Borussias Trainer auch nach Niederlage Leverkusen weiterhin zuversichtlich
Rückschlag für Borussia Mönchengladbach. Nach dem Sieg zum Rückrundenauftakt gegen den 1.FC Nürnberg bleiben die Borussen nach der Niederlage gegen Bayer Leverkusen weiter ohne Heimsieg und kassierten zudem die Gegentoren 48-50. Der Abstand zum rettenden Ufer ist auf sechs Punkte angewachsen. Borussias Trainer Michael Frontzeck attestierte seinen Profis nichtsdestotrotz eine zurecht »zufriedenstellende Spielleistung« und stellte fest, dass noch nicht aller Tage Abend ist.
»Wir hatten uns für dieses Heimspiel sicherlich sehr viel vorgenommen und wollten mit den Fans endlich den ersten Sieg in Gladbach feiern. Das ist uns nicht gelungen«, sagte Michael Frontzeck nach dem Spiel. »Mit der Spielleitung und mit den herausgespielten Chancen kann man zufrieden sein, mit dem Ergebnis sicherlich nicht«.
In der Tat startete seine Mannschaft ordentlich in die Partie. Die Borussen standen sicher im Defensivverbund und ließ die verunsichert agierende Bayer-Elf nicht ins Spiel kommen. Und obwohl Borussias Übungsleiter kurz vor dem Spiel seine geplante Formation umstellen musste. Tobias Levels musste aufgrund einer Magen-Darm-Grippe passen. »Tobi hat sich nicht so gut gefühlt, dass er hätte spielen können. Da haben wir ihn aus der Kabine nach Hause geschickt«, begründete Frontzeck.
So kam Dante nach langer Verletzungspause zu seinem 6. Saisoneinsatz. »Dante war fünf Monate nicht auf dem Platz und hatte keinen Wettkampf gespielt. Ich denke, wenn man die Umstände sieht, dass er gerade mal wieder zehn Tage mit der Mannschaft trainiert, dann war das unterm Strich in Ordnung«, befand Borussias Trainer.
Während Håvard Nordtveit die rechte Abwehrseite bekleidete, so bildete Dante mit Martin Stranzl die Innenverteidigung. War dem 27-Jährigen Brasilianer die mangelende Spielpraxis deutlich anzumerken, so bot Stranzl im Abwehrzentrum erneut eine solide Leistung. »Wir haben uns bei der Verpflichtung von Martin Stranzl ja etwas gedacht. Er kennt die Bundesliga, er ist ein gestandener Spieler, der 30 Jahre alt ist und viel gesehen hat. Er hat sicherlich auch heute ein gutes Spiel gemacht. Sein Tor hat dazu geführt, dass die Mannschaft für ihren Aufwand ein stückweit belohnt worden ist«, lobte Frontzeck.
Doch bevor es zu dem Anschlusstreffer des Österreichers kam, hatten die Borussen acht Minuten vor dem Seitenwechsel einen Rückschlag zu verdauen. Stranzl unterlief vor dem Strafraum ein Foulspiel, woraufhin Kadlec den fälligen Freistoß gefühlvoll in die Maschen setzte. »Das Tor war nicht zu verhindern, das war ein Sonntagsschuss«, ärgerte sich Frontzeck.
Ein Nackenschlag für die Borussen, die der Gegentreffer aus dem Konzept brachte. Die Truppe von Trainer Jupp Heynckes nutzte das im Stile einer Spitzenmannschaft aus und legte kurz vor der Pause durch Castro nach. »Das Tor war sicherlich zu verhindern«, meinte Frontzeck und ergänzte: »Das waren die Knackpunkte im Spiel«.
»Das Spiel gab es nicht unbedingt her, dass wir mit einem 0:2-Rückstand in die Pause gegangen sind. Das macht das Spiel natürlich noch schwieriger«, so der 46-Jährige weiter.
Dennoch gaben sich seine Profis nicht auf und kamen durch einen Kunstschuss von Stranzl zum Anschlusstreffer. Dieser erweckte den VfL nochmals und versuchte alles, um den Ausgleich zu erzielen. »Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Wir hatten noch zwei, drei gute Möglichkeiten und sind drangeblieben«, lobte der Trainer.
Für das Engagement wär seine Mannschaft in Minute 73 beinahe belohnt worden, doch Nordtveit und Hanke konnten das Leder im Strafraum nicht im Tor unterbringen. Im Gegenzug versetzten die Leverkusener den Borussen den ‚Todesstoß‘. »Bei unserer größten Chance bekommst du den entscheidenden Konter«, grummelte Frontzeck.
»Leverkusen ist eine ballstarke Mannschaft und steht nicht umsonst an zweiter Stelle. Sie haben gerade beim zweiten und dritten Tor ihre Qualitäten gezeigt. Leverkusen hat zur richtigen Zeit den Konter sehr gut gespielt, das haben sie einfach gut gemacht«, musste der Trainer zugeben.
So stand die Borussia am Ende wiederholt mit leeren Händen da und muss zudem auf den ersten Heimsieg warten. »Ich bin davon überzeugt, dass wir in absehbarer Zeit auch zu Hause mal wieder drei Punkte verbuchen können, wenn wir so drinbleiben. Ich bin davon überzeugt, dass die Mannschaft in absehbarer Zeit zu Hause wieder punktet«, ist Frontzeck zuversichtlich.
Doch zunächst gilt es, am kommenden Sonntag bei Eintracht Frankfurt zu punkten. »So weh das tut, dass du zu Hause keine Punkte geholt hast, so sehr werden wir jetzt alles daran setzen, in Frankfurt die Punkte mit nach Hause zu nehmen«, sagte Frontzeck.
Die Situation im Tabellenkeller hat sich nicht zuletzt aufgrund der Ergebnisse der Konkurrenz wieder verschärft, dennoch sieht Michael Frontzeck keinen Grund, den Kopf in den Sand zu stecken. »Es wird eine knüppelharte Rückrunde, ohne Wenn und Aber. Ich denke, dass wir immer noch alle Möglichkeiten haben, es aus eigener Kraft zu schaffen«, ist Borussias Trainer überzeugt. »Aber es muss natürlich irgendwann auch der Punkt kommen, dass du gute Spielleistungen auch mit drei Punkten belohnst. Wir haben noch fünfzehn wichtige Spiele vor uns, bei denen wir uns nicht zu sehr mit den anderen beschäftigen sollten sondern zusehen, dass wir Punkte holen«.
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