Borussia reist zum Rekordmeister nach München - Torwartfrage weiter offen
Nach der zweiwöchigen Länderspielpause geht die Fußballbundesliga auf die Zielgerade. Für Borussia Mönchengladbach gilt es dabei im Endspurt noch mal alles zu geben und alles in die Waagschale zu werfen, um das derzeit schier unerreichbare Ziel Klassenerhalt doch noch zu realisieren. Dabei wartet am kommenden Samstag die schwere Aufgabe beim FC Bayern München. Dort wollen die Borussen mit Intelligenz etwas Zählbares mitnehmen.
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| Verteidigt Levels in München für Jantschke? - Foto: Dirk Päffgen, Fohlen-Hautnah.de |
Die Reise mit in die bayrische Landeshauptstadt nicht mit antreten können Jean-Sébastien Jaurès (Knieprobleme), Jens Wissing (Verdrehung im Sprunggelenk) und Igor de Camargo, der sich nach seiner schweren Innenbanddehnung im Knie im Aufbautraining befindet.
Ob der Brasilianer mit belgischem Pass in der kommenden Woche im Derby mitwirken kann, bleibt abzuwarten. »Igor ist noch nicht zu 100 Prozent fit. Er hat noch nicht mit der Mannschaft trainiert und wir werden sehen, ob er das nächste Woche machen kann«, sagte Lucien Favre auf der Pressekonferenz am Donnerstag.
Zwei Fragezeichen stehen aktuell hinter Karim Matmour und Tony Jantschke. Während der Algerier mit einem grippalen Infekt das Bett hütet und demnach die letzten zwei Tage nicht trainieren konnte, so musste Jantschke aufgrund einer Prellung an der Achillessehne am Mittwoch mit dem Training aussetzten.
»Im Kader steht er sicher«, verriet Favre. Ob Jantschke allerdings wie auch in den letzten Spielen in der Startelf steht, ließ sich der Übungsleiter genauso wenig entlocken, wie die in diesen Tagen oft diskutierte Torwartfrage. »Personalentscheidungen und die Aufstellung sage ich erst meinen Spielern«, so der Trainer.
Klar ist jedenfalls, dass Marc-André ter Stegen in der ausverkauften Allianz-Arena nicht dabei sein, sondern stattdessen aller Voraussicht nach am Samstag mit der U23 im Heimspiel gegen die Zweitvertretung von Fortuna Düsseldorf spielen wird.
»Wir haben zwei intensive zwei Wochen hinter uns, in denen wir gut und intensiv trainiert und einige junge Spieler dazu genommen haben«, zog Lucien Favre ein positives Fazit der Trainingsarbeit in der Länderspielpause.
Fünf Punkte beträgt der Rückstand des VfL auf den Relegationsplatz und sechs auf das gänzlich rettende Ufer. An der Isar gilt es nun, alles in die Waagschale zu werfen und etwas Zählbares mitzunehmen. »Wir haben nichts zu verlieren, aber wir wollen und müssen unsere Punkte machen«, weiß Favre.
An Hochrechnungen, wie viel Punkte die Borussen für die Rettung noch benötigen, wollte sich der Fußballlehrer allerdings nicht beteiligen. »Jeder kann unser Restprogramm lesen. Ich weiß nicht, wie viele Punkte wir dafür brauchen, aber für mich ist die Chance noch da, den Abstieg zu vermieden«.
Dafür müssen bekanntlich Punkte her, am besten schon in München. »Die Trauben hängen in München sehr hoch«, weiß Max Eberl. »Das ist ein Spiel, wo vor der Saison Punkte nicht eingeplant werden, aber wir sollten dabei auch nicht den Fehler machen, in Ehrfurcht zu erstarren und Bayern auf eine Stufe zu heben, die unerreichbar ist«.
»Es haben schon andere Mannschaften in München beweisen, dass es machbar ist, dort was zu reißen«, meint Borussias Sportdirektor. Damit das am Samstag den Borussen gelingt, ist eine geschlossene und hochkonzentrierte Mannschaftsleistung von Nöten, bei der auch die richtige Balance zwischen Defensive und Offensive gefragt ist.
»Wir wollen und müssen eine Topleistung bringen«, weiß Favre und gibt gleichzeitig die Marschroute für seine Profis vor: »Wir müssen sehr konzentriert sein, sehr gut verteidigen, müssen dabei Fouls verhindern und dürfen nicht zu tief stehen. Dazu müssen wir mit Intelligenz spielen und dürfen nach Balleroberung den Ball nicht sofort verlieren«.
Verlieren ist für die Borussia bei der derzeitigen Situation eh generell verboten, denn gerade das Restprogramm hat für den VfL, den rheinischen Rivalen ausgenommen, durchweg Mannschaften aus dem oberen Drittel auf dem Plan.
Für viele gilt die Borussia bereits als Absteiger Nummer eins, doch auch Max Eberl wirft die Flinte alles andere als ins Korn: »Wir werden bis zum Schluss dafür arbeiten und versuchen, das Unmögliche möglich zu machen«. Ein Sieg in München würde dazu sicherlich mehr als hilfreich sein ...






