Ohne Patrick Herrmann gegen die TSG 1899 Hoffenheim
Am kommenden Sonntag tritt Borussia Mönchengladbach um 17:30 Uhr bei der TSG 1899 Hoffenheim an. Das Spiel in der Rhein-Neckar-Arena ist mit 30.200 verkauften Tickets, darunter rund 2.900 Anhänger des VfL, bereits ausverkauft. Borussias Trainer Michael Frontzeck muss im Kraichgau auch auf Patrick Herrmann verzichten.
Der Youngster hatte sich im Spiel gegen den VfL Wolfsburg eine Bänderüberdehnung mit Muskelquetschung zugezogen und konnte aufgrund dessen bis dato nicht in das Mannschaftstraining einsteigen. »Für Patrick reicht es leider nicht«, bedauerte Michael Frontzeck auf der heutigen Pressekonferenz.
Dazu muss Michael Frontzeck auf fünf weitere seiner Spieler verzichten. Verletzungsbedingt stehen dem 46-Jährigen weiterhin Dante (Infraktion am Fußwurzelknochen), Karim Matmour (Achillessehnenprobleme), Tony Jantschke (Mittelfußbruch) und Christian Dorda (Aufbautraining nach Patellasehnenriss) nicht zur Verfügung. Roel Brouwers ist nach wie vor gesperrt.
Auf der anderen Seite sind alle Nationalspieler wohlbehalten nach Mönchengladbach zurückgekehrt und somit im Kraichgau einsatzbereit. Gleiches trifft auch auf Igor de Camargo zu, der nach überstandender Verletzung gerade beim Testspiel gegen den KRC Genk seine Qualitäten unter Beweis stellte und zudem in der Offensive mit Raúl Bobadilla gut harmonierte.
»Ich werde ihn genau beobachten und mich mit ihm austauschen, wie er sich fühlt. Wir werden da nichts übers Knie brechen, weil wir nach Hoffenheim zwar noch eine normale Woche, dann aber eine mit drei Spielen haben. Da werde ich mir genau durch den Kopf gehen lassen, was Sinn macht und was nicht«, hatte der 46-Jährige unter der Woche gesagt.
Auch drei Tage vor dem Spiel in Sinsheim ließ Frontzeck weiter offen, ob de Camargo am Sonntag sein Startelfdebüt geben wird. »Naturgemäß fehlt ihm nach seiner langen Pause noch die Spritzigkeit, aber das wird kommen, da bin ich mir sicher. Ob das aber jetzt am Sonntag schon passiert oder erst eine Woche später, darf man sich überraschen lassen. Das muss unser Gegner aber auch nicht unbedingt im Vorfeld wissen«.
Dennoch spricht wohl vieles dafür, dass der Brasilianer mit belgischem Pass am Sonntag an der Seite von Raúl Bobadilla in der Offensive beginnen und für Patrick Herrmann in die Anfangsformation rücken wird. Die Position auf der rechten Außenbahn wird dann wohl Marco Reus besetzten, während Juan Arango wie gewohnt auf links beginnen wird.
Ansonsten wird Michael Frontzeck die Elf ins Rennen schicken, die bereits gegen die „Wölfe“ begonnen hatte. Durchaus nachvollziehbar, denn seine Spieler hatten das Vertrauen gerade in den letzten beiden Spielen zurückgezahlt. »Ich bin ohnehin kein Freund der Rotation, wenn man nicht im internationalen Wettbewerb vertreten ist«, so der 46-Jährige.
Doch egal wer am Sonntag in der Rhein-Neckar-Arena aufläuft, die Borussen müssen erneut alles in die Waagschale werfen, um nicht mit leeren Händen die Heimreise antreten zu müssen. »Hoffenheim hat eine gute Mannschaft mit hoher individueller Qualität«, weiß Frontzeck und gibt so gleich die Marschroute der letzten Spiele vor. »Der Schlüssel wird der gleiche sein wie gegen Schalke und Wolfsburg. Wir müssen unsere Stärken an den Tag legen. Das Fundament ist die Kompaktheit und die Geschlossenheit auf dem Platz«.
Es bleibt zu hoffen und zu wünschen, dass die Borussia diesmal besser aus der Länderspielpause kommt und genau wie in den letzten beiden Spielen auftritt. Dann ist etwas Zählbares sicherlich möglich. Ein Dreier in Hoffenheim würde der Borussia gerade aufgrund der derzeitigen Tabellenkonstellation sicherlich mehr als gut zu Gesicht stehen. Der VfL konnte gegen die Truppe von Ralf Rangnick noch keinen Dreier einfahren. Es ist also mal an der Zeit...





