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HomeFohlenelfNews & HintergründeMax Eberl: »Verfallen auf keinen Fall in Populismus«

Max Eberl: »Verfallen auf keinen Fall in Populismus«

Standpunkte nach Stuttgart - Borussias Sportdirektor

Die 7:0-Niederlage beim VFB Stuttgart hat bei Borussia Mönchengladbach definitiv Spuren und Klärungsbedarf hinterlassen. Am heutigen Sonntagmorgen trafen sich die Verantwortlichen und Mannschaft zur Aussprache im Borussia-Park. Auch Sportdirektor Max Eberl stellte sich den Fragen der zahlreich vertretenden Medienvertretern.

…über eventuelle Konsequenzen nach der höchsten Auswärtsniederlage überhaupt:

»Wir werden jetzt auf keinen Fall in Populismus verfallen und hier alles über den Haufen werfen, was wir uns 15 Monate aufgebaut haben. Wir wissen, dass uns das gestrige Negativerlebnis diese Arbeit der letzten Monate natürlich erschwert, aber trotzdem werden wir jetzt nicht in totale Depressionen verfallen und nicht alles über den Haufen werfen. Wir haben sehr, sehr gut Ansätze und einen stetigen Weg nach oben gehabt. Der eskalierte dann im Spiel gegen Leverkusen positiv«.

…über das starke 6:3 bei Bayer Leverkusen:

»Ich glaube, dieses phantastische Spiel gegen Leverkusen war im Grunde das größte Gift, was uns passieren konnte. Das hat bei vielen Leuten die Erwartungen in Regionen gehoben, die einfach nicht realistisch sind. Vielleicht hat sich das dann auch ein Stückweit in die Köpfe der Spieler implantiert. Das Ergebnis haben wir jetzt in den letzten acht Tagen hart erfahren müssen. Jetzt gilt es, die richtigen Rückschlüsse zu ziehen und am Mittwoch zu reparieren«.

…über die Rückschlüsse der Niederlage gegen Stuttgart:

»Die Rückschlüsse sind relativ einfach. Ich denk mal, bei einem 7:0 ist auch jedem Nicht-Fußballexperten ersichtlich, dass wir nicht als Mannschaft agiert haben, dass wir den falschen Ansatz gewählt  haben und dass wir fußballerisch agieren wollten. Fußballspielen basiert aber auf Arbeit gegen den Ball und dass ist das, was wir gegen Stuttgart absolut haben vermissen lassen«.

»Diese geschlossene Mannschaftsleistung gegen den Ball, dieses Arbeiten, die Zweikämpfe aufzunehmen und eine Mannschaft, die 48 Stunden zuvor Europapokal gespielt hat, in die Zweikämpfe zu zwingen und diese auch gewinnen zu wollen, um darüber hinaus Fußball zu spielen. Man kann nicht den zweiten Schritt machen, wenn man den ersten noch gar nicht gemacht hat«.

…über die Mannschaftssitzung am Sonntagmorgen:

»Zunächst einmal ist unsere Kommunikation ständig - in guten und in schlechten Zeiten. Ich werde jetzt aber nicht sagen, was wir in der Kabine getan haben und wie unsere Sitzung abgelaufen ist. Es war eine normale Mannschaftssitzung, wo man Dinge bespricht. Es ist aber nicht so, dass wir jetzt nach dem 7:0 acht Stunden zusammensitzen und darüber diskutieren«.

»Wir wissen, was in der Mannschaft passiert und wir haben gute Rückschlüsse, die wir jetzt aufarbeiten müssen und wo sich jetzt jeder an die Nase packen muss. Deswegen gibt es keine populistischen Aktionen, bei denen wir jetzt hier Rede und Antwort stehen oder für drei Tage einkasaniert sind. Es sind Dinge, die uns aufgestoßen sind und die werden wir bis Mittwoch aufarbeiten. Dann erwarten wir natürlich eine Reaktion«.

…über das Vorgehen in den kommenden Tagen bis zum Spiel gegen St. Pauli:

»Ich denke, dass sind ganz normale Abläufe, die jetzt passieren. Wir haben jetzt in acht Tagen zwei richtige Niederlagen kassiert und natürlich spricht man darüber und geht nicht zur Tagesordnung über. Das geht nicht. Genauso kann man nach dem 6:3 gegen Leverkusen nicht direkt zur Tagesordnung übergehen. Auch das muss man aufarbeiten. Da sind eben bei der Aufarbeitung oder in den Köpfen einiger Dinge passiert, die einfach für uns momentan fatal sind. Das müssen wir ganz schnell wieder aus den Köpfen herausbekommen«.

»Ich kann immer nur das gleiche sagen - wir wollten gegen Frankfurt und Stuttgart Fußballspielen. Nein, die Basis ist und war auch gegen Leverkusen eine andere. Die müssen wir finden, denn das hat uns 15 Monate stark gemacht. In einer Woche mussten wir da nun viel Tribut zollen, das heißt, das was wir uns aufgebaut haben, ist ein Stückweit nach hinten getreten. Das können wir uns aber wiederholen. Die Mannschaft hat nicht nur einmal oder zweimal sondern sehr, sehr oft bewiesen, was sie kann und sie weiß, was ihre Basis ist«.


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