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Michael Frontzeck: »Sind noch nicht bei 100 Prozent«

Nach dem Sieg gegen Liverpool: Noch einige Dinge zu tun für Borussia

Mit dem Testspiel gegen den FC Liverpool hatte Borussia Mönchengladbach am Wochenende des 110.Geburtstag den Höhepunkt der Saisoneröffnung. Durch das frühe Tor von Karim Matmour ging der VfL nach einer ansprechenden Leistung, wenngleich noch nicht alles rund lief, als verdienter 1:0-Sieger vom Platz. Michael Frontzeck zeigte sich nach dem Spiel grundlegend zufrieden.

Alles war alles angerichtet für einen schönen Fußballnachmittag, den Borussia auch den Fans zum Tag des 110.Geburtstags geschenkt hatte. »Ich denke, dass wir einen schönen Nachmittag erlebt haben. Diese Partie war ein kleines Dankeschön an die Zuschauer, die sich schon so lange ein Spiel gegen Liverpool gewünscht haben  Die Stimmung war für ein Freundschaftsspiel natürlich außerordentlich«, so Michael Frontzeck.

»Ich glaube, dass wir das Spiel unter dem Strich verdient gewonnen haben«, sagte Frontzeck, der dem Sieg dennoch kein allzu großes Gewicht geben wollte. »Ich weiß natürlich, dass so ein Spiel in drei Monaten  anders aussehen würde. Es war ein Freundschaftsspiel, nicht mehr und nicht weniger«.

Zuvor hatte der 46-jährige die 90 Minuten zuvor genau hingeschaut und bei seinen ‚Fohlen‘ sowohl einiges Gutes als auch noch etwas Sand im Getriebe gesehen. »Ich denke, dass wir schon gute schon gute Kombination hatten und der Ball gut gelaufen ist. Wir sind noch nicht bei 100 Prozent und so waren noch gewisse Abstimmungsprobleme da. Mir war wichtig, dass wir über die 90 Minuten insgesamt sehr sicher gespielt und gestanden haben. Zudem haben wir vier, fünf, sechs gute Kombinationen nach vorne gespielt, wo dann schlussendlich der letzte Pass oder ein paar Zentimeter gefehlt haben. Das sind die Sachen, an denen wir arbeiten wollen«.

Arbeiten wird Michael Frontzeck in den beiden kommenden Wochen also am Feinschliff seiner Mannschaft, in der Karim Matmour und Mo Idrissou gegen den FC Liverpool erstmals von Beginn an zusammen aufliefen. »Mo hat mit Karim vorne sein erstes Spiel gemacht. Da kann natürlich nicht alles funktionieren, aber unter dem Strich denke ich, war das eine ansprechende Leistung gegen eine gute Mannschaft. Mo war sehr bemüht und viel unterwegs. Er hat sich gut eingebracht«, lobte Frontzeck den Kameruner.

Auch Sturmpartner Karim Matmour konnte mit seinem Siegtreffer weiter auf sich aufmerksam machen. »Karim gehört ja nicht zu den torgefährlichsten Spielern der Liga, aber das hat er gerochen. Jetzt hat er zweimal hintereinander das Siegtor gemacht und ich hoffe, dass ihm das auch für unsere ersten schweren ersten Aufgaben Auftrieb gibt. Er ist in einem guten Zustand«, befand Frontzeck, der gleichzeitig auch zu den in den letzten Wochen oft berichteten vermeintlichen Wechselabsichten des Algeriers Stellung bezog.

»In welchem Raum steht das? So lange ein Spieler nicht zu mir in die Kabine kommt und sagt, Trainer, ich möchte gerne den Verein verlassen und so lange kein Verein zur Geschäftsführung geht und sagt, hier habt ihr Geld, können wir den Spieler haben, so lange brauche ich mir keine Gedanken zu machen. Beides ist nicht eingetreten und von daher ist dieser Raum wahrscheinlich luftleer«.

Ebenso wenig hegt Roman Neustädter Wechselabsichten. Der 22-jährige kam im vergangenen Sommer aus Mainz nach Gladbach und findet sich nach anfänglichen Eingewöhnungsschwierigkeiten immer besser zurecht.

Nach guten Leistungen in der Vorbereitung zeigte der Mittelfeldspieler an der Seite von Michael Bradley 68 Minuten eine ansprechende Leistung. »Roman ist ein junger Spieler, der eine gewisse Anlaufzeit gebraucht hat. Er ist schon in der Rückrunde der letzten Saison sowie in der U23 besser aufgetreten und hat eine gute Vorbereitung gespielt. Bei Roman wollte ich gerne mal vor 50.000 Zuschauern sehen, was er im Stande ist zu leisten und ich denke, dass er die Aufgabe gut gelöst hat und ein stückweit näher herangekommen ist«, zeigte Frontzeck mit dem Youngster zufrieden.

Nach dem heutigen freien Tag werden die 'Fohlen' und Michael Frontzeck ab morgen (09:30 Uhr) so langsam aber sicher den Endspurt der Vorbereitung einläuten und noch an der einen oder anderen Stellschraube drehen. »Wir haben noch zwei Wochen vor uns, die wir gut nutzen wollen und wo wir an einigen Dingen arbeiten müssen und auch werden, um dann gegen Aue auf dem Punkt fit zu sein«, so Frontzeck.

Dazu stehen in dieser Woche mit den Spielen gegen die A-Nationalmannschaft von Luxemburg (Mittwoch) und gegen Union Berlin (Samstag) zwei weitere Tests auf dem Programm.


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