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Logan Bailly nach Pause zurück auf dem Trainingsplatz

Bailly: »Ich stehe zu 100 Prozent hinter den Fans«

Nach der  4:1-Niederlage von Borussia Mönchengladbach gegen den SV Werder Bremen entschied sich Michael Frontzeck dafür, den bis dato in Kritik geratenen Torhüter Logan Bailly aus „Schusslinie“ und ihn eine Woche aus dem Trainings- bzw. Spielbetrieb zu nehmen. Seit Sonntag ist der 24-Jährige nun wieder zurück im Mannschaftstraining und voller Tatendrang.

»Ich spreche für mich und nicht für die Mannschaft und über das Resultat. Die Pause hat mir gut getan und ich fühle mich sehr gut. Ich bin zurück mit 300 Prozent. Es tut gut, wieder bei der Mannschaft zu sein. Ich fühle mich gut und bin bereit, für die Mannschaft, für Gladbach und für die Fans hart zu arbeiten. Ich werde für die Mannschaft das Maximum geben«, sagte Bailly am Sonntag nach seiner 90-Minütigen Einheit mit Torwarttrainer Uwe Kamps und Jörg Stiel.

Zuvor hatte sich der Belgier eine Woche zurückgezogen und im Kreise seiner Familie abgeschaltet und neue Kraft geschöpft. »Ich habe viel mit meiner Familie, mit meinen Freunden, auch mit dem Trainer und mit vielen hier gesprochen. Jetzt habe ich den Kopf frei, bin für mich mit einem sehr guten Gefühl zurück und werde hart für mein Comeback auf Topniveau arbeiten«, ist der Torhüter voller Tatendrang.

Ob er allerdings schon im Spiel gegen den FC Bayern München zwischen die Pfosten zurückkehrt, bleibt abzuwarten. »Ich weiß nicht, was jetzt in den nächsten Spielen passiert. Ich habe noch nicht mit dem Trainer gesprochen. Ich werde hat arbeiten und dann werden wir sehen, was passiert«.

Michael Frontzeck ließ sich dahingehend am Sonntag in der Sendung „Doppelpass“ bei Sport1 noch nicht in die Karten schauen. »Er ist ab heute wieder normal im Training und dann werde ich mich entscheidenden. Christofer Heimeroth war immer loyal zu ihm, hat gut trainiert und ich denke, dass er zwei ordentliche Spiele gemacht hat. Im Pokal und auch in Lautern kann man ihm keinen Vorwurf machen«, sagte Frontzeck.

»Ich war noch nicht bei der Mannschaft, lasst mir da noch ein bisschen Zeit«, entgegnete der 46-Jährige der Nachfrage von Moderator Jörg Wontorra, ob sich die Entscheidung, wer gegen die Bayern das Tor des VfL hütet, an den Trainingseindrücken orientiert und also noch nicht getroffen ist.

Logan Bailly jedenfalls wird in den kommenden Tagen alles in die Waagschale werfen, um seinem Trainer die Entscheidung so schwer wie möglich zu machen. »Der Trainer fällt die Entscheidung. Für einen Spieler ist es generell immer schwer, wenn du auf der Bank sitzt. Ich werde alles dafür tun, dass ich wieder der Logan werde, der ich in den ersten sechs Monaten war. Ich möchte alles für den Club und für die Fans geben. Dann werden wir sehen, was in den nächsten Wochen passiert«, sagt Bailly.

In den nächsten Wochen wird der 24-Jährige dann auch wieder mit den Anhängern der Borussia in „Berührung“ kommen. Einige wenige von ihnen sind ihm im Spiel gegen Werder Bremen mit teilweise hämischem Beifall gegenübergetreten. »Ich verstehe, dass die Fans sauer waren. Ich bin aber nicht enttäuscht von den Fans und ich habe auch kein Problem mit ihnen. Ich stehe zu 100 Prozent hinter den Fans, weil wir die besten Fans der Bundesliga haben wenn du siehst, dass jedes Spiel 42.000 oder 45.000 hinter der Mannschaft stehen«, sagt Bailly, der recht schnell zum Publikumsliebling wurde.

In den folgenden Tagen und Wochen will Bailly nun daran arbeiten, sich in die Form des starken ersten halben Jahres zu bringen, wo er maßgeblichen Anteil am Klassenerhalt der „Fohlen“ hatte. »Ich weiß, dass ich nicht der Logan der ersten sechs Monate war, aber ich möchte sagen, dass ich ein Mensch wie jeder andere auch und kein Roboter bin. Da ist es normal, dass man auch mal weniger gute Tage, Wochen und Momente hat. Ich denke, dass jeder Spieler in seiner Karriere mal schwierige Momente hatte«, erklärt Borussias Schlussmann. »Ich möchte und werde jetzt hart arbeiten, um wieder zurückzukehren und um wieder auf mein Topniveau zu kommen«.

Ein Logan Bailly auf Topniveau wird der Borussia sicherlich mehr als gut tun. Davon ab fühlt sich der 24-Jährige, dessen Vertrag noch bis Juni 2013 läuft, beim VfL mehr als wohl. »Ich habe nie davon gesprochen, von Borussia wegzugehen. Nach dieser Saison stehe ich noch zwei Jahre unter Vertrag. Ich bin, sehr, sehr glücklich in Gladbach, liebe den Club und gebe 100 Prozent für den Verein«.


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