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»Borussia ist ein Familienclub«

Saisoneröffnung beim VfL

Bei Borussia Mönchengladbach stand am Sonntag der alljährliche Familientag auf dem Programm. Rund 35.000 Borussen-Anhänger säumten ab 11 Uhr den Borussia-Park, um sich dem eher herbstlichen Wetter Ende Juli zum Trotz den zahlreichen Darbietungen für Jung und Alt zu widmen. Zudem gab sich für die Fans die Gelegenheit, von den Profis die zahlreichen Fanutensilien signieren zu lassen. Und Trainer Lucien Favre und die Spieler wagten einen kleinen Vorausblick auf das kommende Pokalspiel und auf die neue Saison.

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Beim Familientag des VfL präsentierten sich gut gelaunte Borussen mit Vorfeude auf die neue Saison. Foto: Andreas Plum, Fohlen-Hautnah.de

Tags zuvor hatten 16.825 Fans die Generalprobe des VfL gegen den englischen Premier League-Club AFC Sunderland verfolgt. »Es gab viele positive Dinge, die ich gesehen habe«, meinte Lucien Favre. »Wir haben gute Kombinationen gezeigt und uns klare Torchancen herausgespielt«.

Doch diese reichten bekanntlich am Ende nicht, ein Tor zu schießen. Nicht zuletzt deshalb dürfte in den kommenden Trainingseinheiten auch der Torabschluss auf dem Programm stehen. Auf der anderen Seite stand hinten zum zweiten Mal in Folge ebenso die Null.

Ob die Borussia denn bereit für den Pflichtspielauftakt gegen den SSV Jahn Regensburg sei, wollten die Journalisten nach dem Spiel gegen die Engländer von dem Schweizer wissen. »Es kommt so langsam«, sieht Borussias Übungsleiter seine Mannschaft auf einem guten Weg.

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Einen anderen Weg wollen die Borussen indes in der kommenden Saison einschlagen. »Wir sollten zwar nicht zu hoch pokern, aber wir machen es nicht so spannend wie im letzten Jahr«, versprach Patrick Herrmann. »Wir wollen nicht mehr so eine Saison wie die letzte erleben«, sagte Favre und machte deutlich: »Aber wir müssen von Anfang an um jedem Punkt kämpfen«.

»Ich hoffe, dass wir zunächst eine ruhige Hinrunde spielen und mit dem Abstiegskampf nichts zu tun haben. Dann sehen wir weiter«, ließ sich Marco Reus derweil verständlich zu keiner detaillierten Prognose hinreißen. »Wir wollen unsere gute Rückrunde bestätigen, von Spiel zu Spiel unsere Leistung bringen und dann eine ruhige Saison mit dem bestmöglichen Erfolg spielen«, gibt Max Eberl das Ziel aus.

Beim Familientag gab es unterdessen neben den zahlreichen Attraktionen, wie dem Postbank-Sprung, dem Surf- und Formel 1-Simulator sowie dem XXL-Kicker bot sich den Fans auch die Möglichkeit, die zahlreich mitgebrachten Utensilien bei den angesetzten Autogrammstunden signieren zu lassen. Dies fand im VIP-Bereich der Haupttribüne großen Andrang. Dazu war natürlich auch für die kleinen Borussen gesorgt, denn der Club des Maskottchen Jünter hatte sich auf seiner Bühne einiges einfallen lassen.

Auf der Postbank Hauptbühne führte Stadionsprecher Torsten „Knippi" Knippertz durch den Nachmittag. Zwischen den zahlreichen Interviews mit Verantwortlichen und Spielern der Borussia sorgten unter anderem die Band „Just is" und Torsten Hamacher für musikalische Untermalung. Die „Fauth Dance Company" präsentierte derweil die neue Borussia-Kollektion.

Auf einer der Nebenbühnen, wo Frank Schiffers durch das Programm führte, wurde Dante besonders gefeiert wurde. Kein Wunder, denn schließlich hatte der Brasilianer unter Beifall verkündet, auch in der kommenden Saison das Trikot des VFL tragen zu wollen.

Auch der gut aufgelegte und gut Deutsch sprechende Raúl Bobadilla, der sich freut, wieder bei der Mannschaft zu sein, erhielt Beifall der Fans. »Borussia ist ein Familienclub«, sagte Håvard Nordtveit in nahezu perfektem Deutsch und hatte damit gerade an diesem Tag den Nagel auf den Kopf getroffen.

Für die sportlichen Höhepunkte im Borussia-Park sorgten das Spiel der Hennes-Weisweiler-Elf gegen das Postbank Nationalteam und Borussias erste Frauenmannschaft durfte sich mit der Bundesliga-Mannschaft des FCR Duisburg messen.

Diesen Spielen schlossen sich weitere Interviews auf den beiden Hauptbühnen vor der Haupttribüne an. Ein rundum gelungener Nachmittag am und im Borussia-Park, nachdem sich die Spieler am frühen Abend nach Hause verabschiedeten, um sich dann nach dem trainingsfreien Montag ab Dienstag mit voller Konzentration und Akribie auf das DFB-Pokalspiel gegen den Drittligist Jahn Regensburg vorzubereiten. »Die Mannschaft ist fast bereit für Regensburg«, meinte Lucien Favre und skizzierte den Plan für die kommenden Tage: »Wir werden ab Dienstag überwiegend an der Frische und an der Schnelligkeit arbeiten«.

Mit dem Drittligisten haben sich die Borussen jedenfalls schon beschäftigt. »Wir haben bereits in der letzten Woche eine Videoanalyse gemacht und werden das auch sicherlich in den kommenden Tagen noch mal tun«, sagte Filip Daems. »Man darf Regensburg natürlich nicht unterschätzen. Wir haben in Deutschland eine sehr gute Dritte Liga«, warnt Patrick Herrmann und ergänzt: »Es wird kein einfaches Spiel, aber dennoch sollten wir dir gewinnen«.

»Der Pokal ist immer schwer, weiß Favre. »Regensburg ist eine gute Profimannschaft, die topmotiviert sein wird. Wir wollen dort gewinnen. Dafür müssen wir topfit und im Kopf bereit sein«.

Der Familientag war trotz Dauerregn und Temperaturen um die 14 Grad eine rundum gelungene Veranstaltung. Am kommenden Freitag beginnt nun der Ernst des Lebens. Man darf durchaus gespannt sein, wie sich die Borussia beim Pflichtspielauftakt in Regensburg präsentiert. Dort zählt allerdings nichts anderes, als eine Runde weiterzukommen.


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