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HomeFohlenelfNews & HintergründeSebastian Schachten: »Ärgere mich, dass ich nicht spielen kann«

Sebastian Schachten: »Ärgere mich, dass ich nicht spielen kann«

 Ein Spiel Sperre für Schachten nach Rot in Hoffenheim

Auch bei der 3:2-Niederlage von Borussia Mönchengladbach gegen die TSG 1899 Hoffenheim zeigte Sebastian Schachten auf der linken Abwehrseite eine mehr als ordentliche Leistung. Neun Minuten vor Schluss musste der 25-Jährige nach einem Foulspiel an Demba Ba mit glatt Rot vom Platz, wonach ihn der DFB nun für das kommende Spiel gegen Werder Bremen gesperrt hat. Wir sprachen mit dem Abwehrspieler über das Spiel im Kraichgau, über seinen Platzverweis und über das Heimspiel gegen Bremen.

Fohlen-Hautnah: Sebastian, über die unnötige Niederlage bei der TSG Hoffenheim geschlafen. Woran lag es…?

Sebastian Schachten: Es kam eins zum Anderen. Wir hatten in Halbzeit eins einige gute Chancen, die wir leider nicht verwertet haben. Nutze ich beispielswiese meine Chance, dann steht es zur Pause 2:0. So fangen wir uns kurz nach der Pause den Ausgleich. Dann wird es natürlich mit dem Publikum im Rücken sehr schwer. Trotzdem ist es natürlich sehr ärgerlich.

Fohlen-Hautnah: Was hat dann in deinen Augen dazu geführt, dass nach guten ersten 45 Minuten unter dem Strich dennoch kein positives Ergebnis heraussprang?

Sebastian Schachten: Wir bekommen direkt nach Wiederanpfiff das Gegentor. Dann folgen später die erste rote Karte, dann das zweite Gegentor und meine rote Karte. So kommt dann an so einem Tag alles zusammen. Das wir so eine zweite Halbzeit spielen, haben wir natürlich nicht eingeplant.

Fohlen-Hautnah: Wie hast du die Situation gesehen, die zu deiner roten Karte führte?

Sebastian Schachten: Ich habe versucht, eine oder auch das Tor zu verhindern. Es ist eine dumme Situation, möchte dazu aber nicht viel sagen. Die sollen andere bewerten. Es ist nicht mehr zu ändern, aber dennoch natürlich sehr ärgerlich. Ich werde mir das aber noch mal in der Analyse genau anschauen.

Fohlen-Hautnah: Nun bist du für ein Spiel gesperrt, wo du mit einigermaßen mit leben kannst…

Sebastian Schachten: Natürlich ärgere ich mich, dass ich am Wochenende nicht spielen kann, weil ich mich gut fühle und dem Verein gerne dabei geholfen hätte, dass wir gegen Bremen gewinnen. Gut ist aber, dass ich nicht allzu lange pausieren muss und im Pokal gegen Leverkusen wieder dabei sein kann.

Fohlen-Hautnah: Den vielen Ausfällen in der Viererkette war es geschuldet oder auch sei Dank, dass du für zwei Spiele in die Startformation gerückt bist und deine Sache mehr als ordentlich gemacht hast. Wie bist du mit deiner bisherigen persönlichen Leistung zufrieden?

Sebastian Schachten: So eine Wertschätzung ehrt mich natürlich. Zufrieden bin ich mit meiner Leistung aber auch nur dann, wenn wir als Mannschaft zufrieden sind. Es bringt mir ja nichts, wenn ich gut spiele, wir aber verlieren. Klar freut es mich, dass ich spielen und versuchen kann, der Mannschaft zu helfen. Ich denke, dass ich das auch ganz gut gemacht habe, aber zufrieden bin ich eben nur dann, wenn wir als Mannschaft Punkte holen und gewinnen.

Fohlen-Hautnah: Nun geht es am Wochenende gegen Werder Bremen. Ärgert es dich besonders, dass du gegen einer deiner Ex-Clubs nicht spielen kannst?

Sebastian Schachten: Natürlich brennt es mir unter den Fingern und ich würde sehr gerne spielen. Das wäre aber gegen jede Mannschaft so. Es ist ja schon etwas her, dass ich dort gespielt habe. Es ist ein Ex-Verein von mir und ich hätte mich natürlich gefreut zu spielen, aber es wäre ein Spiel wie jedes andere gewesen, das ich gewinnen will. Was mich am meisten ärgert ist, dass ich der Mannschaft am Wochenende nicht helfen kann. Wichtiger ist aber, dass wir als Mannschaft gut auftreten und gewinnen.

Fohlen-Hautnah: Neben Juan Arango und zahlreichen anderen Spielern stehst du am Wochenende also nicht zur Verfügung. Vertreten wird dich aller Voraussicht nach Jens Wissing. Personell seid ihr derzeit also etwas dünn gesät...

Sebastian Schachten: Natürlich fehlen uns nun einige Spieler, aber nun können eben die anderen in die Bresche springen. Ich habe in jeden Spieler Vertrauen, der am Samstag aufläuft.  Auch als Roel Brouwers ausfiel, haben wir die Sache gut gelöst. Dafür haben wir einen großen Kader. Ich habe da vollstes Vertrauen, dass auch Jens seinen Job gut machen wird, wenn er spielt. Generell geht es aber eh nie alleine, sondern nur im Mannschaftsverbund.

Fohlen-Hautnah: Wie müsst ihr das Spiel gegen Bremen angehen?

Sebastian Schachten: Unter dem Strich haben wir aus zwei guten Spielen plus eine gute Halbzeit nur zwei Punkte geholt. Das ist natürlich zu wenig. Wir müssen kompakt stehen und so ein Spiel wie gegen Hoffenheim zu Ende spielen. Dann werden wir auch wieder gewinnen.

Fohlen-Hautnah: Was macht dich abschließend zuversichtlich, dass am Samstag der erste Heimsieg gelingt?

Sebastian Schachten: Ich glaube, dass uns Bremen ganz gut liegt. Wir werden in dieser Woche gut trainieren und werden gut vorbereitet sein bzw. in das Spiel gehen. Wenn wir dann gegen Bremen 90 Minuten so auftreten, wie 45 Minuten gegen Hoffenheim, dann ist mir nicht bange, dass wir drei Punkte holen. Ich bin guter Dinge und davon überzeugt, dass wir zu Hause gegen Bremen mit der Unterstützung der Fans, die uns auch in Hoffenheim bombastisch unterstützt haben, den Bock umstoßen werden.


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