Borussias Trainer nach Remis gegen Nürnberg nicht gänzlich unzufrieden
Nach dem Unentschieden gegen den 1.FC Nürnberg schaute man bei Borussia Mönchengladbach in Gesichter, die eine gemischte Gefühlslage erkennen ließen. Irgendwie hatte man sich gerade aufgrund der Tatsache, dass man im heimischen Borussia-Park in die Saison starten konnte, mehr erhofft. Doch schlussendlich musste man sich mit einem Punkt zufrieden geben. Dies sah auch Borussias Trainer Michael Frontzeck so.
»Nürnberg hat es in den ersten 20 - 25 Minuten sehr gut gemacht. Da sind wir sehr, sehr schwer ins Spiel bekommen und haben die Nürnberger spielen lassen«, musste Michael Frontzeck zugeben. Nach einer guten Anfangsphase überließ die Borussia dem Gast aus Nürnberg das Feld und brachte wenig zustande. »Mir hat da nicht gefallen, dass die Abstände in den einzelnen Mannschaftsteilen zu weit auseinander lagen. Deshalb hatte Nürnberg im Mittelfeld immer Überzahl. Das haben sie ausgenutzt«, monierte der 46-Jährige.
Teilweise agierte seine Mannschaft dabei zu statisch und operierte oftmals mit langen Bällen, anstatt weiter mit schnellen Spielzügen den Zug vor das Tor der Franken zu suchen. »Wir sind ja nicht alleine auf dem Platz. Es ist immer ein Gegner da, der versucht, das zu unterbinden. Das hat Nürnberg geschickt gemacht. Wir hatten gute Momente und gute Situationen, aber Respekt der Nürnberger Mannschaft, die die Räume gut zugestellt haben«, befand Frontzeck.
Folgerichtig brachten sich die Franken in Minute 14 in Front. »Nürnberg ist verdient mit 1:0 in Führung gegangen«, sagte Frontzeck. Doch die Fohlen steckten nicht auf und kämpften sich in die Partie zurück. Mo Idrissou sorgte nach gut einer halben Stunde für den Ausgleich. »Mo hat das Tor sehr clever und abgebrüht gemacht. Er hat ein gutes Spiel abgeliefert und ist in einer guten Verfassung«, lobte Frontzeck seinen Schützling.
»Wir haben eine Reihe von guten Stürmern, Igor de Camargo wird in absehbarer Zeit zurückkommen, sodass es dann letztendlich nur eine Frage ist, wer am besten zu wem passt. Von daher mache ich mir da eigentlich wenig Gedanken«, ist dem Borussia Trainer gerade im Offensivbereich auch in Zukunft nicht bange.
Offensiv setzte sich der VfL gerade in der Schlussphase in Szene, wurde dabei jedoch wie zuvor des Öfteren vom Unparteiischen Peter Gagelmann zurückgepfiffen. »Es ist im Nachhinein zwar immer müßig darüber zu diskutieren, ob alle Abseitsentscheidungen richtig waren, aber ich hatte das Gefühl, das die Fahne gehoben wurde, sobald ein Angriff auf das Nürnberger Tor rollte«, haderte Frontzeck und gab zu bedenken, dass »das natürlich auch nicht förderlich für uns war«.
Bis zum Abpfiff hatten die Profis der Gladbacher Borussia allerdings alles in die Waagschale geworfen, um als Sieger vom Platz zu gehen. »Der Mannschaft mache ich keinen Vorwurf, denn sie hat bis zur letzten Sekunde alles reingeworfen und noch mal allen Druck der Welt aufgebaut. Sie hat zusammen mit dem fantastischen Publikum, das auch bis zum Schluss in der Partie war, alles abgerufen«, honorierte Frontzeck.
Trotz einiger guter Möglichkeiten sollte dennoch kein weiterer Treffer mehr gelingen und so blieb es am Ende bei der in Ordnung gehenden Punkteteilung. »Es ist natürlich schade, dass nur ein Punkt herausgesprungen ist. Aufgrund der zweiten Halbzeit hätten wir das Spiel eigentlich gewinnen müssen, aber unter dem Strich muss man mit dem Punkt leben«, sagte Frontzeck.
Dabei hatte der Borussia Coach auch im Sinn, dass Logan Bailly eine Viertelstunde vor Ende klasse gegen Julian Schieber parierte. »Das Spiel hätte auch anders laufen können. Wenn es jedoch dumm läuft, macht Julian Schieber das Ding rein und verlierst dann das Spiel. Unter dem Strich darfst du dich nicht beschweren, wenn du dann Unentschieden spielst«.
Gänzlich unzufrieden war der 46-Jährige also nicht und gab seiner Mannschaft so nach dem Auslaufen bis Dienstag frei wohlwissend, dass das kommende Auswärtsspiel gegen Bayer Leverkusen erst am kommenden Sonntag ansteht. »Die Mannschaft hat in den letzen Wochen sehr intensiv und hart gearbeitet. Von daher haben wir uns entschlossen, ihr auch zwei Tage frei zu geben«.
Danach gilt es, den Fokus auf das Spiel bei der starken Bayer-Elf zu legen. Die Partie gegen den ‚Club‘ hat gezeigt, dass es noch an dem ein und anderen Defizit zu arbeiten gilt. Dieser Auffassung ist auch Michael Frontzeck. »Es gibt für uns noch viel zu tun«.





