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Borussia will's beim SC Freiburg »einen Tick besser machen«

Erneute Umstellung in der Abwehr: Roel Brouwers für Bamba Anderson

Ungeachtet der derzeitigen Nebenkriegsschauplätze gilt es für Borussia Mönchengladbach am kommenden Sonntag im Spiel beim SC Freiburg mit einem Punkt oder besser drei Punkten die Heimreise anzutreten. Borussias Trainer Michael Frontzeck muss im Breisgau auf Abwehrspieler Bamba Anderson verzichten. Dafür kehrt Roel Brouwers zurück-

In jedem Fall stehen Michael Frontzeck im Breisgau weiterhin verletzungsbedingt Logan Bailly (Muskelfaserriss im Oberschenkel), Dante (Innenbandteilriss im Knie), Tony Jantschke (nach Mittelfußbruch im Aufbautraining), Bernhard Janeczek (Innenbanddehnung im Knie), Jean-Sébastien Jaurès (Knieprobleme) und Christian Dorda (Aufbautraining nach Patellasehnenriss) nicht zur Verfügung.

Zudem kann auch Bamba Anderson nicht mitwirken. Der Brasilianer leidet an einer Entzündung an den Zehennägeln und kommt aufgrund dessen nicht für einen Einsatz infrage. Wie lange und ob der 22-Jährige lediglich für dieses Spiel nicht zur Verfügung steht, bleibt abzuwarten. »Wir versuchen es erst mal regenerativ«, erklärte Frontzeck auf der Pressekonferenz am Donnerstag und hofft, dass bei dem Innenverteidiger ein operativer Einsatz nicht von Nöten sein wird.

Somit ist Michael Frontzeck wie so oft in der bisherigen Saison erneut gezwungen, seine Defensive umzustellen. »Lasst uns doch nicht mehr über die verletzten Spieler reden«, wiegelte der Trainer ab. Währen der 46-Jährige also auf Bamba Anderson verzichten muss, so kehrt mit Roel Brouwers ein Abwehrspieler zurück.

Der Niederländer hat seinen Muskelfaserriss im Oberschenkel auskuriert. »Erfreulich ist für uns, dass Roel die ganze Woche beschwerdefrei trainiert hat und somit zum Kader gehören wird«, gab Frontzeck bekannt. Doch der 29-Jährige wird wohl nicht ‚nur‘ in den Kader zurückkehren, sondern gleich von Beginn an auflaufen und mit Jan-Ingwer Callsen-Bracker die Innenverteidigung bilden. Eine weitere Möglichkeit ist, dass Filip Daems wieder nach innen rückt und somit Callsen-Bracker der Startformation weichen muss und auf der Bank Platz nimmt.

Desweiteren stehen in der Offensivabteilung Raúl Bobadilla, der aus den bekannten Gründen bis zum Winter lediglich bei der U23 trainiert und Marco Reus, der aufgrund seiner fünften Gelben Karte ein Spiel pausieren muss, nicht zur Verfügung. in das Geschehen eingreifen.

Während für den Argentinier wohl Mo Idrissou an alter Wirkungsstätte als einzige Sturmspitze auflaufen wird, so ließ sich Michael Frontzeck nicht gänzlich entlocken, wie er den Ausfall von Marco Reus kompensieren möchte.

Mit Patrick Herrmann und Karim Matmour besitzt der Borussen Coach dazu zwei Möglichkeiten. »Ich habe trotz allem, das Boba nicht zur Verfügung steht, nach vorne hin Optionen Es wäre beides möglich, wenn über Nacht nichts Außergewöhnliches passiert - das muss man ja vorsichtig sein«, so Frontzeck. »Wie wir es gestalten, müsst ihr euch noch gedulden«.

Ungeachtet der derzeitigen Nebenkriegsschauplätze und der schwierigen Witterungsverhältnisse hat sich Michael Frontzeck mit seiner Mannschaft intensiv und akribisch auf die Aufgabe im Breisgau vorbereitet. »Das belastet uns nicht, ganz im Gegenteil. Das lässt uns enger zusammenrücken und wir wollen es gemeinsam ziehen. Damit wollen wir in Freiburg anfangen«, meinte Frontzeck. »Die Mannschaft hat gut gearbeitet und war sehr diszipliniert. Wir hatten wirklich harte Einheiten dabei«.

Die gute Trainingsarbeit gilt es nun im Spiel beim Tabellenfünften aus Freiburg umzusetzen. »Wir wollen da ansetzten, wo wir gegen Hannover angefangen haben. Nicht vom Ergebnis her, sondern mit der Art und Weise, wie wir Fußball gespielt haben. Da waren wir nicht weit davon entfernt, dass wir die drei Punkte hier behalten. Aus den unterschiedlichsten Gründen hat das nicht funktioniert«, erklärte Frontzeck und weiß, dass man sich nicht wie so oft in den letzten Wochen selbst alles kaputt machen darf. »Wir wollen es gegen Freiburg einen Tick besser machen«.

Vor allen Dingen muss es seine Mannschaft im Verbund besser machen und über 90 Minuten hochkonzentriert zu Werke gehen. Dabei müssen die „Fohlen“ allen voran auf die Freiburger „Lebensversicherung“ Papiss Demba Cissé.

Der aktuelle Nationalspieler Senegals traf in fünfzehn Spielen bisher elfmal in die Maschen und erzielte zwei Vorlagen. »Cissé hat eine hohe Qualität und steht immer da, wo es richtig ist und wo es brennt. Da müssen beide Innenverteidiger wirklich höllisch aufpassen, um ihn da aus dem Spiel zu nehmen«, weiß Michael Frontzeck um die Stärken des Torjägers.

»Ich glaube, dass es fatal wäre, Freiburg nur auf Cisse zu reduzieren. Freiburg ist eine Mannschaft, die eine sehr gute Hinrunde spielt und die sehr spielstark ist. Sie spielen insgesamt als Mannschaft traditionell einen guten Ball«, warnte der 46-Jährige indes davor, sich lediglich auf den 25-Jährigen Stürmer zu konzentrieren. »Es gilt natürlich auch vorher, diese Spielkunst ein Stückweit aus dem Spiel zu nehmen - und das natürlich als Kollektiv«, gibt der Trainer die Marschrichtung vor.

Die sportliche Situation ist nach wie vor prekär und so gilt es ungeachtet der Tabellenkonstellation, aus den letzten beiden Spielen Punkte zu holen. Sonst wird die Lage immer bedrohlicher und das Weihnachtsfest wohl eher trist. »Wir wollen das Ding anpacken. Wir müssen uns in dieser Phase reinbeißen und versuchen, in die Punkte zu kommen«, so Michael Frontzeck. Bei einem Blick auf die Tabelle wird deutlich, dass punkten mehr als ein Muss ist...


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