Fragezeichen hinter Logan Bailly, Personalplanungen abgeschlossen
Endlich geht es los. Am kommenden Wochenende startet die Fußballbundesliga in die 48.Saison. Für Borussia Mönchengladbach beginnt diese am Samstag mit dem Heimspiel gegen den 1.FC Nürnberg. Während für das Spiel im Borussia-Park bisher rund 40.000 Karten abgesetzt sind, so rechnet der VfL mit etwa 42.000 Zuschauern. Borussias Trainer Michael Frontzeck hat aktuell noch mit personellen Fragezeichen zu kämpfen.
Für das Spiel gegen den Club stehen dem 46-Jährigen in jedem Bernhard Janeczek (Aufbautraining nach Knöchelbruch und Riss des Syndesmosebandes), Christian Dorda (Aufbautraining nach Patellasehnenriss) und Igor de Camargo (nach Bänder- und Kapselverletzung am Sprunggelenk im Aufbautraining) nicht zur Verfügung.
Letzterer ist jedoch auf einem guten Weg, bald sein Pflichtspieldebüt im Borussiatrikot zu geben. »Igor de Camargo ist auf einem sehr, sehr guten Weg. Er hat jetzt acht, neun Tage mit der Mannschaft trainiert und es ist absehbar, dass er in kurzer Zeit wieder hinzustoßen wird«, gab Michael Frontzeck bekannt.
Unterdessen ist der Einsatz von Logan Bailly nach wie vor zwar fraglich, jedoch scheint nicht gänzlich ausgeschlossen, dass der Belgier zum Bundesligaauftakt zwischen den Pfosten steht. »Logan hat gestern und heute Morgen mit Uwe Kamps trainiert. Bei ihm warte ich noch bis morgen ab, wie er die Belastung verarbeitet. Dann werde ich mich entscheiden. Es sieht allerdings recht positiv aus«, so Frontzeck.
Gleiches gilt für Raúl Bobadilla, der nach seinem entzündeten Nerv unter dem linken Fuß in den vergangenen Tagen wieder problemlos trainieren konnte. »Raúl hat seit Mitte dieser Woche normal mittrainiert und hat dabei einen guten Eindruck hinterlassen. Es ist nicht abwegig, das er genau wie Logan gegen Nürnberg im Kader steht«, ließ der 46-Jährige durchblicken.
So wird es aller Voraussicht nach im Gegensatz zum Pokalauftritt im Erzgebirge keine großen Veränderungen im 4-4-2 System geben. Klar ist jedoch, dass Juan Arango, der nach seinen Reisstrapazen vom Länderspieleinsatz mit Venezuela gegen Aue pausiert hatte, wieder in die Startelf rücken wird. »Ich bin froh, dass wir das so durchgezogen haben. Juan hatte Zeit, sich zu erholen und ihm hat die Pause gut getan. Er hat eine normale Trainingswoche hinter sich gebracht und ich hoffe für uns alle, dass er am Wochenende ein gutes Spiel macht«, so Michael Frontzeck.
Hilfe für einen kleinen Borussen
Für den Venezolaner wird wohl Patrick Herrmann zunächst auf der Bank Platz nehmen. Unterdessen sieht der Borussia Coach seine Mannschaft für den Bundesligastart gerüstet. »Ich denke, dass wir uns gut vorbereitet haben und mit einem guten Gefühl in dieses Spiel reingehen können«, sagt Frontzeck. Gerade das gewonnene Pokalspiel in Aue gibt durchaus Nährboden für das berechtigte gute Gefühl.
Dennoch warnt der 46-Jährige vor allzu großer Euphorie. »Aue war nach den ganzen Freundschaftsspielen eine schwierige Prüfung. Von daher wissen wir, dass wir in einer guten Verfassung sind. Das Pokalspiel hat gut ausgesehen, aber man sollte die Kirche im Dorf lassen. Bei allem Respekt - es war nur Aue«, gibt Frontzeck zu bedenken. »Der 1. FC Nürnberg ist ein anderes Kaliber. Das erste Bundesligaspiel immer eine Unbekannte. Du weißt da immer noch nicht ganz genau, wo du stehst«.
So werden weder die Spieler noch Trainer Michael Frontzeck die Franken unterschätzen. »Nürnberg hat seine Stärken sicherlich im Konter- und schnellen Umschaltspiel. Die Mannschat hat Qualität nach vorne. Da müssen wir vom Kopf her wieder ganz klar strukturiert sein. Wir wissen, was auf uns zukommt«, sieht der 46-Jährige seine Mannschaft gut gerüstet.
Unterdessen hat die Borussia ihre Personalplanungen abgeschlossen und wird demnach nicht mehr auf dem Transfermarkt aktiv. »In Sachen Verpflichtungen sind unsere Planungen in jedem Fall abgeschlossen«, gibt Max Eberl bekannt. Auf der anderen Seite könnte es in den verbleibenden zwölf Tagen der laufenden Transferperiode noch den einen oder anderen Abgang geben.
Dieses betrifft Jan-Ingwer Callsen-Bracker, Paul Stalteri und Gal Alberman. Mit allen dreien plant der VfL nicht mehr. »Im Fall der drei Spieler, wo wir gesprächsbereit sind, haben wir sehr offen kommuniziert. Da kommt jetzt Bewegung rein«, so der Sportdirektor.
Für Borussia Mönchengladbach beginnt nun also am Samstag auch in der Bundesliga der Ernst des Lebens. Übermäßig voll ist die Hütte zwar nicht, dennoch werden auch die Fans mit einer gewissen Erwartungshaltung in die neue Saison gehen.
Die Borussia hat sich auf die Fahne geschrieben, das Wort „Abstieg“ nicht mehr in den Mund zu nehmen und sich weiter zu stabilisieren bzw. Schritt für Schritt zu verbessern. So wünscht sich auch der Coach, dass die Fans diesen Weg mitgehen und ihre Erwartungen nicht allzu hoch schrauben. »Es wäre toll, wenn die Erwartungen realistisch wären«.





