Während es im Rheinland in den kommenden Tagen ‚närrisch' zugeht, so gilt es für Borussia Mönchengladbach, sich die Karnevalstage mit einem positiven Ergebnis, im besten Falle mit einem Heimsieg gegen die TSG 1899 Hoffenheim zu versüßen - und das gerade, um nicht bereits am Samstagabend Aschermittwoch zu haben. Borussias Trainer Lucien Favre hat derweilen mit diversen Fragezeichen zu kämpfen.
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| Logan Bailly: Einsatz gegen Hoffenheim noch fraglich (Foto: Marc Schöne / Fohen-Hautnah.de) |
In jedem Fall verzichten müssen wird Lucien Favre auf Jean-Sébastien Jaurès (Trainingsrückstand nach Knieproblemen) und Marc-André ter Stegen, der nach wie vor an einem kleinen Muskelfaserriss im Oberschenkel laboriert.
Desweiteren hat Borussias Übungsleiter mit weiteren Frageze3ichen zu kämpfen. Eines davon ist Torhüter Logan Bailly, der aufgrund einer Innenbanddehnung in den letzten beiden Tagen nicht trainieren konnte. »Bei Logan ist es noch nicht sicher, ob er am Samstag spielen kann. Er konnte gestern und auch heute nicht trainieren«, sagte Lucien Favre auf der Pressekonferenz am Donnerstag.
Bei dem Belgier wird sich nach dem Abschlusstraining am Freitag entscheiden, ob ein Einsatz möglich ist. Sollte dies nicht der Fall sein, dann wird Christofer Heimeroth wieder zwischen den Pfosten stehen und U23-Torhüter Janis Blaswich den Platz auf der Bank einnehmen.
Weiterhin ist nicht sicher, ob Håvard Nordtveit und Mike Hanke im Aufgebot stehen können. »Nordtveit ist etwas krank. Er zwar kein Fieber, hat aber gestern das Training abgebrochen und hat auch heute nicht trainiert«, gab Favre bekannt. Gleiches gilt für Mike Hanke, der mit einer Grippe das Bett hütet und demzufolge nicht mit der Mannschaft trainieren konnte.
So wird Favre bei seinem dritten Einsatz an der Seitenlinie ungeachtet der gewollten Umbaumaßnahmen aller Voraussicht nach zu solchen gezwungen sein. Wie der 53-Jährige die drohenden Ausfälle kompensieren will und ob es davon ab Veränderungen gibt, verriet er indes nicht. »Nach dem Spiel gegen Schalke war es logisch, nichts zu ändern. Jetzt ist es eventuell anders. Es ist möglich, dass es Wechsel gibt«, sagte Favre.
Ein möglicher Startelfkandidat wäre Tony Jantschke, der unter der Woche beim Trainingsspiel in der A-Elf stand und der für Tobias Levels auf die rechte Außenbahn rücken könnte. »Ich habe schon oft mit ihm gesprochen. Er hat im Training einen starken Eindruck hinterlassen, er kann auf der Sechs, auf der Acht und in der Verteidigung innen wie außen spielen«, lobte Favre den 20-Jährigen.
Das tat er auch im Bezug von Sebastian Schachten und Jens Wissing. »Beides gute Jungs, ich sehe sie sehr positiv und habe einen richtig guten Eindruck von ihnen«, ist Borussias Trainer angetan. Dennoch wird Letzterer mit Fabian Bäcker am Freitag bei der U23 im Heimspiel gegen die Zweitvertretung von Bayer Leverkusen mitwirken.
Dies dürfte wohl auch auf Julian Korb zutreffen, der unter der Woche an drei Tagen bei Lucien Favre seine Visitenkarte abgeben durfte. »Ich kenne ihn noch zu wenig. Er war diese Woche dreimal mittrainiert. Er hat im Training einen guten Eindruck hinterlassen. Das ist sicherlich ein guter Junge. Ich werde ihn mir in Spielen mit der U23 ansehen«, sagte Borussias Trainer.
Angesehen haben sollen sich die Borussen davon ab auch bereits Mathew Leckie, der zur neuen Saison vom australischen Club Adelaide United nach Gladbach wechseln soll. Bestätigen wollte es der VfL indes noch nicht. »In den Medien steht ja immer viel und es wird viel spekuliert. Wenn es etwas zu vermelden gibt, dann machen wir das so wie immer«, sagte Sportdirektor Max Eberl.
Ungeachtet dessen und egal, welche Borussen am Samstag gegen Hoffenheim auflaufen - es muss genau wie im Heimspiel gegen den FC Schalke 04 alles in die Waagschale geworfen werden, um die Punkte im Borussia-Park zu behalten. Eine Darbietung wie in Wolfsburg darf dabei sicherlich nicht mehr passieren. »Ich muss daran arbeiten, dass wir nur noch unser gutes Gesicht zeigen«, weiß Favre.
Dabei gilt es auch, die richtige Balance zwischen Defensive und Offensive zu finden bzw. zu halten. »Auswärts wie zuhause müssen wir bereit sein, zu verteidigen. Es bringt nichts, mit vier Stürmern zu spielen. Wir müssen auf Sieg spielen, aber nicht Harakiri«, gibt Favre die Marschroute aus.
Ein Sieg ist sicherlich zwingend von Nöten, um nicht auch die wohl letzte Hoffnung im Keim zu ersticken. Halt Pohl, Borussia!






