Heimeroth: »Freue mich, dass ich das Vertrauen vom Trainer habe«
Bisher hatte Michael Frontzeck die Entscheidung offen gelassen, ob Logan Bailly nach seiner Pause nicht nur wieder in den Kader, sondern auch in das Tor von Borussia Mönchengladbach zurückkehrt. Doch zum Trainingsauftakt für das kommende Heimspiel gegen den FC Bayern München hat sich der 46-Jährige nach einem intensiven Gespräch mit dem Belgier für Christofer Heimeroth entschieden, der somit in den restlichen sieben Bundesligaspielen bis zur Winterpause und im DFB-Pokalspiel bei der TSG 1899 Hoffenheim zwischen den Pfosten stehen wird.
»Ich habe heute Morgen länger mit Logan gesprochen. Er macht einen sehr aufgeräumten und guten Eindruck. Ich habe ihm die Situation erklärt. Es wird so sein, dass Logan wieder zurück in den Kader kommt und Christofer Heimeroth bis zum Winter im Tor steht«, gab Michael Frontzeck nach der Trainingseinheit am Dienstag bekannt.
Zuvor hatte Borussias Trainer Logan Bailly eine Entscheidung vor Trainingsbeginn mitgeteilt. »Ich glaube, dass Logan das sehr gut aufgefasst hat. Er wird sich ran arbeiten, irgendwann wieder sein Chance bekommen und gestärkt aus dieser Geschichte herauskommen«, ist Frontzeck überzeugt.
»Das ist die Entscheidung des Trainers, die ich nicht zu kommentieren, sondern zu akzeptieren habe. Natürlich bin ich enttäuscht. Das ist aber normal, wenn du immer gespielt hast und dann so nicht mehr spielst. Ich kann jetzt nur auf dem Platz arbeiten und arbeiten. Dann werden wir sehen, was in der Zukunft passiert. Wie ich bereits sagte, ich bin zurück und ich werde sehr hart arbeiten, um meinen Platz zurückzuerobern. Das ist das einzige, was ich machen kann«, sagt Logan Bailly, der in der vergangenen Woche mit Freund und Torwarttrainer Gaston Lejeune vom belgischen Zweitligisten RCS Visé und vom belgischen Fußballverband trainierte, um weitehinr fit zu bleiben.
Wie sich der Belgier aktuell fühlt, kann auch Torwarttrainer Uwe Kamps gut nachvollziehen, denn hatte er zu seiner aktiven Zeit bei Borussia zwischenzeitlich auch seinen Platz an Uwe Brunn und Dirk Heye verloren. »Ich weiß, wie er sich fühlt. Natürlich ist das jetzt für Logan schwierig, weil es auch das erste Mal in seiner Karriere ist, aber das gehört auch irgendwo dazu«, sagt Kamps. »Es ist jetzt eine gute Möglichkeit, dass so anzunehmen, sich dementsprechend vorzubereiten und die Monate bis zum Winter zu nutzen, um dann anzugreifen«.
So wird also Christofer Heimeroth weiterhin das Tor des VfL hüten. »Heimi hat sich das ein stückweit verdient. Er war immer absolut loyal zum Logan, spielt eine gute Rolle und hat gerade gegen Leverkusen ein sehr gutes Spiel gemacht, an Lautern war er nicht beteiligt. Ich denke, dass er jetzt auch die Chance verdient hat, bis zum Winter ohne Wenn und Aber und auch wenn er mal einen Fehler macht, diese Chance zu kriegen«, begründet Frontzeck und baut auf den 29-Jährigen.
»Natürlich freue ich mich darüber. Ich habe immer gesagt, dass ich gerne spielen möchte und dass es mein Ziel ist, in der Bundesliga zu spielen. Deshalb freue ich mich, dass ich das Vertrauen vom Trainer habe und die nächsten Spiele bestreiten werde«, sagt Christofer Heimeroth. Doch unter dem Strich weiß auch der 29-Jährige, dass im Moment, egal wer das Tor der „Fohlen“ hütet, nur eines zählt: »Die Aufgaben werden nicht leichter, aber wir müssen sehen, dass wir ein paar Punkte sammeln. Das wird langsam Zeit...«.





