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HomeFohlenelfNews & HintergründeBorussia empfängt Werder Bremen: »Nicht den Kopf verlieren«

Borussia empfängt Werder Bremen: »Nicht den Kopf verlieren«

Ohne Acht, mit Jens Wissing gegen Werder Bremen

Für Borussia Mönchengladbach beginnt mit dem Spiel am kommenden Wochenende in dieser Saison eine weitere „englische Woche“. Binnen sieben Tagen heißt es für die „Fohlen“ zweimal Bundesliga und einmal DFB-Pokal. Doch zunächst möchte der VfL am kommenden Samstag gegen den SV Werder Bremen den ersten Heimsieg der Saison einfahren. Für das Spiel im Borussia-Park sind bis dato rund 52.000 Tickets abgesetzt. Borussias Trainer Michael Frontzeck muss gegen die Hanseaten auf acht seiner Spieler verzichten.

Verletzungsbedingt stehen Michael Frontzeck weiterhin Dante (Infraktion am Fußwurzelknochen), Karim Matmour (Achillessehnenprobleme), Tony Jantschke (Mittelfußbruch), Jean-Sébastien Jaurès (Knieprobleme) und Christian Dorda (Aufbautraining nach Patellasehnenriss) nicht zur Verfügung. Nach ihren Platzverweisen gesperrt sind Juan Arango, Roel Brouwers und Sebastian Schachten.

Auf der anderen Seite meldete sich Patrick Herrmann nach seiner überwundenen Bänderüberdehnung mit Muskelquetschung wieder zurück. Der 19-Jährige ist in dieser Woche wieder in das Mannschaftstraining eingestiegen und wird aller Voraussicht nach in das Aufgebot rücken.

Beginnen wird er allerdings wohl noch nicht, was zur Folge hat, dass Marco Reus auf die rechte Seite rücken und Mo Idrissou wie auch schon in Hoffenheim die linke Mittelfeldseite besetzten wird. Hinter dem Kameruner wird Jens Wissing wie erwartet sein Startelfdebüt in der Viererabwehrkette geben und die linke Abwehrseite beackern. »Jens Wissing wird links spielen«, legte sich Michael Frontzeck fest. »Beim Testspiel in Genk haben es Mo und Jens auf der linken Seite gemeinsam gut gemacht. Die Variante ist sicher eine Option für Samstag«, verriet der 46-Jährige.

Möglich ist zu dem ein weiteres Startelfdebüt. So könnte Igor de Camargo erstmals nach seiner Verletzung von Beginn an auflaufen und dann hinter der Sturmspitze Raúl Bobadilla auf der Halbposition agieren. »Es kann gut sein, dass er anfängt«, hielt sich Michael Frontzeck noch bedeckt.

Keinen Zweifel gibt es allerdings an einen Einsatz von Logan Bailly, der sich in den letzten Wochen mit Kritik auseinandersetzten musste. »Bei mir steht er nicht im Fokus«, stellte Frontzeck klar uns sprach dem Belgier sein Vertrauen aus. »Dass wir 23 Gegentroge bekommen haben, mach ich nicht an einem Spieler aus. Daran hat jeder seinen Anteil«.

Insgesamt sieht Michael Frontzeck seine Mannschaft der doch dünnen Personaldecke zum Trotz für die sicherlich nicht einfache Aufgabe gegen die qualitativ gut besetzten Bremer gerüstet. »Wir sind, was die Personalsituation angeht, etwas gebeutelt, haben nichtsdestotrotz eine ordentliche Trainingswoche hinter uns gebracht. Die Mannschaft macht auf mich einen guten und wachen Eindruck. Wichtig ist, den eingeschlagenen Weg gemeinsam weiterzugehen und in so einer Phase an sich zu glauben«.

Mit Werder Bremen kommt eine spielstarke Mannschaft nach Mönchengladbach, die von den letzten fünf Auftritten im Borussia-Park keines für sich entscheiden konnte. Den „Fohlen“ wird dennoch auch am kommenden Samstag alles abverlangt werden. »Das ist eine Mannschaft, die in der Champions League Spielt und eigentlich immer zu den spielstärksten Mannschaften in Deutschland gehört«, stellt Borussias Trainer dem aktuellen Champions League-Teilnehmer ein gutes Zeugnis aus.

So hat die Borussia also eine zwar durchaus schwere, jedoch nicht unlösbare Aufgabe vor der Brust und wird dennoch alles versuchen und dransetzten, den ersten Heimsieg einzufahren. »Es ist am Samstag natürlich wieder ein Brocken, der in den Borussia-Park kommt und es ist für uns eine Herausforderung, der wir uns natürlich stellen werden«, sagt Michael Frontzeck und setzt dabei auch auf die stets tolle Unterstützung der Fans.

»Ich denke, dass uns unser Publikum da so helfen kann, wie in den vergangenen sechzehn Monaten, seit dem ich hier bin. Da haben sie uns richtig geholfen. Wir werden alles dafür tun, dass das Heimspiel erfolgreich gestaltet wird. Wir wollen dem Publikum etwas anbieten, dürfen jedoch nicht den Kopf und die Spielkontrolle verlieren«.

Behält die Borussia über 90 Minuten die Spielkontrolle und tritt zu dem so wie im Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg auf, dann ist es durchaus möglich, dass Werder Bremen auch nach dem sechsten Spiel ohne Erfolg bleibt, was den "Fohlen" sicherlich gut zu Gesicht stehen würde...


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