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Fabian Bäcker: »Ich nehme es so, wie es kommt«

Fabian Bäcker im Interview

Für den 20-jährigen Stürmer von Borussia Mönchengladbach läuft es in dieser Saison zumindest in der zweiten Mannschaft richtig gut. In bisher vierzehn Regionalliga-Einsätzen traf der Youngster, dessen Vertrag am Saisonende ausläuft, zehnmal in die Maschen und steuerte zwei Assists bei. Auf der anderen Seite fand der U20-Nationalspieler in der Bundesligamannschaft in dieser Saison bisher noch keine Berücksichtigung. Wir sprachen mit Fabian Bäcker über seine derzeitige Situation.

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Borussias Stürmer Fabian Bäcker im Interview (Foto: Marc Schöne / Fohlen-Hautnah.de)

Fohlen-Hautnah: Fabian, drei Treffer gegen den SC Wiedenbrück. Du dürfest mehr als zufrieden sein ...

Fabian Bäcker: Absolut. Ich bin Stürmer und möchte natürlich immer Tore schießen. Das hat dann in Wiedenbrück Gott sei Dank auch wieder geklappt nachdem ich schon in den letzten Spielen regelmäßig getroffen habe. Man muss natürlich auch sagen: So wie ich die Bälle aufgelegt bekomme - da machen die Jungs hinter mir auch einen sehr guten Job. Das läuft im Verbund insgesamt ziemlich gut. Wenn ich die Dinger so vorbereitet komme, dann muss ich sie „nur" noch rein machen.

Fohlen-Hautnah: Trotzdem stehst du da, wo ein Stürmer eben stehen muss, weshalb dich deine Mitspieler auch richtig anspielen können ...

Fabian Bäcker: Es ist natürlich auch so, dass in der Truppe viele Jungs spielen, die ich schon lange kenne und die wissen, wie meine Laufwege sind und wie meine Auffassung zum Spiel ist. Das kommt mir und dem Ganzen natürlich entgegen. Wenn du dazu einen gewissen lauf hast, dann ist es so, dass du einfach auch das Glück hast, dass die Bälle dann beispielsweise von der Latte mir an die Füße springen, und ich sie nur noch reindrücken muss. Wenn es gut läuft, dann bekommt man einfach auch die Chancen.

Fohlen-Hautnah: Auf der anderen Seite hast du auch einen Trainer, der dir das nötige Vertrauen schenkt ...

Fabian Bäcker: Sven Demandt kenne ich ja nun schon länger. Wir sind insgesamt ein gutes Team und ich denke, an der Tabellensituation sieht man ja auch, dass er den richtigen Ton anschlägt. Momentan passt das auf jeden Fall richtig gut zusammen.

Fohlen-Hautnah: Du hast die zweite Mannschaft angesprochen. Mit dem Sieg gegen Wiedenbrück habt ihr die magische 40-Punktemarke geknackt, womit der Klassenerhalt so gut wie sicher sein sollte. Es müsste wohl mit dem Teufel zugehen. Wenn da noch etwas schief läuft. Das heißt, ihr schaut jetzt nach oben ...

Fabian Bäcker: Die Situation, dass wir dieses Jahr nicht gegen den Abstieg spielen, hatten wir eigentlich schon vor der Winterpause. Wir gehen nach wie vor in jedes Spiel und wollen in jedem versuchen, als Sieger vom Platz zu gehen. Wir wissen, dass wir die Qualität haben und dass das funktionieren kann, wenn jeder an sein Limit geht.

Die letzen beiden Spiele haben da gezeigt, dass wir besser als unsere Gegner sind, wenn wir unseren Job machen. Das waren natürlich auch Gegner, die weiter unten stehen. Wenn mal so Gegner kommen, wie Münster, dann ist es auch Tagesform abhängig, aber wir sind auch eine gute Truppe. Und wenn eben jeder an sein Limit geht, dann brauchen wir vor niemandem Angst haben.

Fohlen-Hautnah: Was ist im Gegensatz zum letzten Jahr anders bzw. besser, dass es so gut läuft? Die Qualität dürfte noch mal etwas höher und ihr zeigt euch in jedem Fall als geschlossene und homogene Mannschaft.

Fabian Bäcker: Ich denke, da gibt es einige Dinge, die dieses Jahr einfach gut laufen. Das kann man mit dem letzten Jahr nicht vergleichen. Da waren anderen Spieler und ein anderes Trainerteam. Es ist einfach alles ein bisschen anders und wenn man erst mal in diese Phase kommt, wo es läuft und auch mal Spiele gewinnt, die nicht so gut sind, dann gibt das einer jungen Truppe natürlich unheimlich viel Selbstvertrauen. Mit diesem kann man dann natürlich dann auch die weiteren Spiele positiv gestalten.

Fohlen-Hautnah: Mehr Selbstvertrauen scheinst auch du in dieser Saison zu haben, wenn man mal deine Torquote zugrunde nimmt. In der letzten Saison waren es fünf Tore in 27 Regionalligaspielen, heuer stehen bis dato schon zehn Tore und zwei Vorlagen in vierzehn Spielen zu Buche...

Fabian Bäcker: Es ist auf jeden Fall Fakt, dass ich dieses Jahr bis hierhin schon mehr Tore geschossen habe, als im letzten Jahr. Das hat viele Gründe, so denke ich. Wie gesagt, die Jungs, die da spielen, kennen mich schon ewig und es läuft insgesamt gut im Team. Dann passt es momentan einfach und es macht riesen Spaß. Aber man muss weiter dran bleiben und hart arbeiten. Ich werde mich da nicht ausruhen.

Fohlen-Hautnah: Es läuft für dich persönlich also recht gut. Dennoch hat es bis dato weder unter Michael Frontzeck noch unter Lucien Favre nicht für Einsatzminuten in der Bundesliga gereicht. Sicherlich alles andere als zufriedenstellend ...

Fabian Bäcker: Ja, das ist Fakt. Mehr kann ich dazu eigentlich auch nicht sagen. Natürlich ist die Konkurrenz in der Lizenzmannschaft sehr groß. Ich mache mir aber darüber, ob ich beispielsweise im Kader bin, ob ich spiele oder nicht, nicht so viele Gedanken.

Ich versuche einfach das zu beeinflussen, was ich beeinflussen kann. Und das ist einfach, dass ich versuche, mich ständig zu verbessern. Wenn ich dann wie in der U23 die Chance habe, zu spielen, dann werde ich mein Bestes geben. Das gelingt mir, so denke ich, in den letzen Wochen ganz gut. Mehr kann ich einfach nicht machen. Alles Weitere, wie es dann weitergeht oder was passiert, wird man dann sehen.

Fohlen-Hautnah: Woran liegt es in deinen Augen, dass du bisher auch unter dem neuen Trainer Lucien Favre noch keine Berücksichtigung gefunden hast?

Fabian Bäcker: Natürlich ist bei uns im Moment insgesamt keine einfache Situation und da ist es selbstverständlich, dass der Trainer erst mal auf die arrivierten und erfahreneren Spieler zurückgreift. Lucien Favre ist ja auch noch nicht lange da. Wie schon gesagt. Ich versuche einfach dran zu bleiben und das zu machen, was ich kann: Im Training und in den Spielen Gas geben. Alles Andere müssen dann andere entscheiden. Das ist dann so wie es ist und das nehme ich dann auch so, wie es kommt.

Fohlen-Hautnah: Bekanntlich läuft dein Vertrag am Saisonende aus. Wie ist da der aktuelle Stand der Dinge?

Fabian Bäcker: Damit beschäftige ich mich im Moment nicht, denn momentan haben andere Dinge Vorrang - nämlich den Klassenerhalt zu schaffen und mit der U23 oben dran zu bleiben. Damit befasse und darauf konzentriere ich mich. Andere wird sich dann ergeben und kommt dann, wenn es an der Zeit ist.

Fohlen-Hautnah: Du hast die schwierige Situation der Profimannschaft angesprochen. Die Luft wird immer dünner. Was macht dich abschließend dennoch zuversichtlich, dass Borussia auch in der nächsten Saison erstklassig spielt?

Fabian Bäcker: Ich bin fest davon überzeugt, dass wir die Rettung noch schaffen können, auch wenn es schwer wird. Das ist uns allen bewusst, aber wir haben es noch selbst in der Hand und wir haben auch die nötige Qualität, um dieses große Ziel zu erreichen.


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