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Mike Hanke: »Wir haben eine breite Brust«

Borussias Stürmer vor dem Spiel gegen Stuttgart im Radio 90,1-Interview

Immer mittwochs vor Heimspielen ist es ab dieser Saison beim Mönchengladbacher Radiosender 90,1 Zeit wieder Zeit für die Sendung ‚Borussia hautnah'. Und mit dem gestrigen Besuch von Mike Hanke beendete auch der Lokalsender diesbezüglich seine Sommerpause. Mit Moderatorin Petra Koch sprach der 27-Jährige unter anderem über den guten Saisonstart, über seine Person und über das kommende Heimspiel gegen den VfB Stuttgart. Fohlen-Hautnah hat das Interview an der Stelle zusammengefasst.

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Mike Hanke geht zuversichtlich in die kommenden aufgaben. Foto: Dirk Päffgen, Fohlen-Hautnah.de

Petra Koch: Mike, der Trainer hat heute etwas länger gemacht. Trotzdem, der Erfolg ist da. So können wir im Moment nichts sagen ...

Mike Hanke: Ja, wir haben heute zwei Stunden trainiert und somit hat es etwas länger gedauert. Es war zwar das erste Spiel, aber es war für uns alle natürlich sehr schön, in München zu gewinnen. Aber wir müssen trotzdem weiter hart arbeiten, dass hat der Trainer auch gesagt. Und deshalb haben wir dann heute zwei Stunden trainiert.

Petra Koch: Mike Hanke, genau wie Uwe Seeler am 05. November geboren und immer noch unabsteigbar, was so zu sein scheint ...

Mike Hanke: Ja, das stimmt. Es ist jetzt mein vierter Nichtabstieg und dabei immer im letzten Spiel das Ding gedreht. Jetzt zum ersten Mal in der Relegation. Es war ein unbeschreibliches Gefühl, mit der Mannschaft und den Fans zu feiern und jetzt wieder Bundesliga zu spielen.

Petra Koch: Was für Erinnerungen an diese aufregenden Wochen mit diesem Happy End in eurem Stadion sind noch da?

Mike Hanke: Es ist alles noch da und das werde ich auch nie vergessen, weil es einfach ein unbeschreiblicher Moment war. Gerade auch der, als der Schiedsrichter in Bochum abgepfiffen hat, wir dann zu den Fans gerannt sind und mit ihnen gefeiert haben. Und auch danach sind wir noch mit ihnen in der Diskothek ohne Presse feiern gegangen. Das war einfach unbeschreiblich.

Petra Koch: Nein, wir wussten auch nicht, wo ihr wart. Aber das sei euch auch gegönnt. Aber im Stadion waren wir ja noch und da habt ihr auch ordentlich gefeiert. Seit dem wissen wir, dass du eine Stimmungskanone bist, aber nicht singen kannst ...

Mike Hanke: Singen kann ich nicht wirklich, aber ich kann für Stimmung sorgen.

Petra Koch: Ja, „Vater Abraham". Das war eine riesen Nummer. Du hast gesagt, dass ihr dieses mannschaftliche Geschlossenheit jetzt in die neue Saison mitnehmen müsst, weil das zusammenschweißt. Es scheint euch gelungen zu sein.

Mike Hanke: Zum Beispiel. Absolut. Ich habe auch schon im Trainingslager gemerkt, dass wir noch enger zusammengerückt sind. Und das auch in den Vorbereitungsspielen, in denen wir teilweise richtig gut gespielt haben oder eben in München, wo wir als Mannschaft aufgetreten sind, wo wir taktisch sehr gut gespielt haben. Nach vorne haben wir natürlich nicht ganz so viele Akzente gesetzt, aber das kommt jetzt in den nächsten Spielen. Wir haben wirklich eine tolle Mannschaft.

Petra Koch: Es ist ja auch nicht verboten, in München so zu spielen, wie ihr dort gespielt habt. Ich fand das taktisch ziemlich klug. Mit ihnen Fußball zu spielen, wäre wahrscheinlich ein grober Fehler, oder?

Mike Hanke: Ja. Sie haben einfach außergewöhnliche Fußballer. Der Trainer hat uns da richtig gut eingestellt, was wir dann hervorragend umgesetzt haben. Und es ist aufgegangen.

Petra Koch: Vor dem Spiel hast du mir in einem kurzen Interview gesagt, dass ihr da gute Chancen habt, zu gewinnen. Da habe ich mir gedacht, macht der dass, weil ich das hören will, oder ist er da wirklich überzeugt gewesen, dort gewinnen zu können?

Mike Hanke: Ich bin im jeden Spiel davon überzeugt, dass wir das gewinnen können. Auch als uns alle in der letzten Saison schon abgeschrieben haben, waren wir überzeugt, denn da es gab noch sechs Spiele. Theoretisch war es noch möglich. Dann haben wir große Spiele abgeliefert, haben die Fans mit in den Rücken genommen und haben es noch gedreht. In München haben wir das einfach fortgesetzt. So kann es weiter gehen.

Petra Koch: Bis auf Martin Stranzl, der ja verletzt war, hat die Relegationsmannschaft gespielt. Ich fand das die logische Konsequenz, oder?

Mike Hanke: Logisch nicht, aber wir haben uns in den Vorbereitungsspielen auch wieder so gefunden. Man muss aber auch sagen, dass Roel Brouwers für Martin ein super Ersatz ist. Er hat mit Dante hinten drin ein riesen Spiel gemacht. Wir sind auf jeder Position doppelt gut besetzt.

Petra Koch: Es ist doch auch schön, wenn man in eine Mannschaft reinkommt, die jetzt eben schon so ein bisschen zusammengewachsen ist, oder?

Mike Hanke: Ja, das stimmt. Aber ich muss auch sagen, dass es nicht nur die Elf sind, die jetzt gespielt haben sondern auch die, die hinten dran sind. Sie alle machen enorm viel Druck und das merkt man auch im Training. Die wollen auch spielen, aber leider können nur Elf spielen. Und das entscheidet dann letztendlich der Trainer.

Petra Koch: So ist es, dass muss er ja auch. Kommen wir mal so ein bisschen zu den Hobbys. Wie gut bist du denn im Tennis?

Mike Hanke: Ich habe zwei Freunde, die in Vereinen spielen und wenn ich dann mal in meinem Geburtsort Hamm bin, dann versuche ich dann auch mal, gegen die zu gewinnen. Aber da habe ich dann leider keine Chance und verliere meistens 6:1 und 6:1. Aber es macht trotzdem Spaß.

Petra Koch: Ich habe gehört, dass du ein Kinofan bist. Geht das noch, oder mit den Kindern nicht mehr so?

Mike Hanke: Doch. wir haben noch eine „Nanny" und eigentlich ist heute unser Tag an dem wir ins Kino gehen. Das letzte Mal war ich mit Jenny in dem Film „Brautalarm". Ist zwar ein Frauenfilm, aber ich fand ihn auch sehr lustig und amüsant.

Petra Koch: Autofan Mike Hanke, habe ich gelesen. Und Punkte in Flensburg ...

Mike Hanke: Ich interessiere mich schon für Autos und habe natürlich schon einen schnellen Flitzer. Und natürlich auch ein paar Punkte in Flensburg, aber das hält sich mit vier hält noch im Rahmen.

Petra Koch: Ok. Wer grillt denn, wenn Familie Hanke und Familie Marx zusammen grillen?

Mike Hanke: Da bin ich dann der Grillmaster, ich koche ja auch leidenschaftlich. Thorben mag sehr gerne Pute und Hähnchen. Da verwöhne ich ihn und unsere Frauen dann ein bisschen. Dazu ab und zu mal ein Steak oder ein Kotelett.

Petra Koch: Früher „Junkfood", heute begeisterter Koch. Kann man das so sagen, was klannst?

Mike Hanke: Koch würde ich mich jetzt nicht nennen. Als ‚Köchlein' vielleicht. Ich zaubere gerne alle möglich Nudelvarianten, gerne auch mal einen Braten, oder einen Salat. Ich entspanne mich beim kochen, daher mache ich dass sehr gerne.

Petra Koch: Wenn ich dich jetzt fragen würde: Was bisher noch keiner von mir weißt, ist... Könntest du diesen Satz zu Ende führen?

Mike Hanke: Ich bin eigentlich sehr offen und gebe eigentlich auch immer eine vernünftige Antwort, wenn mir einer eine vernünftige Frage stellt. Egal, was es ist. Ihr wisst ja auch schon sehr viel Privates über mich.

Petra Koch: Das Ein oder Andere kommt da schon mal raus, wenn man einige Zeit in der Bundesliga ist. Und eigentlich bist du ja auch so ein bisschen ein Medienliebling, oder?

Mike Hanke: Ich bin halt auch ein sehr Markanter Typ und falle in der Öffentlichkeit auf. Auch wenn ich durch die Stadt gehe, werde ich sehr oft angesprochen. Ich habe mich daran gewöhnt und es stört mich auch nicht. Ich habe es angenommen und bin auch immer freundlich zu euch, wenn ich vom Training komme und mache auch mal einen Scherz. Für mich gehört das dazu.

Petra Koch: Ich habe mit Thorben Marx gesprochen. Ihr beide kennt euch bereits seit jungen Jahren. Was macht ihn zum guten Freund?

Mike Hanke: Wir kennen uns entweder von der U18 oder U19-Nationalmannschaft. Mit ihm kann man sehr gut reden und wir haben zu verschiedenen Dingen den gleichen Draht. Unsere Frauen verstehen sich sehr gut und unsere Kinder spielen sehr gerne miteinander. Von daher passt das alles.

Thorben Marx über den Mensch Mike Hanke: Ich habe ihn bereits in den Jugendnationalmannschaften kennengelernt. Da wusste ich schon, dass er anders ist, als er vielleicht rüber kommt. Auch in dem Bereich hat er sich weiterentwickelt, würde ich sagen.

Man hat mit ihm gerade privat immer viel Spaß. Man sieht es an seinem Freundeskreis. Er hat viele Freunde, was auch für ihn spricht. Wie gesagt: Es macht immer Spaß, privat mit ihm Zeit zu verbringen. Er ist ein guter Junge.

Petra Koch: Du bist ja auch noch ein junger Kerl. Was sagst du denn, wenn du jetzt die 18 oder 19 jährigen bei euch siehst? Gibst du ihnen Ratschläge, kann man ihnen überhaupt etwas raten, oder müssen die einfach alle ihre eigenen Erfahrungen machen?

Mike Hanke: Es ist natürlich wichtig, dass sie ihre eigenen Erfahrungen machen. Aber natürlich reden wir auch sehr viel mit den jungen Spielern und geben ihnen Tipps, wie sie sich auch im privaten Bereich weiterentwickeln können und wie sie am besten mit den Medien umgehen. Es ist gut, dass sie Fehler machen. Ich habe früher auch sehr viele Fehler gemacht und habe daraus gelernt. Dass ist das Beste.

Petra Koch: Hast du manchmal so ein Déjà-vu und denkst dir, wo die Jahre hin sind?

Mike Hanke: Es ging schon alles sehr schnell, das stimmt. Ich bin ja jetzt auch schon gute zehn Jahre Fußballprofi. Ich habe schon einiges erlebt und habe über 200 Bundesligaspiele. Da fragt man sich schon, wo die ersten 50 Bundesligaspiele hin sind.

Petra Koch: In einer Zeitschrift habe ich auch Folgendes gelesen: „Wichtig wird es sein, Hanke dass Vertrauen zu schenken sowie das Spiel auf ihn umzustellen. Ein Mike Hanke, der eindeutig unter die Rubrik Stoßstürmer gezählt zählen darf, ist abhängig von Zuspielen über die Außen und Flanken, bei denen er sein großes Plus, nämlich dass Kopfballspiel, positiv umsetzen kann." Das war vor einem halben Jahr, als du gekommen bist. Als du vor einem halben Jahr kamst, da habe ich das gelesen. Jetzt muss ich sagen, dass du mich auch da überrascht hast, denn du stellst dich ja gar nicht vorne hin und wartest darauf was kommt.

Mike Hanke: Das Stimmt. Da habe ich mein Spiel auch ein bisschen umgestellt. Früher war es so, dass ich viele Bälle im Strafraum brauchte um Aktionen zu haben. Jetzt bin ich so der spielende Stürmer geworden. An sich tut das der Mannschaft sehr gut. In München habe ich jetzt nicht so viele Aktionen nach vorne gehabt, habe der Mannschaft aber sehr im defensiven Bereich helfen können. Wenn das klappt, dann ist dass natürlich hervorragend, denn die Mannschaft geht vor.

Petra Koch: Lässt man dann den Egoismus beiseite und sagt sich, dass ist jetzt alles mal nicht so wichtig?

Mike Hanke: Ich finde das wichtig, weil ansonsten kannst du als Mannschaft kein Erfolg haben. Wenn jeder nur auf sich schaut, dann klappt es nicht. Das haben wir zum Schluss der Rückrunde sehr gut gemacht. Da hat jeder dem anderen geholfen, auch wenn jemand den Ball verloren hat, hat ihn jeder wieder hochgepusht.

Dann hat eben ein anderer den Ball wieder zurückerobert. Das ist unser Ziel und wir müssen weiter daran arbeiten, dass sich jeder in bestimmten Bereichen weiterentwickelt und somit der Mannschaft auch hilft.

Petra Koch: Es erfordert sicherlich eine Menge Konzentration, wenn man das 93 oder 94 Minuten gegen München defensiv machen muss ...

Mike Hanke: Absolut. Wenn du als Stürmer 50, 60 Meter vor dem Tor verteidigst, dann ist es natürlich schon ein sehr langer Weg nach vorne. Gerade für mich, da ich nicht der schnellste Stürmer bin. In dem Spiel war das aber nicht das Entscheidende. Entscheidend war, dass wir diese eine Chance, die wir durch Igor bekommen haben, genutzt haben.

Dann haben wir gegen Bayern München hinten sehr wenig zugelassen. Klar hatten sie immer wieder die ein oder andere Möglichkeit, aber das kannst du gegen keine Topmannschaft verhindern. Dann musst du auch noch ein bisschen Glück haben.

Thorben Marx über den Fußballer Hanke: Er hat immer sehr viel für die Mannschaft getan. Ihm ist es auch egal, ob er trifft oder nicht. Hauptsache die Mannschaft ist erfolgreich. Das sieht man auch an seiner Spielart. Er ackert immer extrem viel und hält die Bälle gut. Ich glaube, er ist für uns eine richtige Verstärkung.

Petra Koch: Scheint so zu sein und du scheinst auch deine Kilometer abzulaufen, oder?

Mike Hanke: Das stimmt. Jeder kann da ja auf ‚Bundesliga.de', wie viel jeder Spieler im Spiel gelaufen ist. Es war schon enorm, was wir in München gelaufen sind. Wir sind mit 124,5 Kilometer genauso viel gelaufen, wie Borussia Dortmund. So muss es weiter gehen.

Petra Koch: Du hast schon angesprochen, du bist nicht der schnellste Stürmer. Das muss ja auch nicht immer sein. Igor ist auch nicht der schnellste Stürmer. Ihr habt aber jetzt einen australischen Jungen (Mathew Leckie, d. Red.) dabei, der scheint mir ziemlich schnell zu sein, oder?

Mike Hanke: Ja. Er ist sehr schnell, aber auch noch sehr jung. Er muss noch sehr viel lernen, aber er bringt auf jeden Fall sehr viel Talent mit.

Petra Koch: Aber es ist gut, dass man sich da auch ergänzen kann. Ihr habt ja noch viele Spiele vor euch, wo ihr jeden Mann braucht.

Mike Hanke: Das stimmt.

Petra Koch: Jetzt habt ihr gegen den FC Bayern gewonnen. Ich kann mich an ein Spiel in der letzten Hinrunde erinnern, als die Mannschaft gegen Leverkusen 6:3 gewann. Da haben alle gedacht, es wir eine super Saison. Du warst da zwar nicht bei, aber den Fehler machen wir nicht noch mal, oder?

Mike Hanke: Nein, absolut nicht. Ich war zwar noch nicht dabei, aber ich habe viele Spiele gesehen, wo die Mannschaft dann teilweise eingebrochen ist, teilweise dann aber auch Glück gehabt hat. Ich finde aber, dass man das Glück dann auch erzwingen und immer weiter an sich arbeiten muss sowie von Spiel zu Spiel denken sollte.

Das machen wir jetzt. Samstag kommt der VfB Stuttgart. Wir haben heute schon teilweise Videos über Stuttgart gesehen. Der Trainer stellt uns da immer hervorragend auf die Gegner ein.

Petra Koch: Ich habe immer das Gefühl, dass Lucien Favre so viele DVD´s schaut, sodass er im Schlaf sagen könnte, dass sind die Laufwege von Bayern und Stuttgart.

Mike Hanke: Das glaube ich auch und das ist unfassbar. Ich habe noch nie so einen Trainer gesehen, der sich so akribisch um Fußball kümmert und auch sehr, sehr viel weiß.

Petra Koch: Im Endeffekt ist es doch Aufgabe eines Trainers Lösungen zu finden und parat zu haben für das, was euch da auf dem Platz erwartet. Wenn man als Spieler merkt, dass das auch die Lösung ist, dann muss das doch auch richtig Spaß machen, oder?

Mike Hanke: Absolut. Es macht auch riesen Spaß, weil er uns so auf den Gegner einstellt, dass wir genau wissen, was der Gegner macht. Von daher müssen wir es einfach nur umsetzen. Das ist natürlich nicht immer so einfach, weil du auch auf viele Dinge reagieren musst. Das ist aber nicht unser Ziel, wir wollen sofort antizipieren. So werden wir auch die nächsten Spiele spielen und zum Erfolg kommen.

Petra Koch: Kann es ein Fehler sein, wenn man nur spielerisch versucht, Dinge zu lösen?

Mike Hanke: Das haben wir in München ja auch nicht gemacht. Wir haben die Bälle nach vorne gebolzt. Und das war auch die richtige Lösung. Noch mal irgendwie mit sechs man nach vorne zu laufen kann auch nach hinten los gehen, wenn du dann in einen Konter läufst. Dafür ist Bayern zu stark.

Petra Koch: Schauen wir mal auf Stuttgart. Da warst du im Hinspiel nicht dabei. Das war böse. Das Rückspiel war auch nicht so toll. Dass heißt, da ist noch eine Rechnung offen...?

Mike Hanke: Rechnung offen nicht. Ich halte da nichts von, weil jedes Spiel immer anders ist. Wir haben die letzte Saison sehr erfolgreich beendet und sollten uns dann auch auf uns konzentrieren. Und den Gegner nicht unterschätzen, weil sie gegen Schalke 3:0 gewonnen ein riesen Spiel gemacht haben. Da waren sie läuferisch sehr stark. Wir haben heute schon einiges gesehen und ich denke, dass wir da auch schon gut gewappnet sind.

Petra Koch: „Heute einiges gesehen", heißt Videoanalyse ... Wie lange dauert sowas?

Mike Hanke: Ja. Das ist unterschiedlich. Zwischen 20 und 30 Minuten. Je nachdem ob der Trainer dann noch etwas dazu sagt.

Petra Koch: Schaut man sich den Gegner am Spieltag selber auch noch mal an?

Mike Hanke: Ja. Vor dem Spieltag im Hotel und am Spieltag auch noch mal Video.

Petra Koch: Dann aber was anderes oder immer das Gleiche?

Mike Hanke: Verschiedenen Szenen wiederholen sich, aber das ist ganz gut, weil einige Spieler haben es dann vielleicht noch nicht ganz verstanden.

Petra Koch: Was erwartest du für ein Spiel?

Mike Hanke: Wir werden volle Pulle nach vorne spielen, werden den Gegner schon vorne attackieren, den Stuttgartern unser Spiel aufzwingen und sie gar nicht erst ins Spiel kommen lassen. Das denke ich, haben wir vor. Und dann haben wir die Fans, die gerade nach dem Sieg in München brennen werden, im Rücken, was für uns sehr wichtig ist. Die Vorfreude ist riesig.

Petra Koch: Jetzt treffen zwei Mannschaften aufeinander, die sich jetzt wahrscheinlich beide genug Selbstbewusstsein geholt haben ...

Mike Hanke: Klar, das stimmt. Aber wir haben auch von der letzten Saison her eine breite Brust. Und wir haben super Fans im Rücken. Von daher, habe ich da keine Angst, sondern ich freue mich auf das Spiel.

Petra Koch: Sage mir doch mal einen Grund, warum wir in dieser Saison diesmal alle ein wenig durchatmen können und wir nicht befürchten müssen, dass es so wie in der letzten Saison alles spitz auf Knopf kommt.

Mike Hanke: Ich habe es ja zu Beginn schon gesagt: Jeder macht Fehler und das ist auch gut so. Dann kann man sich verbessern. Und das werden wir in dieser Saison auch so machen. Aber wir werden es nicht so spannend wie in der letzten Saison machen.

Petra Koch: Das würde mich sehr freuen, obwohl es mit diesem Ausgang auch etwas hatte. Aber ich möchte es nicht jedes Jahr haben. Mike, vielen Dank für deinen Besuch und viel Glück für Stuttgart.


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