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Dante: Haarpracht ab und Zukunft bei Borussia offen

Borussias Abwehrchef ließ die Haarpracht fallen und die Zukunft offen

Er war einer der gefragtesten Spieler von Borussia Mönchengladbach nach dem Schlusspfiff in Bochum: Dante Bonfim hielt sein Versprechen und trennte sich von seiner Haarpracht. Ob eine Trennung vom VfL trotz laufenden Vertrags auch der Fall sein wird, bleibt indes abzuwarten.

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Dante: Haapracht ab und Zukunft beim VfL offen. Foto: Dirk Päffgen, Fohlen-Hautnah.de

»Ein Mann ein Wort«, hatte Dante gerade im Vorfeld der Relegation und allen voran vor dem Rückspiel gegen den VfL Bochum gesagt und unterstrichen, dass er sich von seiner dichten Haarpracht trennen würde, wenn die Borussen den Klassenerhalt schaffen würden.

Dieses Fußballwunder hatte nun nach dem 1:1-Remis beim VfL Bochum Bestand und so trennte sich der Brasilianer nach dem Schlusspfiff in der Kabine von seiner Mähne. Dies tat der Brasilianer jedoch nicht wie von den siegestrunkenen Anhänger gefordert, vor der Fankurve, sondern erst in der Kabine.

Wer diese Aufgabe übernahm, ist bis dato allerdings nicht bekannt. »Er sieht jetzt viel hübscher aus«, meinte Lucien Favre auf der Pressekonferenz nach dem Spiel. »Ob ich jetzt besser aussehe, muss ich erst mal meine Frau fragen«, sagte Dante und hatte sich „vorsichtshalber" einer seiner vielen Fanperücken zugelegt und beim Empfang der Mannschaft im Borussia-Park übergezogen.

Ihr eigenes Urteil bilden, konnten sich die Borussen-Fans einige Minuten nach Beendigung der Partie, als Mike Hanke, lediglich mit Unterhose und Badelatschen bekleidet, aus der Kabine kam, um den „Skalp" Dantes zu präsentieren. „Kojak" Dante folgte auf dem Fuße und präsentierte sich kurze Zeit später mit Glatze und Bierflasche in der Hand seinen Fans.

Zuvor hatte der 27-Jährige in den 90 Minuten allerdings wie seine Mannschaftskollegen auch, allen voran in der ersten Halbzeit so seine Probleme. »Das letzte Spiel, in dem es um alles geht, ist natürlich nicht so einfach. Wir hatten zwar keine Angst, sind es aber ein bisschen ruhiger angegangen«, gab Dante zu. »Wir haben in der ersten Halbzeit nicht so ruhig gespielt. Aber wichtig ist, dass wir es am Ende geschafft haben«.

Die Tatsache, dass ihn die Bochumer-Fans bei jeder Ballberührung mit Pfiffen bedachten, störte den Abwehrspieler allerdings nicht. »Ich weiß nicht, warum sie das gemacht haben. Das ist eine gute Frage«, zuckte Dante mit den Schultern. »Aber sowas motiviert mich nur. Ehrlich, ich finde das super«.

Meldungen der ARD zufolge, soll der Bochumer Anhang einen üblen Zusammenprall mit Paul Freier am 22. Januar 2010 nicht vergessen bzw. verziehen haben. Damals trugen beide Akteure beim 2:1-Sieg des VfL Bochum im Borussia-Park eine dicke Platzwunde davon und spielten fortan mit einem Turban.

Unterdessen ließ der Brasilianer durchblicken, dass sich seine Zeit bei den „Fohlen" dem Ende neigen könnte. Bis zuletzt hatte der 27-Jährige stets betont, alles für den VfL zu geben - was er ohne Zweifel getan hat. Doch gerade auch im Hinblick auf die Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien, scheint es derzeit fraglich, dass der Abwehrspieler auch in der kommenden Saison das Trikot der Borussia trägt.

»Ich bin ein Mann, der immer alles direkt ins Gesicht sagt. Ich habe immer gesagt, dass ich hohe Ziele habe«, sagte Dante. »Aber wir müssen nochmal sprechen. Ich bin zweieinhalb Jahre hier, bin im besten Fußballeralter und wenn ich einen Schritt nach oben machen will, dann ist es jetzt oder nie mehr«.

Dieser Schritt dürfte einen Wechsel zu einem Club, der sich in der kommenden Saison auf internationalem Parkett präsentiert, nach sich ziehen. »Ich fühle mich sehr wohl hier und ich mag alles hier. Aber ich muss mit dem Sportdirektor und mit dem Verein sprechen, denn ich habe auch mein Ziel«, so der Brasilianer. »Ich habe immer gesagt, ich will nach oben«.

Abzuwarten gilt, in weit sich Dante für einen Verbleib bei Borussia entscheidet. Abhängig dürfte dabei die Perspektive beim VfL sein. Sicherlich wäre ein Abgang des Brasilianers, der sowohl auf und neben dem Platz ein wichtiger Bestandteil der Mannschaft und eine Identifikationsfigur gerade auch für die Fans ist, ein Verlust, doch so schmerzhaft ein Wechsel auch wäre - er wäre wohl dennoch durchaus nachvollziehbar und vielleicht auch verzeihbar. Die kommenden Wochen werden sicherlich Aufschluss geben ...


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