Nach Freiburg: Hinrunde für den Niederländer beendet
Als ob die 3:0-Pleite beim SC Freiburg für Borussia Mönchengladbach nicht schon ein weiterer Schlag ins Gesicht genug wäre, so kam einen Tag nach dem Spiel ein weiter hinzu. Irgendwie passt es in den bisherigen Saisonverlauf und zu allem Übel, dass für Roel Brouwers die Hinrunde gelaufen ist. Der Niederländer zog sich im Breisgau eine Gehirnerschütterung sowie einen Außenband- und Kapselriss im linken Sprunggelenk zu.
Der Niederländer musste im Breisgau nach 41 Minuten den Platz verlassen, nachdem er in Minute 21 einen 114km/h-Distanzschuss des Freiburgers Jan Rosenthal mit voller Wucht in das Gesicht bekommen hatte. »Ich weiß nicht, wie der Schuss in mein Gesicht gekommen ist. Von diesem Zeitpunkt an bis zum Gang in die Kabine weiß ich nicht mehr viel«, erläuterte Roel Brouwers, weshalb in der Halbzeit mit Verdacht auf Gehirnerschütterung in die Freiburger Uni-Klinik fuhr.
»Ich wusste bei einer Ecke nicht, welchen Gegenspieler ich nehmen soll. Normalerweise gibt es da eine klare Zuteilung, aber die war völlig weg. Ich wusste es nicht mehr und ich denke, das sagt schon genug«, so der Niederländer weiter.
In der Tat taumelte der Innenverteidiger nach der Aktion mehr oder weniger nur noch wie ein angeschlagener Boxer über das Spielfeld, weshalb sich der Verdacht der Gehirnerschütterung bestätigen sollte. »Erst in der Kabine wusste ich eigentlich wieder, was so passiert«, sagte der Innenverteidiger.
Doch damit nicht genug. Der 29-Jährige zog sich zudem einen Außenband- und Kapselriss im linken Sprunggelenk zu. »Wie die Verletzung am Sprunggelenk gekommen ist, weiß ich auch nicht. Meine Freundin hat es mir nachher gesagt. Ich muss mir das noch mal im Fernsehen anschauen. Das ist schon komisch. Ich selber kann mich nicht erinnern«, sagte Brouwers und zeigte Galgenhumor. »Mittlerweile ist eine Verletzung im Spiel wohl nicht mehr genug«.
So steht zumindest fest, dass für den Niederländer frühzeitig Winterpause ist und somit sowohl für das letzte Heimspiel des Jahres am kommenden Freitag gegen den Hamburger SV als auch für das DFB-Pokalspiel am kommenden Dienstag gegen die TSG 1899 Hoffenheim nicht zur Verfügung steht.
Damit endet für den Innenverteidiger ein Jahr 2010, bei dem vor allen Dingen die zweite Jahreshälfte alles andere als optimal verlief. In der bisherigen Hinrunde kam der Niederländer somit aufgrund der roten Karte im Spiel beim FC Schalke 04, aufgrund der anschließenden Knieverletzung und aufgrund einer beim 4:0-Derbysieg zugezogenen Muskelverletzung so zu lediglich zehn Pflichtspieleinsätzen. »Ich weiß auch nicht, was ich verbrochen oder falsch gemacht habe, dass es so läuft. Es kam eins zum anderen. Es waren ja immer andere Verletzungen und die rote Karte. Die Hinrunde ist für mich persönlich nicht so gut gelaufen«, stellt der Pechvogel zu Recht und ohne Zweifel fest.
»Wir nehmen uns mit Borussia vor, da unten rauszukommen. Das wird eine harte Aufgabe, aber wie haben die Qualität, das zu schaffen. Das ist unser und somit auch mein Ziel«, schaut der Niederländer dennoch optimistisch nach vorne.
Voraussichtlich wird Brouwers, der sich in diesen Tagen am Sprunggelenk behandeln lassen wird, im Trainingslager im spanischen La Cala de Mijas wieder in das Training einsteigen. »Ich habe so etwas noch nicht gehabt und weiß somit nicht, wie lange das dauert. Ich hoffe, dass ich die Vorbereitung mitmachen kann«.
Ob davon ab Bamba Anderson im letzten Punktspiel gegen den HSV mitmachen kann, steht indes noch nicht fest. Dem Brasilianer macht derzeit eine Entzündung an beiden Zehennägeln zu schaffen. Fest steht jedoch, das Tobias Levels aufgrund seiner fünften gelben Karte nicht zur Verfügung steht, weshalb Michael Frontzeck also zu erneuten Umbaumaßnahmen in der Viererkette gezwungen ist.
Gut möglich, dass Sebastian Schachten für Levels auf rechts und Jens Wissing auf verteidigt, sollte Anderson nicht zur Verfügung stehen. Filip Daems und Jan-Ingwer Callsen-Bracker würden dann die Innenverteidigung bilden. Borussias Trainer ist gerade in diesen Tagen alles andere als zu beneiden...





