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Borussia trennt sich von Michael Frontzeck

Trainerentlassung bei Borussia - Dämpfer für Kontinuität

Nach den zuletzt ausbleibenden Ergebnissen und nach der Niederlage gegen den FC St. Pauli, die die aktuell mehr als prekäre sportliche Lage noch verschärfte, hat Borussia Mönchengladbach nun doch die Reißleine gezogen und sich alles andere als überraschend mit sofortiger Wirkung von Cheftrainer Michael Frontzeck getrennt. Dies gab der VfL am Abend bekannt. Ein Nachfolger ist indes ebenso noch nicht bekannt wie die Antwort auf die Frage, ob die beiden Co-Trainer Manfred Stefes und Frank Geideck, die wie Frontzeck noch einen Vertrag bis Sommer 2013 besitzen, weiter im Amt bleiben.

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Borussia trennt sich von Michael Frontzeck (Foto: Andreas Plum / Fohlen-Hautnah.de

Bereits den ganzen Sonntag hatten die Verantwortlichen der Borussia getagt. Am Abend gab der Bundesligist seine Entscheidung bekannt. »Nach den beiden Niederlagen gegen unsere beiden direkten Konkurrenten Stuttgart und St. Pauli mussten wir unsere Situation neu überdenken. Das war für uns eine sehr schwierige Entscheidung«, begründete Borussias Sportdirektor Max Eberl die Entscheidung. »Wir hätten uns alle sehr gewünscht, die gesteckten Ziele gemeinsam mit Michael Frontzeck zu erreichen. Nach den jüngsten Ergebnissen haben wir uns aber entschieden, den Trainer zu wechseln«, sagte Vizepräsident Rainer Bonhof.

Michael Frontzeck kam im Sommer 2009  in seine Heimatstadt Mönchengladbach und hatte das Traineramt von Hans Meyer übernommen. Hatte der 46-Jährige in der letzten Saison den VfL mit ansehnlichem Offensivfußball und mit Platz 12 noch ins gesicherte Mittelfeld der Bundesliga führen können, so schaffte es Frontzeck gerade zuletzt leider nicht, die Mannschaft von den Abstiegsrängen zu führen - und das aber auch durch fragwürdige Schiedsrichterentscheidungen sowie durch viel Pech. Die Karriere des gebürtigen Gladbachers hat mit der Entlassung wohl einen weiteren Minuspunkt bekommen, da er nun bei seiner dritten Station in der Bundesliga ein weiteres Mal auf einem Abstiegsplatz liegend entlassen wurde.

In wie weit der Zeitpunkt der Entlassung für die Gladbacher Borussia nicht schon zu spät ist, wird die Zukunft bzw. werden die nächsten Spiele zeigen - sie dürfte wohl jedoch als letzten Strohhalm zu bezeichnen sein. Nach dem Sieg des rheinischen Rivalen am Sonntag ist der Abstand auf den Relegationsplatz auf sieben Punkte angewachsen. Dies sollten die Verantwortlichen der Borussia bei ihren Überlegungen für einen Nachfolger mit einbeziehen. In jedem Fall einen Dämpfer erlitten hat damit der Ruf und eiserne Wille nach Kontinuität.

Dazu bleibt zu überlegen und zu bedenken, ob jetzt der Zeitpunkt für einen ‚Feuerwehrmann‘ gekommen ist, der zunächst mit aller Macht versucht, den Karren aus dem Dreck zu ziehen, oder ob man mit einem erneuten Neuanfang durchstartet. Ein Neuanfang mit Konzepten, die einen nachhaltigen Aufbau im Sinne des ‚Mythos Fohlenelf‘ bedeuten würde, könnte man den Fans sicherlich noch einmal verkaufen.

Dem sympathischen Borussen und charakterlich einwandfreien Menschen Michael Frontzeck bleibt an der Stelle für die sportliche und private Zukunft alles erdenklich Gute und viel Erfolg zu wünschen.


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