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Transfergerüchte Teil II: Welche Spieler verlassen Borussia?

Bäcker und Schachten wechseln, bleibt Dorda?

Während Borussias Sportdirektor Max Eberl und Trainer Lucien Favre aktuell am Kader für die kommende Bundesligasaison basteln und dabei auch einige neue Spieler im Auge haben, so gibt es auf der anderen Seite auch Profis, die der Gladbacher Borussia den Rücken kehren. Neben Fabian Bäcker und Sebastian Schachten, die zu den Zweitligisten Alemannia Aachen bzw. FC St. Pauli wechseln, tun dies ebenso einige andere Borussen mit jedoch derzeit noch unbekannten Zielen.

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Lucien Favre und Max Eberl planen derzeit den Kader. Wer verlässt den VfL im Zuge dessen? Foto: Marc Schöne, Fohlen-Hautnah.de

Neben Stürmer Fabian Bäcker und Sebastian Schachten wird auch Paul Stalteri den VfL, allerdings mit derzeit noch unbekanntem Ziel, verlassen. Ob gleiches auch auf Christian Dorda zutrifft, bleibt abzuwarten und ist wohl noch nicht gänzlich geklärt. Gut möglich, dass der dienstälteste Borusse dem VfL noch erhalten bleibt.

»Als erstes möchte ich mich bei Sven Demandt bzw. bei Borussia bedanken, die Christian in den letzten beiden Regionalligaspielen die Chance gegeben haben, zu spielen und sich zu zeigen. Diese hat Christian in meinen Augen auch genutzt«, meint Berater und Ex-Borusse Karlheinz Pflipsen und verrät: »Zu seiner Zukunft kann man sagen, dass wir mit Max Eberl in Gesprächen über einen Verbleib führen. Gleichzeitig gibt es aber auch Interessenten aus der zweiten Bundesliga«.

Wohl eher den Rücken kehren bzw. nicht zurückkehren wird Torhüter Frederic Löhe, der in der vergangenen Saison an Drittligist SV Sandhausen ausgeliehen war, und sich aktuell auf Vereinssuche befindet. »Wir sind in Gesprächen. Es kann schnell gehen, aber auch noch dauern«, sagt Berater Michael Löhe.

Während Jean-Sébastien Jaurès mit großer Wahrscheinlichkeit seine Fußballschuhe an den Nagel hängt, so kehrt der ausgeliehene Michael Fink wieder in die Türkei zu Beşiktaş Istanbul zurück.

Ob eine Rückkehr auch auf Michael Bradley zutrifft, bleibt indes abzuwarten und darf bezweifelt werden. Der US-Boy war in der Rückrunde an Premier League Club Aston Villa ausgeliehen, kam dort jedoch nicht wie gewünscht zum Zuge. Der Club aus Birmingham besitzt zwar eine Kaufoption, hat diese jedoch bis dato zumindest noch nicht bekannt gezogen. Die Chancen scheinen dahingehend dennoch nicht schlecht zu stehen.

In jedem Fall die Borussia verlassen soll Logan Bailly. Der Belgier besitzt in Gladbach noch einen Vertrag bis 2013 und hält aktuell nach einem neuen Verein Ausschau. Konkrete Anfragen oder gar Angebote gibt es zum gegenwärtigen Zeitpunkt aber nicht, ließ Berater Patrick Bailly auf Nachfrage wissen.

Derzeit noch offen ist die Situation bei Marcel Meeuwis. Der in der vergangenen Rückrunde an Feyenoord Rotterdam ausgeliehene Niederländer besitzt beim VfL noch einen Vertrag bis 2012. Der 30-Jährige konnte zwar bei seinen dreizehn Einsätzen mehr als überzeugen und hatte maßgeblichen Anteil am Aufschwung des vierzehnmaligen niederländischen Meisters, ein Verbleib ist aktuell dennoch ausgeschlossen.

Und das gerade wohl aufgrund des »verfügbaren Budgets«, wie Sportdirektor Martin van Geel Anfang Mai erklärte und Meeuwis nebst fünf anderen Spielen offiziell verabschiedete. »Marcel konnte bei Feyenoord zwar überzeugen, aber im Moment besteht definitiv keine Möglichkeit, dass er in Rotterdam bleibt«, sagt Berater Louis Laros auf Nachfrage unserer Redaktion und erklärt: »Sie haben nicht so viele finanzielle Mittel zur Verfügung. Und die Priorität bei Feyenoord liegt im Moment auf anderen Positionen«.

»Marcel hat bei Borussia Mönchengladbach noch ein Jahr Vertrag. Ich werde erst mit Max Eberl sprechen um zu erfahren, was der Verein möchte«, kündigt Laros in der kommenden Woche Gespräche an. »Natürlich müssen wir realistisch sein. Ich denke, seine Zukunft liegt woanders, aber im Moment kann ich nichts über seine Situation sagen. Es ist noch alles offen«.

Ein möglicher Abgang könnte zudem Jens Wissing sein. Sollte der im Fokus stehende Linksverteidiger Oscar Wendt an den Borussia-Park wechseln, dann dürften die Einsatzchancen des 23-jährigen gebürtigen Gronauers wohl eher geringfügiger Natur sein.

»Wenn Gladbach noch einen Linksverteidiger verpflichtet, der wie Oscar Wendt letztendlich vor Jens gesetzt sein wird, dann müssen wir uns mit der neuen Situation beschäftigen«, sagte Berater Tobias Sander im Gespräch mit Fohlen-Hautnah und ergänzte: »Dann müssen wir mit der Borussia ins Gespräch gehen und darüber nachdenken, in wie weit es Sinn macht, mit drei Kandidaten auf dieser Position in die Saison zu gehen, oder ob es Sinn macht, Jens auszuleihen. Da müssen wir jetzt einfach mal abwarten«.

Der Linksfuß wird in diesem Tagen mit Zweitligist SC Paderborn ins Gespräch gebracht, dessen neuer Trainer Roger Schmidt. »Er ist auf alle Fälle ein interessanter Spieler«, sagte Wissings Ex-Trainer Roger Schmidt der ‚Neue Westfälische'.

Die Westfalen dürften, sollte ein Wechsel in Erwägung gezogen werden, durchaus eine Option sein. Schließlich ist der neue SCP-Trainer Förder und Mentor des Ex-Münsteraners. »Dass zwischen Roger und Jens eine außergewöhnliche Trainer-Spieler-Beziehung besteht, ist ja allseits bekannt«, so Sander. »Roger hat Jens damals in Münster aus der A-Jugend geholt und ihn dann drei Jahre komplett durchspielen lassen. Das so etwas natürlich verbindet, ist klar«.

Zumindest aktuell keinen Wechsel strebt Mo Idrissou an. Der Kameruner wird in diesen Tagen als „Wackelkandidat" gehandelt. »Mo hat einen laufenden Vertrag. Er bleibt«, wiegelte Berater Torsten Weck auf nach Nachfrage unserer Redaktion ab.

Gleiches gilt für Karim Matmour, der sich zurzeit mit Algerien auf das Afrika Cup- Qualifikationsspiel gegen Marokko vorbereitet. »Das Entscheidende ist, dass Karim Vertrag bei Borussia hat, kämpfen und sich durchsetzten will«, sagt Berater Andreas Sadlo und ergänzt: »Und bevor nicht der Verein auf uns zukommt, liegt der totale Fokus auf Gladbach. Man weiß zwar nie, was passiert, aber im Moment gibt es nur eine Richtung und die ist bei Borussia eine hoffentlich erfolgreichere Saison zu spielen«.

Ob der totale Fokus auf Gladbach in Zukunft auch für den wechselwilligen Dante gilt, werden die nächsten Wochen zeigen. Und wie auch im Bezug auf eventuelle Neuzugänge brodelt also die Gerüchteküche in diesen Tagen bei den „Fohlen" und man darf gespannt sein, was sich dahingehend tut ...


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