Der 21-Jährige spielt in der kommenden Saison beim SV Sandhausen
In der kommenden Saison wird Torhüter Frederic Löhe in der 3.Liga Profiluft schnuppern. Während Youngster Marc-André ter Stegen seinen ‚angestammten‘ Platz bei der U23 einnehmen wird, so wird der 21-jährige, dessen Vertrag bei der Borussia vor wenigen Wochen bis Juni 2012 verlängert wurde, für ein Jahr an den SV Sandhausen ausgeliehen. Wenngleich sich Löhe auf die Aufgabe freut, so sieht er den Wechsel alles andere als einen Abschied an.
Mit der Vereinbarung, nun den nächsten Schritt zu machen und die Entwicklung voranzupreschen wird Borussias dritter Torhüter, der bisher primär in der U23 der Jungfohlen zum Einsatz kam, nun zu Drittligist SV Sandhausen wechseln. »Das ist genau die Lösung, die uns gemeinsam mit Freddi vorgeschwebt hat. Er kommt dort in einen guten Verein, bei dem er auf hohem Niveau Spielpraxis sammeln kann«, so Borussias Sportdirektor Max Eberl.
Der letztjährige Tabellenvierzehnte strebt den sicherlich nicht einfachen Aufstieg in die 2.Bundesliga an. Um dieses Ziel zu erreichen, hat der Club aus Baden-Württemberg zahlreiche neue Spieler unter Vertrag genommen. So auch Frederic Löhe, der trotz der Verpflichtung des ehemaligen Bundesliga Torhüters Daniel Ischdonat, als Nummer eins in die Saison geht. »Sandhausen hat mir von vornerein klargemacht, dass sie mich unbedingt haben wollen, und das als klare Nummer Eins haben. Darüber und auf die Aufgabe freue ich mich sehr«, strahlt Löhe.
»Ich möchte mit der Mannschaft um den Aufstieg in die 2.Liga mitspielen und es schaffen«, sagt Löhe, dem vor dem Sprung in Liga 3 nicht bange ist und der mit Selbstbewusstsein an die Aufgabe herangeht. »Natürlich muss ich jetzt meine Leistung zeigen, aber darüber, dass es nicht so kommen sollte, mache ich mir keine Gedanken. Ich denke auch, dass der Schritt von der Regionalliga zur 3.Liga gewaltig ist, jedoch habe ich jetzt drei Jahre täglich mit den Profis trainiert, was beispielsweise ein Oliver Stang leider nicht konnte. Deswegen denke ich, dass ich mich schon auf einem guten Niveau befinde und der Aufgabe gewachsen bin«.
»Frederic ist sicherlich ein gut ausgebildeter Torhüter mit entsprechenden Fähigkeiten, die er sich in den letzten Jahren unter und mit Uwe Kamps erworben hat. Er möchte nach oben, ist ambitioniert und ehrgeizig«, lobt Berater und Bruder Michael Löhe seinen Schützling. So wird Frederic Löhe sicherlich auch an der Seite vom zweiten und erfahrenen Torhüter Ischdonat, der gleichzeitig als Torwarttrainer verpflichtet wurde, einiges für die Zukunft mit auf den Weg bekommen.
In Sandhausen trifft Löhe auch auf den Ex-Borussen Tim Rubink, der zur neuen Saison von Bayer Leverkusen II an den Rhein-Neckar-Kreis wechselt. Wenngleich der 22-jährige aufgrund eines Kreuzbandrisses wohl erst zur Rückserie in das Geschehen eingreifen wird, so haben sich die zukünftigen Mannschaftskollegen bereits ausgetauscht.
»Ich habe natürlich schon mit Tim gesprochen. Er hat meinen positiven Eindruck von sandhausen absolut bestätigt. Natürlich ist es schade, dass er verletzt ist, aber freue mich drauf, ihn zu sehen und mit ihm beim SV Sandhausen zu spielen«, berichtet Löhe.
Viel Zeit, um sich nach der Saison zu erholen, bleibt dem 21-jährigen indes nicht, denn bereits in zwölf Tagen, genauer gesagt am 06. Juni, startet der SV Sandhausen in die Vorbereitung auf die neue Saison. Demzufolge wird sich Löhe zunächst auch nicht gänzlich häuslich niederlassen. »Ich werde zunächst ein Hotel beziehen, bis ich eine schöne Wohnung gefunden habe und diese beziehen kann«.
Dem sympathischen Torhüter ist es in jedem Fall zu wünschen und zu gönnen, dass er sich in Sandhausen durchsetzt und in seiner Entwicklung einen weiteren Schritt nach vorne macht. Sebastian Schachten jedenfalls hat es mit seinem Ausleihgeschäft zum SC Paderborn vorgemacht ... Es bleibt also abzuwarten, ob der Youngster dann nach Gladbach zurück kommt, um bei Borussia anzugreifen und zu Einsätzen kommt. Die Chancen scheinen dahingehend nicht schlecht zu stehen, denn »man möchte langfristig mit ihm planen«, berichtet Michael Löhe.
Für den Torhüter jedenfalls stellt der Wechsel aktuell lediglich einen Abschied auf Zeit dar. »Ich bin Borussia auf jeden Fall für alles dankbar. Jedoch habe ich ja immerhin noch Vertrag bis 2012 und deswegen ist es ja eher ein ‚Bis bald‘ und kein Abschied ...«.





