Nach dem zweiten Saisonheimsieg und dem damit verbundenen verkürzten Punkteabstand auf den Relegationsplatz gilt es für Borussia Mönchengladbach, am kommenden Wochenende nachzulegen und beim seit drei Heimspielen sieglosen SV Werder Bremen etwas Zählbares mit an den Niederrhein zu nehmen. Borussia Lucien Favre muss an der Weser bekanntlich auf Igor de Camargo verzichten.
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| Stürmt Mo Idrissou für de Camargo an der Weser? - Foto: Dirk Päffgen, Fohlen-Hautnah.de |
Der Brasilianer mit belgischem Pass zog sich bei der Trainingseinheit am Dienstagvormittag eine schwere Innenbanddehnung im linken Knie zu und wird dem VfL mehrere Wochen nicht zur Verfügung stehen. »Es wird zwischen vier und sechs Wochen dauern«, prognostizierte Lucien Favre die Ausfallzweit des Stürmers auf der Pressekonferenz am Donnerstag.
Sicherlich ein bitterer und schwerer Verlust sowohl für die Borussia. »Es ist jetzt leider so. Wir können es nicht ändern«, seufzte Favre. Wir der Schweizer Fußballlehrer den Ausfall von de Camargo auffangen will, verriet er indes nicht. »Ich überlege«, fasste sich der Trainer kurz und ergänzte: »Noch einmal, ich zähle auf jeden Spieler, aber für das Spiel am Samstag weiß ich es noch nicht«. Erster Anwärter auf den Platz als einzige Sturmspitze dürfte dennoch Mo Idrissou sein.
Auf der anderen Seite meldete sich Håvard Nordtveit nach seiner überstandenen Grippe wieder zurück. »Er hat trainiert und ist fit«, sagte Favre. Gleiches darf wohl auch von Mike Hanke gesagt werden, der nach seiner Grippe am Mittwoch wieder in das Training eingestiegen ist und für das Wochenende aller Voraussicht nach zur Verfügung steht. »Wir müssen abwarten und klären, wie er sich fühlt. Ich hoffe und denke, dass er mitfahren wird«, meinte Favre.
Nach dem Spiel gegen Schalke sah sich Borussias Trainer nicht gezwungen, etwaige Veränderungen in seiner Startelf vorzunehmen, im Anschluss verlor man jedoch in Wolfsburg.
Ob es nun nach dem Heimsieg gegen Hoffenheim an der Weser bis auf die Personalie de Camargo weitere Veränderungen in der Startelf geben wird, ließ der Übungsleiter offen. »Das System wird nicht wechseln«, verriet Favre. »Es wird ein 4-4-2 oder 4-4-1-1 gespielt«.
Egal, mit welchem Personal der VfL an der Weser auftritt, es ist wieder ein ‚gesunder' und guter Mix aus Defensive und Offensive gefragt. »Wir müssen sehr, sehr kompakt stehen. Die Balleroberung wird dazu sehr, sehr wichtig sein«, weiß Lucien Favre. Verstecken sollten sich die Borussen dazu nicht. »Wir müssen mit viel Intelligenz spielen. Und wenn es möglich ist, nach vorne zu spielen, dann werden wir das machen«, sagte Borussias Trainer.
»Das wird ein intensives Spiel. Wir wissen, dass Bremen nach vorne viel Druck machen kann. Sie sind bei Standards und langen Bällen extrem gefährlich«, so Favre über den Tabellensechzehnten.
Der letzte Sieg im umgebauten Weser-Stadion gelang den Borussen vor 24 Jahren, am 21. März 1987. Ein Sieg in diesen Tagen würde die Borussen sicherlich deutlich voran- und ein Stück weiter fernab der Gefahrenzone bringen. »Natürlich ist das Spiel in Bremen ein wichtiges, das gegen Lautern auch. Aber auch danach haben wir noch sieben Möglichkeiten, Punkte zu holen«, sagte Sportdirektor Max Eberl und wollte demnach auch nicht vom einem Schicksalsspiel sprechen.
Gegen eine Bremer Mannschaft, die in dieser Saison sicherlich alles andere als gefestigt ist, ist ein Erfolg druchaus machbar und würde zudem die Hoffnung aufrecht erhalten.






