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HomeFohlenelfNews & HintergründeGladbach will im Spiel beim Tabellenführer »Paroli bieten«

Gladbach will im Spiel beim Tabellenführer »Paroli bieten«

Einsatz von Bamba Anderson gegen den BVB fraglich

Nach der bitteren Heimniederlage der Vorwoche reist Borussia Mönchengladbach nun zum stark aufspielenden Tabellenführer Borussia Dortmund. Während der Signal Iduna Park mit bisher rund 79.000 verkauften Tickets noch nicht gänzlich ausverkauft ist, so muss Borussias Trainer Michael Frontzeck derzeit auf sage und schreibe auf sieben seiner Defensivspieler verzichten.

»Das ist im Moment sicherlich eine Ausnahmesituation, die ich dieser Form noch nicht erlebt habe. Man hat immer ein paar Verletzte, das ist ganz normal. Dass es sich aber bei uns allein auf die Defensivabteilung beschränkt, ist sicherlich außergewöhnlich«, grummelte Michael Frontzeck in der Pressekonferenz am Donnerstag.

In jedem Fall stehen weiterhin verletzungsbedingt Logan Bailly (Muskelfaserriss), Dante (Innenbandteilriss im Knie), Roel Brouwers (Muskelfaserriss im Oberschenkel) Tony Jantschke (nach Mittelfußbruch im Aufbautraining), Bernhard Janeczek (Innenbanddehnung im Knie), Jean-Sébastien Jaurès (Knieprobleme) und Christian Dorda (Aufbautraining nach Patellasehnenriss) nicht zur Verfügung.

Zudem stehen derzeit hinter zwei weiteren Akteuren Fragezeichen. Marcel Meeuwis hütete unter der Woche aufgrund einer Grippe das Bett, wird heute erstmals auf den Trainingsplatz gehen und locker laufen. »Er wird heute locker laufen und dann muss man abwarten, ob es für den Kader reicht«, gab Frontzeck bekannt.

Gleiches gilt für Bamba Anderson, der  aktuell mit muskulären Problemen zu kämpfen hat. »Es ist mehr als fraglich, ob er am Wochenende spielen kann«, erklärte Frontzeck. Ob der Brasilianer tatsächlich in Dortmund mit von der Partie sein kann, wird ein Härtetest beim Abschlusstraining am Freitag entscheiden.

Sollte dieser negativ ausfallen, so wird Michael Frontzeck erneut seine Abwehr umstellen müssen. »Wir werden in der Defensive improvisieren müssen«, meinte Frontzeck und weiß, dass gerade im Bereich der Innenverteidigung nicht mehr allzu viele Optionen zur Verfügung stehen. Aller Voraussicht nach wird es dann Jan-Ingwer Callsen-Bracker sein, der dann in die Viererkette rücken wird. »Er hat sowohl in der zweiten Mannschaft als auch jetzt bei uns gut trainiert. Er bewegt sich gut in der Truppe und ist sicherlich eine Option«, lobte Frontzeck den 26-Jährigen.

Auf der anderen Seite wird Patrick Herrmann wohl zumindest wieder in das Aufgebot zurückkehren. Der 19-Jährige hat seine Probleme am Sprunggelenk weitestgehend überwunden. »Wenn nichts Außergewöhnliches passiert, wird er auf jeden Fall im Kader sein. Ob es allerdings für die Startelf reicht, weiß ich noch nicht«, erklärte Borussias Trainer.

Unterschiedlicher könnten indes die Vorzeichen für dieses Aufeinandertreffen kaum sein. Der BVB ist seit zwölf Spielen ungeschlagen, hat lediglich zum Saisonauftakt gegen Bayer Leverkusen verloren und steht mit 34 Punkten unangefochten an der Tabellenspitze. Der VfL hingegen konnte bisher erst zwei Siege einfahren und rangiert mit zehn Punkten auf dem letzten Platz. »Sicherlich fahren wir als klarer Außenseiter nach Dortmund. Es ist gerade jetzt eine große Herausforderung, gegen den Tabellenführer zu spielen, der sicherlich in einer fantastischen Verfassung ist und der nicht umsonst dort oben steht«, weiß Michael Frontzeck um die Stärken des BVB.

Die Truppe von Jürgen Klopp stellt mit bis dato 31 Toren die stärkste Offensive der Liga, weshalb nicht zuletzt mit einer hohen Niederlage der „Fohlen“ nahezu gerechnet wird. Dennoch sollte sich der VfL im Vorfeld alles andere als in die Hose machen, sondern gleichermaßen motiviert und hochkonzentriert an die sicherlich nicht einfache, jedoch auch nicht unlösbare Aufgabe herangehen. »Wenn ich so das ein oder andere lese, dann scheint es ja nur eine Frage der Höhe des Dortmunder Sieges zu sein«, sagte Michael Frontzeck. Die Borussia hat auf dem Papier eigentlich keine Chance, doch gerade diese will der VfL nutzen. »Die Mannschaft ist willig. Wir werden von Beginn an versuchen, Paroli zu bieten«, verspricht Frontzeck.

‚Hurra-Fußball‘ ist seitens der „Fohlen“ gerade aufgrund der aktuellen Situation im Signal Iduna Park sicherlich nicht zu erwarten, doch genauso wenig wird sich der VfL in Westfalen eingraben, sondern aus einem geordneten Defensivverbund dagegenhalten. »Der Schlüssel in Dortmund wird sein, kompakt zu stehen. Das heißt nicht, dass man sich einigelt und um den 16er auf Dortmund wartet, sondern dass wir natürlich auch die Stärken, die wir in so einem Spiel haben, so vorbereiten, dass sie auch zum Tragen kommen«, gibt Michael Frontzeck Marschroute vor.

Von bisher 76 Aufeinandertreffen hat sowohl der VfL als auch der BVB jeweils 25 Siege auf dem Konto. Von den letzten neun Duellen in Dortmund hat die Gladbacher Borussia keins gewonnen. Soll am Samstagabend für den VfL der 26 Sieg hinzukommen, dann muss die Truppe alles in die Waagschale werfen und geschlossen auftreten.


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