Borussia nach Sieg gegen Berlin mit Selbstvertrauen ins Erzgebirge
Mit 4:1 gewann Borussia Mönchengladbach das letzte Testspiel der Vorbereitung bei Zweitligist Union Berlin und scheint somit für die kommende Pokalaufgabe beim FC Erzgebirge Aue gut gewappnet. Im gestrigen Spiel im Stadion an der „Alten Försterei“ hinterließen die ‚Fohlen‘ jedenfalls einen guten Eindruck.
Vor allen Dingen in Sachen Effektivität zeigten sich die Borussen gegen den Zweitligisten gnadenlos effektiv. Vier Chancen und drei Tore standen nach dem ersten Durchgang zu Buche. »Gladbach hat eine gute Qualität. Was heute den Unterschied gemacht hat, war die Effektivität. Gladbach hat die Torchancen eiskalt ausgenutzt und wir eben nicht«, musste Unions Neuzugang Jerome Polenz zugeben.
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Vieles ging beim VfL über die starke rechte Seite, die an allen vier Toren beteiligt war. Ich glaube, dass wir mit dem Spiel sehr zufrieden sein können. »Das letzte Tor war sehr unglücklich, denn man will dann natürlich auch zu null spielen, aber ich denke, dass wir über 90 Minuten ein gutes Spiel abgeliefert haben«, zeigte sich Thorben Marx zufrieden.
Immer wieder setzten Tobias Levels und auch Marco Reus den Kameruner in Szene. Gerade auch in Berlin zeigte sich, dass der 30-jährige längst angekommen und schnell ist. »Mo war sehr offen und ist sofort in die Mannschaft rein gekommen. Das hilft natürlich auch. Wir wissen, dass er Tore schießen kann. Er hat den Torriecher und stand auch heute des Öfteren richtig. Ich hoffe natürlich, dass er das auch in der Saison auch schafft«, ist Marx von dem Stürmer überzeugt.
Spielte der Kameruner in Mondorf gegen die Nationalmannschaft von Luxemburg noch auf der linken Seite, so agierte er in Berlin im Sturmzentrum. Beide Male sprangen drei Tore heraus. Durchaus ein gutes Zeichen dafür, wie und das der 30-jährige flexibel einsetzbar ist.
»Eine Lieblingsposition gibnt es nicht. In Luxemburg habe ich auf der Außenposition gespielt und habe alle drei Tore gemacht, heute habe ich in der Mitte gespielt und habe auch dreimal getroffen. Ich bin ein Stürmer und sehe mich schon in der Zentrale, aber sollte mich der Trainer auf links aufstellen, spiele dort natürlich auch. Ich bin ein Typ, der einfach spielen, der auf dem Platz immer kämpfen und Tore machen will. Das habe ich im Kopf. Schließlich bin ich nach Gladbach gekommen, um Tore zu schießen. Ich bin froh, dass es jetzt so gut klappt«, so Idrissou, der zumindest in diesen Tagen mit guten Leitungen auf dem Platz und guten Schlagueilen neben dem Platz auf sich aufmerksam macht.
Der Kameruner hat sich also gerade in den letzten beiden Testspielen nachhaltig für einen Platz von Beginn an empfohlen und Michael Frontzeck eine Entscheidung nicht einfach gemacht. Während Marco Reus, der von dem Internetportal ‚Goaldribbler‘ mit seinem Tor gegen den 1.FSV Mainz 05 zum Torschützen der Saison ausgezeichnet wurde und dafür nach dem Spiel in Berlin einen kleinen Pokal überreicht bekam, am kommenden Mittwoch auf sein Länderspieldebüt im hoffen darf, so ist das Thema Nationalmannschaft zumindest derzeit für Mo Idrissou, dessen Land Kamerun am Mittwoch ebenso im Einsatz ist, kein Thema mehr.
»Das Thema Nationalmannschaft ist für mich nach der WM abgehakt. Ich möchte darüber auch nicht mehr reden und habe die Nationalmannschaft auch nicht mehr im Kopf. Ich weiß nicht, ob es in ein oder zwei Jahren wiederkommt, aber im Moment ist das Thema abgehakt. Ich konzentriere mich auf die Borussia und möchte für den Verein alles geben«, gab der 30-jährige klar zu verstehen. Marco Reus hingegen freut sich auf seine Nominierung zur Nationalmannschaft. »Ich habe mich natürlich riesig darüber gefreut, die Chance bekommen zu haben und freue mich dabei zu sein. Nun fieber ich dem Ganzen entgegen«.
Der übrige Teil der Mannschaft wird ab Dienstag in Abwesenheit von Juan Arango, Michael Bradley, Logan Bailly und Karim Matmour die Vorbereitung für das DFB-Pokalspiel beim FC Erzgebirge Aue aufnehmen.
Die Truppe jedenfalls scheint gerüstet, wie Thorben Marx befindet. »Nächste Woche geht es im Pokal um sehr viel. Aue ist ein unbequemer Gegner, aber wir gehen trotzdem davon aus, dass wir eine Runde weiter kommen. Ich denke, dass wir jetzt mit Selbstvertrauen in die erste Aufgabe gehen können«.
Wenngleich die Aufgabe im Erzgebirge alles andere als auf die leichte Schulter zu nehmen ist, so würde ein Ausscheiden sicherlich eine herbe Enttäuschung darstellen. Mo Idrissou jedenfalls, ist von einem Weiterkommen überzeugt. »In der nächsten Woche wartet auf uns mit Aue ein guter Gegner, der schwer zu spielen ist. Ich bin aber davon überzeugt, dass wir eine Runde weiterkommen. Da haben wir eigentlich keine andere Wahl, denn wir sind dazu als Erstligist verpflichtet. Wir wissen, was wir können und dass der Pokal nicht einfach ist, aber wenn wir so wie heute spielen, dann werden wir weiterkommen«.
Die Mannschaft wird sicherlich alles dafür tun, wie Michael Frontzeck nach dem Spiel bei Union Berlin zu verstehen darf. Schließlich beginnt in Aue der Ernst des Lebens. »Ich bin schon zu lange dabei, um nicht zu wissen, was uns nächste Woche in Aue im Pokal erwartet. Darauf werden wir uns vorbereiten. Wie auch immer es dort ausgeht, eines kann ich schon versprechen: Es kann an vielen Dingen liegen, aber nicht an der Einstellung der Mannschaft«. Durchaus von Nöten, denn schließlich beginnt in Aue der Ernst des Lebens...





