Die Stimmen nach dem Sieg gegen den FC Liverpool
Nicht nur für die Fans war das Spiel gegen den FC Liverpool etwas Besonderes. Auch die Spieler von Borussia Mönchengladbach hatten sich auf den Vergleich mit dem ruhmreichen Club aus England gefreut, mit dem es in den 70er Jahren packende Duelle gegeben hatte. Nach dem verdienten 1:0-Sieg schaute man in durchweg positive Spielergesichter.
»Zu Hause gegen solch einen Gegner 1:0 zu gewinnen ist schon richtig gut. Zwei Wochen vor dem harten Test in Aue haben wir sicher gezeigt, dass wir unsere Schwierigkeiten heute zur Seite legen konnten«, befand Mo Idrissou, der angesprochen auf die Atmosphäre im Borussia-Park wie so oft ins Schwärmen geriet. »Ich kenne es ja bereits aus den letzten zwei Jahren, in diesem Stadion zu spielen. Hier ist fast immer volles Haus und eine super Stimmung. Im richtigen Trikot fühlt sich das auch super an«.
Erstmals absolvierte der Kameruner für den VfL ein Spiel über die volle Distanz und agierte dabei an der Seite von Karim Matmour in der Offensive. »Ich bin noch keine vier Wochen hier. Ich muss mich reinspielen und mich an die neue Taktik und die Mitspieler gewöhnen aber ich denke, dass klappt schon ganz gut. Das Zusammenspiel mit Karim und Marco hat heute gut geklappt. Wir haben gute Stürmer, die richtig Qualität haben«, so der 30-jährige, der sich auch in den Augen von Michael Frontzeck in das Spiel »gut eingebracht« hat.
»Mo Idrissou ist ein total lustiger Typ, mit dem man gut auskommt und ich denke, dass es mit ihm auch eine sehr erfolgreiche Saison wird. Mo geht die Wege mit, er bietet sich an und ist sehr lauffreudig. Er macht das, was der Trainer vorgibt und ich denke, dass ist das Wichtigste«, charakterisiert Marco Reus seinen Mitspieler.
Das zweite Jahr ist bekanntlich mitunter das schwerste, doch absteigende Form ist bei Marco Reus in diesem Jahr bisher wenig zu sehen. Im Gegenteil, der Shootingstar der letzten Saison überzeugt auch in diesen Tagen, wie im Spie gegen Liverpool, durch gute Leistungen.
»Ich wüsste nicht, warum ich in ein Loch fallen sollte. Ich versuche immer mein Spiel zu spielen. Man kann sich immer verbessern, man muss nur den Willen und den Ehrgeiz dafür haben. Ich werde alles dafür tun mich weiter zu verbessern«, sagt der 21-jährige, für den das Spiel gegen die Reds etwas Besonderes war. »Liverpool war ein tolles Erlebnis für mich, wobei ich das Ganze sicherlich erst in ein paar Tagen realisieren werde«.
Anders sieht die Sache bei Roman Neustädter aus, der sich in diesen Tagen immer besser zurecht findet und im Spiel gegen den FC Liverpool zu überzeugen wusste. Michael Frontzeck hatte ihm so etwas wie eine Feuertaufe vor großer Kulisse gegeben. Diese hat er durchaus verstanden.
»Für mich als junger Spieler war dieses Spiel natürlich etwas Besonderes. Ich durfte von Anfang an mit der Truppe ran, wobei das zweitrangig war, denn ich wollte mich auf meine Leistung konzentrieren und da war es mir egal, gegen wen wir spielen. Vorher hätte ich nicht gedacht, dass ich gegen Liverpool zum Einsatz komme. Ich denke, der Trainer wollte mich heute mal vor einer Kulisse sehen. Ob ich interessant bin wird sich zeigen«, sagt Neustädter, der weiter am Ball und sich anbieten will.
»Ich werde weiter meine Leistung auch im Training zeigen und dann werden wir sehen. Ein Spiel reicht natürlich nicht, ich muss weiter Gas geben und alles abrufen. Die Mannschaft und die Spieler respektieren mich immer mehr und mein Auftreten im Gegensatz zum Vorjahr hat sich geändert, weil ich auch mehr aus mir rausgehe und die Bälle fordere. Man kann sagen, dass ich etwas Anlaufzeit brauchte und dass sich meine heutige Einstellung geändert hat«.
Ein anderer ist dagegen auf einem guten Wege, in das Mannschaftstraining zurückzukehren. Für die abschließenden Testspiele reicht es jedoch bei Igor de Camargo noch nicht. »Ich glaube und hoffe, dass ich in ein bis zwei Wochen wieder fit bin, mit der Mannschaft trainieren und ihr helfen kann«.





