Borussen fällt nach dem ersten Heimsieg ein Stein vom Herzen
Erleichterung bei Borussia Mönchengladbach. Mit dem 2:1-Sieg gegen den FC Schalke 04 können die Borussen endlich den Titel Heimschlaffies ad acta legen und haben gerade aufgrund der Ergebnisse der Konkurrenz wieder neue Hoffnung im Kampf um den Klassenerhalt geschöpft. Den Protagonisten fiel demzufolge nach den 90 Minuten ein Stein vom Herzen.
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| Marco Reus erzielt den Ausgleich zum 1:1 gegen Schalke (Foto: Dirk Päffgen / Fohlen-Hautnah.de) |
Gerade einmal 83 Sekunden waren gespielt, da musste Borussias Keeper Logan Bailly schon hinter sich greifen. Ex-Borusse Peer Kluge hatte nach dem Belgier eingeschenkt. »Es ist immer Scheiße, wenn du in den ersten Minuten ein Tor bekommst«, grummelte Bailly, der erstmals seit der Niederlage gegen Werder Bremen wieder das Tor des VfL hütete.
Der oftmals Effekt des Trainerwechsels schien dahin und die Borussen am Boden. Doch weit gefehlt. Die „Fohlen“ nahmen das Heft in die Hand und galoppierten selbstbewusst nach vorne. »Die Mannschaft hat sehr gut reagiert und dann schnell das 1:1 gemacht«, sagte Borussias Schlussmann. »Wir müssen lernen, immer mit schwierigen Situationen umzugehen. Das haben wir nach dem frühen Rückstand gemacht, Wir haben den Kopf oben behalten, gekämpft und ein gutes Spiel gemacht. Das war super«, sagte Dante, dem vor dem Gegentor ein Fehler unterlaufen war.
In der Tat brachten die Borussen alles andere als ein, sondern schlugen umgehest durch Marco Reus zurück. Die „Rakete“ sorgte in der Offensive für Wirbel und bildete dabei mit Mo Idrissou ein harmonisches Duo. »Bereits am Anfang der Saison habe ich ja schon mal mit Mo in dieser Konstellation gespielt. Mo ist ein großer Spieler, der Kopfbälle gewinnen kann und der auch am Boden sehr gut spielt«, sagte Reus, wollte jedoch keinen hervorheben: »Ich denke, dass wir gut harmoniert haben, aber das trifft auf die ganze Truppe zu. Alle, auch die, die eingewechselt wurden, haben an die gute Leistung angeknüpft«.
Auch in der Folgezeit blieb der VfL am Drücker und erspielte sich Einschussmöglichkeiten. »In der ersten Halbzeit haben wir klar dominiert und durch den
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ersten und fast einzigen Torschuss das 0:1 bekommen«, meinte Patrick Herrmann.
»Es hat uns ausgezeichnet, dass wir nach dem Gegentor sofort versucht haben, haben Schalke unter Druck zu setzen. Wir wussten, dass sie hinten anfällig sind und ich denke, das wir viel Glück hatten, dass 1:1 zu machen. Das hat uns dann für die restliche Partie viel Selbstvertrauen gegeben«, befand Marco Reus.
Und mit diesem Selbstvertrauen und mit der vorhandenen Feldüberlegenheit schlug sich diese dann auch im Ergebnis wieder. Der VFL drehte durch Mo Idrissou, der nach Vorlage von Juan Arango für die 2:1-Führung sorgte, die Partie. In der Folgezeit schalteten die Borussen zwar einen Gang zurück, war dennoch gegen enttäuschende Schalker jeder Zeit Herr der Lage. »Nach dem 2:1 haben wir es gut hinbekommen, dass Spiel über die Bühne zu schaukeln«, befand Reus.
»Natürlich gingen am Ende auch ein bisschen die Kräfte aus, aber Schalke musste ja auch was machen und hat ein bisschen Druck gemacht. Wir haben hinten trotzdem gut gestanden und haben das 2:1 gehalten«, sagte Herrmann. »Wie waren die ganze Zeit besser im Spiel und so geht der Sieg total in Ordnung«.
»Wir haben heute ein gutes Spiel gemacht. Wir hätten heute sicher 3:1 oder 4:1 gewinnen können aber wichtig ist nur, dass wir die drei Punkte haben«, resümierte Logan Bailly. »Zum Schluss haben wir sehr gut verteidigt und hatten noch einige Möglichkeiten nachzulegen. Wir haben es aber auch verhindert, dass Schalke noch die Möglichkeit bekommt, den Ausgleich zu machen«.
So durften die Borussen am Ende jubeln und mit den Fans den ersten Heimsieg feiern. »Es ist ein tolles Gefühl zuhause zu gewinnen. Ich kann mich nicht mal mehr an den letzten Heimsieg erinnern«, unkte Marco Reus.
Die Borussen haben also die Vorlage der Konkurrenz genutzt und so dem Unternehmen Klassenerhalt neue Nahrung gegeben. Doch aus dem Schneider ist der VfL jedoch noch nicht. Es gilt, am kommenden Freitag beim VfL Wolfsburg nachzulegen.
»Mich freut es sehr für die Fans, die so lange auf den ersten Heimsieg gewartet haben. Es war jetzt nur ein Sieg und wir müssen am Freitag wieder ein gutes Spiel machen und nachlegen«, gibt Dante die Parole aus. »Wir haben einen langen Weg vor uns um wieder nach oben zu kommen«.
»Das Wochenende war jetzt glücklich für uns. Wir mussten eigentlich nur gewinnen. Wir haben jetzt endlich auch mal unsere Arbeit zuhaue getan«, freute sich Reus. »Doch wir müssen jetzt weiter hart arbeiten. Mit Wolfsburg erwartet uns der nächste Abstiegskracher, denn sie sind ein direkter Konkurrent«.
»Wir spielen jetzt nach einem Wochenende, das uns sehr gut getan hat, in Wolfsburg. Entscheidend ist, dass wir unseren Teil dazu beigetragen haben. Wichtig ist es jetzt, dranzubleiben Wir haben schon oft erfolgreiche Spiele bestritten. Danach konnten wir nicht nachlegen«, sagte Max Eberl. »Jetzt gilt es eben auch mal eine kleine Serie zu spielen. Wenn wir so spielen wie heute, wenn wir versuchen weiter nach vorne zu spielen und versuchen, Tore zu erzielen und zu verteidigen, dann ist auch in Wolfsburg etwas möglich«.






