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HomeFohlenelfNews & HintergründeGladbach empfängt Wolfsburg: »Uns wird taktisch einiges abverlangt«

Gladbach empfängt Wolfsburg: »Uns wird taktisch einiges abverlangt«

Kein weiterer Innenverteidiger, de Camargo erstmalig im Bundesligakader

Nach der Punkteteilung „Auf Schalke“ steht für Borussia Mönchengladbach das Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg an, ehe es im Anschluss in die einwöchige Länderspielpause geht. Für das Spiel im Borussia-Park sind bis dato 38.200 Tickets verkauft. Borussias Trainer Michael Frontzeck muss im Spiel gegen die „Wölfe“ nach der Rotsperre von Roel Brouwers seine Abwehrreihe umstellen.

Michael Frontzeck muss im Spiel gegen die Niedersachsen auf fünf seiner Spieler verzichten. Verletzungsbedingt stehen dem 46-Jährigen Dante (Infraktion am Fußwurzelknochen), Karim Matmour (Achillessehnenprobleme), Tony Jantschke (Mittelfußbruch) und Christian Dorda (Aufbautraining nach Patellasehnenriss) nicht zur Verfügung.

Desweiteren muss Borussias Trainer auf Roel Brouwers verzichten. Der Niederländer erhielt im Spiel gegen den FC Schalke 04 die rote Karte und wurde zunächst für vier Spiele gesperrt. Borussia hat jedoch Einspruch eingelegt und hofft nun auf eine Minderung der Strafe. »Wir werden als verein dagegen vorgehen und alles versuchen, dass diese Sperre von vier Spieler kürzer wird«, sagte Michael Frontzeck auf der Pressekonferenz am Donnerstag.

Überhaupt nicht einverstanden zeigte sich Frontzeck mit der Höhe der Sperre. »Für mich ist es absolut nicht nachzuvollziehen, dass ein Roel Brouwers, der in der ganzen letzten Saison eine gelbe Karte bekommen hat und eigentlich ein fairer Spieler ist, für ein seitlich reingrätschendes Foulspiel vier Spiele Sperre bekommt. Es ist aber nun mal so. Wir gehen dagegen vor und ich hoffe, dass es sich der ein oder andere im Kontrollausschuss noch mal überlegt«.

In jedem Fall muss Borussias Trainer jedoch im Spiel gegen die „Wölfe“ auf den Niederländer verzichten, da der Deutsche-Fußball-Bund über den Einspruch erst in der kommenden Woche berät, wie Max Eberl verlauten ließ. So wird es also die Viererkette sein, die bereits nach dem Platzverweis von Roel Brouwers die letzten Minuten in der Veltins Arena bestritt. »Die Abwehr hat sich ja schon in den letzten Minuten in Schalke herauskristallisiert«, so Michael Frontzeck.

Demzufolge werden die Innenverteidiger Bamba Anderson und Kapitän Filip Daems sowie die Außenverteidiger Tobias Levels (rechts) und Sebastian Schachten (links) die Viererabwehrkette bilden. »Für Filip Daems ist die Innenverteidigung kein ungewohntes Terrain und Sebastian Schachten ist deshalb zurückgeholt worden, weil er auf beiden Außenverteidigerpositionen gespielt hat. Von daher werden wir die Abwehr auch wieder so wie in Schalke aufstellen«, verriet Frontzeck.

Ungeachtet der Tatsache, dass dem 46-Jährigen nach dem Ausfall von Dante und Roel Brouwers in Bamba Anderson lediglich ein etatmäßiger Innenverteidiger zur Verfügung steht, wird kein weiterer Innenverteidiger mit in den Kader genommen. Eine gerade gegen die starke Offensive der Wolfsburger vielleicht gewagte Maßnahme »Das lösen wir intern. Roman Neustädter hat über ein Jahr in Mainz unter Jürgen Klopp Innverteidiger gespielt und auch Tobias Levels ist gelernter Innenverteidiger, der umfunktioniert wurde. So habe ich für den Notfall Optionen«, beschrieb Michael Frontzeck.

So wird auch Bernhard Janeczek noch nicht in den Kader rücken. »Bernhard Janeczek, dem ich das natürlich zutraue, ist ein junger Spieler, der aus der A-Jugend kommt. Er hat es gegen Wolfsburg schon im Wintercup eine Halbzeit gut gemacht, aber er war ein halbes Jahr verletzt und braucht noch eine gewisse Zeit. Er wird am Sonntag noch mal bei der U19 spielen und wenn er nicht zur österreichischen Nationalmannschaft berufen wird, dann kann er auch noch mal in Genk ein ganzes Spiel machen, um dann in den nächsten Wochen als Option zu gelten«, erklärte Borussias Trainer.

Positiv sieht es hingegen in Borussias Offensivabteilung aus. Während Mo Idrissou nach seiner Gelb-rot-Sperre wieder in das Aufgebot rücken wird, so wird ein anderer erstmalig in den Bundesligakader der Fohlenelf rücken. Igor de Camargo, der letzte Woche bereits als 19. Mann mit nach Gelsenkirchen gereist war, wird gegen Wolfsburg erstmalig auf der Spielerbank im Borussia-Park Platz nehmen. »Er wird erstmalig zum Kader gehören«, bestätigte Frontzeck.

Auf ein Startelfdebüt wird der Belgier allerdings warten müssen. »Igor kommt lediglich für einen Kurzeinsatz infrage aber auch nur dann, wenn es brennt«, führte Frontzeck fort.  In der kommenden Woche wird der 27-Jährige dann im Testspiel beim KRC Genk eine längere Einsatzzeit erhalten. »Das Spiel wollen wir auch nutzen, um Igor nach langer Zeit mal wieder ein Spiel über 70-80 Minuten zu geben, um dann weiterzuschauen«, gab Frontzeck bekannt.

Ungeachtet der Umbaumaßnahmen im Defensivverbund und wer dort auflaufen wird, wird dieser am kommenden Samstag wohl eine gehörige Portion Arbeit bekommen. »Wolfsburg ist vorne mit Dzeko, Grafite und Diego dahinter natürlich wirklich sehr, sehr gut besetzt«, weiß Frontzeck.

»Wir wollen unser Spiel durchbringen und wir wollen es nicht schwerer machen, als es ist. Es sind auch Menschen mit zwei Beinen und sie kommen nicht mit vier Beinen nach Gladbach. Sie haben natürlich eine außergewöhnliche Qualität. Da kann man es nur im Verbund lösen und nicht ständig im Eins-gegenEins. Es wird taktisch von uns einiges abverlangt. Vom System her spielen sie ähnlich wie Schalke, von daher brauchen wir uns, was das angeht, gegenüber des letzten Spiels nicht groß umzustellen, gibt der 46-Jährige die Marschroute der „Fohlen“ gegen die „Wölfe“ vor.

Will Borussia Mönchengladbach nach dem Punkt „Auf Schalke“ auch gegen den VfL Wolfsburg den Trend weiter nach oben zeigen lassen und weiter in der Spur bleiben, so muss gegen die offensiv starken Niedersachsen sicherlich alles in die Waagschale geworfen werden ,wie auch Michael Frontzeck weiß. »Um erfolgreich zu sein, müssen wir die positiven Dinge, die wir aus dem Schalke-Spiel herausgezogen haben, am Samstag gemeinsam mit unseren Zuschauern auf den Platz bringen«.


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