Die Gladbacher Borussia hat wieder den Anschluss gefunden. Durch den 1:0-Erfolg bei Eintracht Frankfurt wurde mit dem VfB Stuttgart punktemäßig gleichgezogen und zudem der Abstand auf den Relegationsplatz auf drei Punkte verkürzt. Dementsprechend zeigte sich ebenso wie die Protagonisten auch Borussias Trainer Michael Frontzeck nach dem vierten Saisonsieg erleichtert.
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| Licht am Ende des Tunnels (Foto: Katharina Schöne / Fohlen-Hautnah.de) |
Bei den Hessen stellte Borussias Übungsleiter seine Mannschaft auf zwei Positionen um. Tobias Levels stand nach seiner Magen-Darm-Grippe wieder zur Verfügung und besetzte die rechte Abwehrseite.
Anstelle des 23-jährigen rückte Håvard Nordtveit auf die Position vor der Abwehr. Und da bildete er nicht wie vermutet mit Thorben Max oder gar mit Neuzugang Michael Fink auf der „Doppel-6“, sondern mit Roman Neustädter. »Michael Fink hat erst zweimal mit der Mannschaft trainiert. Bei Thorben habe ich den Eindruck, dass ihm - bei allem Engagement, was er auch im gezeigt Training hat - momentan eine Pause ganz gut tut«, begründete Frontzeck.
So schickte der 46-Jährige im defensiven Mittelfeld zwei Youngsters ins Rennen. Sie hatten in der ersten Halbzeit ihre Probleme, aber in Hälfte zwei haben beide ein gutes Spiel gemacht, zeigte sich Frontzeck mit seiner „Doppel-6“ zufrieden und ergänzte: »Die zwei Jungen haben in der Vorbereitung schon ganz ordentlich gespielt. Das hat gut gepasst. Ich hatte das eigentlich schon eher vor, dann hatte sich aber ein Innenverteidiger verletzt und Nordtveit musste erst Innenverteidiger und dann rechter Verteidiger spielen«.
Spielen konnte auch Igor de Camargo - und das, obwohl er aus dem Spiel gegen Leverkusen eine Bänder- und Kapseldehnung davon getragen hatte. »Seine Verletzung war sicherlich ein Schock, weil er an dem Knöchel vorbelastet ist«, sagte Frontzeck. »Igor war seit Mittwoch wieder im Training. Ich habe ihn mir zwei Tage angeschaut und habe dann entschieden, ihn spielen zu lassen«.
Die Borussen starteten zwar gut, hatten jedoch mit zunehmender Spieldauer ihre Probleme und agierten insgesamt zu passiv. Die Eintracht war deutlich Herr im eigenen Haus. »Frankfurt war uns gerade in der ersten Halbzeit spieltechnisch überlegen«, musste Borussias Trainer zugeben. »Sie haben den Ball gut laufen lassen und hatten ein paar gute Chancen, wo wir natürlich auch Glück hatten. Zudem haben wir nicht so gut nach vorne gespielt, hatten viele einfache Ballverluste und konnten für wenig Entlastung sorgen«.
Der VfL hatte gerade auch aufgrund eines Pfostentreffers von Caio Glück, nicht mit einem Rückstand in die Kabine zu gehen. Michael Frontzeck nutzte die fünfzehn Minuten, um sich seine Profis zur Brust zu nehmen.
Die Ansprache schien gefruchtet zu haben, denn mit Wiederanpfiff zeigten sich die Borussen nun mutiger und übernahm die Spielkontrolle. »Die Mannschaft war von Beginn an gut im Spiel. Auch weil es der Gegner in Halbzeit zwei ein stückweit zugelassen hat, waren wir dann besser im Spiel«, meinte Frontzeck. »Wir haben zwei, drei Konter gefahren und uns die ein und andere Torchance erarbeitet. Von daher war es dann ein offenes Spiel«.
Sechs Minuten vor Ende nutzten die Borussen einen schönen Konter, erzielten das erlösende 1:0 und durften sich so am Ende über den vierten Saisonseig freuen. »Es ist für uns natürlich sehr erfreulich, dass wir das zweite Auswärtsspiel in Folge gewonnen und auch zu Null gespielt haben«, strahlte Frontzeck wohlwissend, dass es auch durchaus hätte anders laufen können. »Am langen Ende hatten wir auch das nötige Quäntchen Glück, um solch ein Spiel zu gewinnen. Wenn das Spiel dann so ausgeht, dann können wir drüber lachen, aber wenn es dann nicht so ausgeht, dann wäre es traurig gewesen«.
So durften die Borussen am Ende Freudentränen vergießen und konnten strahlend registrieren, dass wieder mehr Licht am Ende des Tunnels ist. »Wir sind, was die Punkte angeht, dran. Der Abstand auf Platz 13 hat sich auf sechs Punkte verkürzt. Somit sind jetzt auch andere Mannschaften wieder in Schlagweite«, resümierte Frontzeck. »Wir werden uns jetzt aber nicht mit irgendwelchen Hochrechnungen beschäftigen«.
Nun gilt es, den Auswärtserfolg in der kommenden Woche zu vergolden. Gegen Stuttgart wollen wir mit den Zuschauern zusammen mit aller Macht ein gutes und erfolgreiches Heimspiel absolvieren«, fordert Frontzeck den ersten Heimsieg. »Das wird schwer genug wird, weil sie vom Potenzial her eigentlich nicht da unten hingehören. Darauf werden wir uns jetzt vorbereiten«.






