisschen den Eindruck, dass er eine leichte Gehirnerschütterung hatte. Er hatte noch gestern Kopfschmerzen und hat zu dem noch einen leichten Infekt«.
Sollte der 27-Jährige für einen Einsatz nicht infrage kommen, so stünde Karim Matmour bereit. Der Algerier, der in der kommenden Woche mit der algerischen Nationalmannschaft im Einsatz sein wird, kam in Frankfurt zur zweiten Hälfte für den angeschlagenen Mike Hanke ins Spiel und bereitete den Treffer zum 1:0 vor. »Karim hat wieder richtig Fahrt aufgenommen. Er hat in den letzten zwei Wochen sehr gut trainiert. Das hat mir sehr gut gefallen«, lobte Frontzeck. »Er ist am Wochenende für diese Position sicherlich die erste Alternative«.
Ebenso eine Alternative und in jedem Fall im Aufgebot stehen wird Michael Fink. Ob der 29-Jährige allerdings von Beginn an auflaufen wird, scheint zumindest derzeit eher unwahrscheinlich. »Ich habe mit Michael länger gesprochen. Er wird sicherlich zum Kader gehören, aber er braucht sicherlich noch ein paar Tage, um richtig spielfit zu sein«, erklärte Frontzeck. »Das heißt nicht, dass er nicht relativ schnell in die Mannschaft reinrutschen kann. Es ist nicht so, dass er Rückstand hat, aber es war mir schon ganz recht, dass er 60 Minuten im Wettkampf gespielt hat«.
Wen der 46-Jährige ins Aufgebot beruft und ob dazu auch wieder Logan Bailly gehört, der sich im Testspiel der U23 über 90 Minuten Spielpraxis holte, gibt der Übungsleiter am Freitag bekannt.
So wird aller Voraussicht nach die Startelf von Frankfurt versuchen, gegen die Schwaben den ersten Heimsieg einzufahren. Sowohl für die Borussen als auch für den VfB ein Spiel von immens hoher Bedeutung und ein solches, welches man ohne Zweifel als eine Art ‚Schlüsselspiel‘ bezeichnen darf. »Ich habe zuletzt sehr viele Bezeichnungen gehört, und natürlich ist es ein besonderes Spiel zweier Traditionsvereine, aber es ist letztlich nur ein Spiel gegen einen direkten Konkurrenten. Und das drückt die Wichtigkeit an sich aus«, sagte Sportdirektor Max Eberl.
Sicherlich haben die Borussen auch eine Rechnung offen, schließlich gab es in der Hinrunde eine 0:7-Schmach. »Wir können uns für dieses Spiel nichts mehr kaufen, der VfB übrigens auch nicht. Jeder weiß, was damals passiert ist, aber das wird keine Auswirkungen auf das Spiel haben«, erklärte Borussias Trainer und ergänzte: »Wir haben keine Rachegelüste, aber wir haben Gelüste, zu gewinnen. In dieser Phase schauen wir nicht auf die anderen, sondern es sind bei allem Kampf und bei aller Aggressivität gute Nerven gefordert und man muss einen kühlen Kopf bewahren«.
Gegen den VfB zu gewinnen, wäre sicherlich ein gehöriger Schritt aus dem Tabellenkeller. »Wir wollen die beiden Auswärtserfolge jetzt in einem Heimspiel zementieren«, gibt Frontzeck die Parole aus. »Und das gegen einen Gegner, der uns alles abverlangen und der natürlich auch kommen wird, um Punkte zu holen. Ich weiß, dass die Mannschaft am Wochenende zusammen mit den Zuschauern ist bereit und alles abruft, um diesen ordentlichen Start auch mal mit einem Heimsieg zu untermauern. Dazu sind die Zuschauer ganz wichtig«.
Unterstützt werden die Borussen dabei von bisher 35.900 Fans, die sich für das Samstagabendspiel ein Ticket gesichert haben. Derweilen wünscht sich Michael Frontzeck über 90 Minuten die volle Unterstützung. Gerade die Stimmung nach dem Rückstand im letzten Heimspiel gegen Leverkusen hatte dem Trainer missfallen. Würden gegen den auswärts noch sieglosen VfB die drei Punkte im Borussia-Park bleiben, so wäre dies für die Borussen gleichermaßen ein Bigpoint und ein weiterer Schritt in Richtung Ziel Klassenerhalt.






