Nach dem Sieg beim Wintercup 2011
Borussia Mönchengladbach gewann am Sonntag zum dritten Mal den Wintercup in der Düsseldorfer Esprit Arena und schließt somit die Rückrundenvorbereitung nicht ‚nur‘ ohne Niederlage, sondern zumindest in regulärer Spielzeit auch ohne jegliches Gegentor ab. Balsam für die in der Hinrunde oftmals gescholtene Defensive, die sich so wie alle Borussen für die am kommenden Wochenende beginnende Rückrunde zusätzliches Selbstbewusstsein eingeimpft haben sollte.
»Ich habe mir die Ecke ausgeschaut und habe genau die genommen, in die ich schon im letzten Jahr getroffen habe. Schön, dass es wieder geklappt hat und wir so den Pokal wieder mitnehmen können«, strahlte Fabian Bäcker, der im Finale gegen den FC St. Pauli den entscheidenden Elfmeter zum 5:3 Sieg verwandelte und somit zum Turniersieg beitrug.
Das der VfL zum dritten Mal den Pokal in der Hand halten durfte, ermöglichte zuvor der 2:0-Sieg gegen den 1.FC Kaiserslautern. Dabei war es Mo Idrissou, der die Borussen bereits nach 58 Sekunden mit seinem Treffer zum 1:0 auf die Siegerstraße brachte.
Wiedermal ein Tor des Kameruners, der in der Hinrunde gerade zu Beginn loslegte wie die Feuerwehr und dann nicht mehr hielt, was er nach seiner Verpflichtung versprach - Tore schießen. »Ich habe nur drei Tore in der Liga, zwei im Pokal und drei Vorlagen gemacht. Vieles was ich mir vorgenommen habe, ist nicht eingetreten«, gab Idrissou nach dem Spiel gegen Kaiserslautern zu. »Das ist für mich jetzt ein Neuanfang. Jetzt geht es bei mir von vorne los. Ich möchte einfach mehr Tore schießen«.
In Düsseldorf jedenfalls, zeigte sich der 30-Jährige erneut lauffreudig sowie engagiert und erzielte seinen zweiten Treffer der Vorbereitung. »Mo hat heute nach vorne ein gutes Spiel gemacht. Und auch nach hinten gearbeitet und die Räume geschlossen«, lobte Michael Frontzeck. »Er ist natürlich immer wichtig für uns wenn er auf dem Platz steht, weil er auch für uns ein enorm wichtiger Kopfballspieler ist«.
Tore haben die Borussen auch in Düsseldorf wieder geschossen. Daran, dass der Defensivverbund auch beim Wintercup wieder stabil und geordnet agierte, hatte auch Neuzugang Martin Stranzl in der Innenverteidigung im ersten Spiel seinen Anteil. »Die Jungs sind alle schwer in Ordnung, alles passt«, machte der 30-Jährige eine gute Stimmung in der Mannschaft aus.
Auch die Ordnung auf dem Platz stimmte bis dato, wie auch Thorben Marx bestätigte. »Die Kommunikation und die Abstimmung wird besser«, meinte der 29-Jährige. Zudem erfreulich, dass die Borussen in der Defensive wenig zuließen und somit, die Elfmeter ausgenommen, erneut ohne Gegentor blieben. »Ich bin froh, dass wir vier Spiele zu Null gespielt haben«, freute sich Marx.
Am Ende durften die „Fohlen“ verdient jubeln und den dritten Wintercupsieg mit den Fans feiern. »Wir freuen uns natürlich, dass wir dieses Turnier zum zweiten Mal hintereinander gewonnen haben«, sagte Marx, der als Kapitän den Pokal in Empfang nahm. »Das ist für mich und die Mannschaft Motivation für die Aufgaben in der Rückrunde. In diese gehen wir jetzt mit einem guten Gefühl«.
So schließt die Borussia die Vorbereitung mit einem positiven Erlebnis ab. Was dieser Wert ist und in wie weit dieser der neuformierten Mannschaft Auftrieb für die Mission Klassenerhalt gibt, wird sich ab der kommenden Woche zunächst im Spiel beim 1.FC Nürnberg zeigen. »Der Wintercup war ein schönes Erlebnis, aber dafür können wir uns nichts kaufen. Es ist wichtiger, in der Bundesliga drei Punkte einzufahren. Da zählt der Turniersieg nicht mehr«, weiß Thorben Marx. »Wir müssen in Nürnberg gewinnen. Das ist für uns das Wichtigste und darauf werden wir uns jetzt vorbereiten«.
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