Nach wohl zähen Verhandlungen mit dem Karlsruher SC ist es Borussia Mönchengladbach nun gelungen, von den Badenern vorbehaltlich der noch ausstehenden medizinischen Untersuchungen gleich zwei Jugendnationalspieler unter Vertrag zu nehmen. So wechseln die flexibel einsetzbaren Matthias Zimmermann und Lukas Rupp vom Wildpark an den Borussia-Park und erhalten jeweils Dreijahresverträge bis Sommer 2014.
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| Lockte zwei Jugendnationalspieler vom KSC zum VfL: Max Eberl. Foto: Marc Schöne, Fohlen-Hautnah.de |
Während beide Vereine über die Ablösemodalitäten wie üblich Stillschweigen vereinbarten, so es sich bei dem Gesamtpaket laut Informationen der Badischen Neusten Nachrichten' zufolge um eine Transfersumme von 2,5 Millionen Euro plus Freundschaftsspiel handeln. »Wir hatten konstruktive Gespräche und konnten eine Lösung finden, mit der wir sehr gut leben können«, erklärte KSC-Sportdirektor Oliver Kreuzer auf der vereinseigenen Internetseite.
»Es sind zwei Spieler mit großem Potenzial, die in unserem Kader die Konkurrenzsituation verschärfen werden«, freut sich Sportdirektor Max Eberl auf die beiden deutschen U-Nationalspieler.
Für Matthias Zimmermann, der am Donnerstag Geburtstag hatte, brachte der Wechsel zum VfL somit ein nachträgliches und wohlmöglich das schönste Geschenk. »Ich freue mich sehr, dass es geklappt hat. Ich wollte in meiner Karriere unbedingt den nächsten Schritt machen und in die Bundesliga wechseln«, sagt Zimmermann im Interview mit der Internetseite des VfL und fügt hinzu: »Dass es nun Mönchengladbach geworden ist, ist natürlich klasse«.
In der vergangenen Zweitligasaison kam der Rechtsfuß in 33 Spielen für den KSC zum Einsatz, traf dabei einmal in die Maschen und erzielte eine Torvorlage. Dabei agierte der Defensiv-Allrounder vornehmlich auf der rechten Abwehrseite, wenngleich sich der 19-Jährige auch auf der „6" zuhause fühlt.
Somit dürfte der gebürtige Karlsruher gleichermaßen Druck auf Tobias Levels, Tony Jantschke, Håvard Nordtveit sowie Roman Neustädter ausüben und versuchen, sich in die Startformation der „Fohlen" zu spielen. Dazu kommen ab der kommenden Saison bekanntlich Julian Korb und Dennis Dowidat, die sich in die Mannschaft spielen wollen. Während unterdessen abzuwarten bleibt, für welche Position Lucien Favre den U19-Nationalspieler des DFB einplant, so dürften die Einsatzchancen von Thorben Marx und dem zumindest bis dato aus Rotterdam zurückkehrenden Marcel Meeuwis wohl eher geringfügiger Natur sein.
Sich über die Borussia eingehender informiert haben dürfte sich Zimmermann dazu bei zwei seiner zukünftigen Mannschaftskollegen. So hat sich der aktuelle U19-Nationalspieler bei der abgelaufenen EM-Eliterunde sicherlich mit Marc-André ter Stegen und Julian Korb über seinen neuen Arbeitgeber unterhalten. Aufgrund der Teilnahme an der Eliterunde wird der 19-Jährige ein paar Tage länger ausspannen und erst im Trainingslager der "Fohlen" in Bad Wörishofen ab dem 27.Juni ins Geschehen eingreifen und zu begutachten sein.
Man darf gespannt sein, ob und wie sich der Youngster in der Ersten Bundesliga durchsetzen und etablieren kann. »Ich sehe hier eine gute Perspektive für mich und eine realistische Chance, in der Bundesliga spielen zu können«, ist der 19-Jährige guter Dinge und ergänzt: »Borussia ist ein Club, der auf junge Spieler baut, das hat man in den letzten Jahren gesehen. Außerdem gibt seit drei Jahren sehr guten Kontakt zu Borussia und Max Eberl«.
Lukas Rupp, der beim KSC diverse Jugendmannschaften durchlief und für die Badener in insgesamt 26 Zweitligaspielen zum Einsatz kam, avancierte gerade in der abgelaufenen Saison zu einer festen Größe im Team des KSC. Im zentralen Mittelfeld oder auf der rechten Außenposition agierend, absolvierte der Offensiv-Allrounder 24 Partien und erzielte dabei drei Tore.
»Zum einen ist Borussia ein toller Verein, der ähnlich aufgebaut ist wie der KSC, aber natürlich einige Ebenen höher«, schwärmt der U20-Nationalspieler auf der Internetseite der Borussia von seinem Arbeitgeber und ergänzt: »Ich denke, dass Lucien Favre ein sehr guter Trainer ist, der bekanntermaßen auf junge Spieler setzt. Deshalb bin ich sehr froh, in der kommenden Saison unter ihm zu spielen«.
Damit dies gelingt, wird der flexibel einsetzbare 20-Jährige, ähnlich wie Mitstreiter Matthias Zimmermann seinen Kontrahenten Håvard Nordtveit und wohl gerade auch Patrick Herrmann Dampf unter den Füßen machen. Auch im Fall Rupp bleibt abzuwarten, auf welcher Position Lucien Favre eher sieht und man darf durchaus gespannt sein, wie sich der gebürtige Heidelberger in der Ersten Bundesliga zurecht findet und etabliert.
Während die Personalplanungen der Borussia mit den Neuzugängen drei und vier damit zunächst abgeschlossen sein dürften, so sind die Beiden an dieser Stelle herzlich willkommen zu heißen und ihnen ist für die neue Aufgabe viel Erfolg zu wünschen.






