Frontzeck: »Nur das Weiterkommen steht auf dem Programm«
Für Borussia Mönchengladbach blieb nach der 1:4-Heimniederlage nur wenig Zeit, diese zu analysieren und aufzuarbeiten, denn bereits morgen wartet auf den VfL die nächste Aufgabe. Dabei bietet sich in der 2.Hauptrunde des DFB-Pokals gegen Bayer 04 Leverkusen die Möglichkeit, sich mit einem Einzug ins Achtelfinale frisches Selbstvertrauen einzuimpfen. Zumindest für dieses Spiel kann Borussias Trainer Michael Frontzeck wieder auf drei seiner bis dato gesperrten Spieler zurückgreifen.
In jedem Fall stehen Michael Frontzeck weiterhin verletzungsbedingt Dante (Infraktion am Fußwurzelknochen), Karim Matmour (Achillessehnenprobleme), Tony Jantschke (Mittelfußbruch), Jean-Sébastien Jaurès (Knieprobleme) und Christian Dorda (Aufbautraining nach Patellasehnenriss) nicht zur Verfügung.
Auf der anderen Seite haben Roel Brouwers und Sebastian Schachten ihre Sperre nach den Platzverweisen abgesessen, während Juan Arango noch für drei Bundesligaspiele nicht zur Verfügung steht, im DFB-Pokal jedoch eingesetzt werden darf.
In wie weit vielleicht alle drei für die Startelf infrage kommen, bleibt abzuwarten. Michael Frontzeck jedenfalls, ließ sich auf der Pressekonferenz am Dienstag nicht in die Karten schauen. »Ich möchte heute mal zur Mannschaftsaufstellung nichts sagen. Ich bin froh, dass ich Alternativen hinzubekommen habe und werde auch sicherlich Gebrauch davon machen, In welcher Form, werden wir morgen Abend sehen«.
Fest steht jedoch, dass der 46-Jährige bekanntlich eine personelle Änderung zwischen den Pfosten vornimmt. Christofer Heimeroth hütet für den derzeit pausierenden Logan Bailly das Tor und Nachwuchstorhüter Marc-André ter Stegen nimmt auf der Bank Platz.
Bis dato kassierten die „Fohlen“ ligaweit die meisten Gegentore, was Michael Frontzeck dennoch nicht davon abhält, weiterhin an seiner Grundausrichtung festzuhalten. »Wir müssen, was die nächsten Wochen angeht, kompakter werden. Damit wollen wir natürlich morgen gegen eine offensivstarke Mannschaft wie Leverkusen beginnen, was aber nicht heißt, dass wir jetzt zusätzlich drei Abwehrspieler einbauen. Taktisch wird sich nichts ändern«, stellt Borussias Trainer klar.
»Sicherlich hat sich die Mannschaft fußballerisch entwickelt, aber wir machen teilweise den Fehler, zu viel fußballerisch lösen zu wollen und von der eigentlichen Stärke, der Kompaktheit, ein paar Prozent weggehen. Das wird bei uns in einer unglaublichen Art und Weise bestraft«, so Frontzeck weiter.
Mit der 1:4-Heimniederlage gegen Werder Bremen wartet die Borussia seit dem 2.Spieltag auf einen Sieg und steht mit lediglich sechs Punkten auf dem vorletzten Tabellenplatz. »Wir haben das Spiel gegen Werder Bremen in der kürzer der Zeit analysiert und es ist jedem klar, dass es eine schwierige Situation ist, der wir uns mit aller Konsequenz stellen werden«, weiß Michael Frontzeck um die derzeitige Lage und ist dennoch überzeugt, dass seine Mannschaft generell den Ernst der Lage erkannt hat.
So kann man das Spiel gegen die offensivstarke und spielstarke Werks-Elf auch dazu nutzen, um sich mit einem Einzug ins Achtelfinale Schwung für die kommenden Aufgaben in der Bundesliga zu holen. Sicherlich keine einfache, aber eine gerade im Borussia-Park lösbare Aufgabe.
Mit der Bundesliga sind Pokalspiele, die bekanntlich ihre eigenen Gesetzte haben, jedoch nur bedingt zu vergleichen, denn dort zählt im Fall von morgen „nur“ das Erreichen des Achtelfinals, was eine fixe Einnahme von 531.000 Euro garantiert. »Morgen steht, so schwer es auch ist, nur ein Weiterkommen auf dem Programm«, weiß Michael Frontzeck. »Ich traue es der Mannschaft zu. Wir werden das Ding morgen Abend neu anpacken und dann sehen, was dabei rauskommt«. Wenn der Einzug in das Achtelfinale dabei herauskommt, würde dies der Borussia sicherlich in vielerlei Hinsicht gut zu Gesicht stehen…





