Lucien Favre drosselte am Donnerstag das Tempo
Seit nunmehr vier Tagen ist Lucien Favre neuer Trainer der Gladbacher Borussia. Am Dienstag hatte der 53-Jährige seine Arbeit aufgenommen und auch gleich das Tempo angezogen. Jeweils zweimal bat Borussias neuer Cheftrainer an den ersten beiden Trainingstagen auf den Platz und ließ dabei in Vorbereitung auf das Heimspiel gegen den FC Schalke 04 insgesamt vier Stunden intensiv trainieren. Am heutigen Donnerstag gönnte der Fußballlehrer seinen Profis deshalb eine kleine Verschnaufpause und beendete den dritten Trainingstag um 13 Uhr.
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| Marco Reus fühlt sich fit für das Duell am Sonntag gegen Schalke (Foto: Andreas Plum / Fohlen-Hautnah.de) |
Erwartungsfroh hatten sich bei strahlendem Sonnenschein erneut einige Trainingskiebitze am Borussia-Park versammelt, um den Profis der Borussia bei der Arbeit zu zusehen, doch dieser Wunsch erfüllte sich nicht.
Bis auf Marco Reus, der mit Physiotherapeut Andreas Bluhm ein individuelles Training absolvierte und die Torhüter, blieb das Trainingsgelände leer. Lucien Favre hatte mit seinen Mannen um 11 Uhr eine etwa 20-minütige Laufeinheit absolviert und dann Kraftraum sowie Regeneration verordnet. Mit dabei war auch Igor de Camargo, der seine Grippe hinter sich gelassen hat.
Eine Pause, die den Borussen sicherlich gut getan hat. »Wir haben in den letzten Tagen viel gearbeitet und da ist es glaube ich normal, dass man ein bisschen platt ist«, beschrieb Patrick Herrmann und ergänzte: »Ein neuer Trainer hat natürlich ganz andere Ansichten. Wir Spieler kennen diese eben noch nicht und von daher muss man am Anfang mehr machen, damit wir das rein bekommen. Aber das bekommen wir schon hin. Das Training ist komplett anders und er hat andere Ansichten, wie man Fußball spielt. Darauf gilt es sich einzustellen und dann am Sonntag die Leistung abzurufen«.
‚Dumm sterben‘ ließ der Übungsleiter die Zuschauer jedoch nicht. Der 53-Jährige suchte das Gespräch mit den Fans und informierte sie, dass der Trainingsplatz leer bleibt.
Nach der Laufeinheit schaute sich Favre etwa zehn Minuten das Training seiner Torhüter genau an, um für einen eventuellen Wechsel zwischen den Pfosten weitere Eindrücke zu sammeln, und plauderte zeitgleich mit Gast Oliver Neuville. »Ich habe noch nicht mit dem Trainer gesprochen und ich weiß auch nicht, ob ich spiele. Das entscheidet der Trainer«, äußerte sich Logan Bailly diplomatisch. »Ich bin fit und kann nur hart und jeden Tag trainieren. Wir werden es sehen«.
Ebenso abzuwarten bleibt, ob Marco Reus nach seinem kleinen Faserriss im rechten Oberschenkel am Wochenende wieder in das Geschehen eingreifen kann. »Ich habe noch nicht mit ihm gesprochen, aber wenn er fit ist, dann ist er natürlich eine Option«, sagte Lucien Favre.
Die Chancen scheinen dabei nicht schlecht zu stehen, denn der 21-Jährige macht Fortschritte und steigert mit Physiotherapeut Andreas Bluhm täglich die Belastung. »Es hat sich sehr gut angefühlt. Andi hat viel mit mir gemacht und ich hatte soweit keine Probleme. Darüber bin ich sehr froh«, sagte Reus am Donnerstag.
»Das muss man sehen und schauen, wie das Bein auf die Belastung reagiert«, gibt sich die ‚Rakete‘ mit einer Prognose im Bezug auf das Wochenende richtigerweise dennoch vorsichtig. »Ich hoffe natürlich, dass ich fit werde und der Mannschaft am Wochenende helfen kann«.






