Nach dem tollen Auftaktsieg beim FC Bayern München heißt es nun für Borussia Mönchengladbach, diesen gegen den VfB Stuttgart mit einem positiven Ergebnis zu vergolden. Die Vorfreude bei Mannschaft und Fans ist gleichermaßen groß. Für das Spiel im Borussia-Park hat der VfL bereits rund 46.000 Tickets abgesetzt. Borussias Trainer Lucien Favre muss derweil nach wie vor auf Martin Stranzl verzichten.
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| Martin Stranzl muss auch gegen seinen Ex-Club pasen. Foto: Dirk Päffgen, Fohlen-Hautnah.de |
»Ich kann noch keine Prognose abgeben und muss von Belastung zu Belastung schauen«, hatte Stranzl am Montag gesagt. Der Österreicher nahm zwar am Mittwoch wieder das Training auf, doch die Wade reagierte im Anschluss an die Nachmittagseinheit derart, sodass ein Einsatz gegen seinen Ex-Club nicht möglich ist.
»Es ist zwar besser geworden, aber er kommt definitiv nicht infrage«, gab Lucien Favre auf der Pressekonferenz am Donnerstag bekannt. »Und ansonsten gibt es bisher keine Verletzungen zu beklagen«.
Somit wird Roel Brouwers erneut an der Seite von Dante in der Innenverteidigung auflaufen und versuchen, weiterhin den Laden dicht zu halten. Somit dürfte es im Vergleich zur Vorwoche keine Veränderung in der Startelf geben, da auch Tony Jantschke mitwirken kann.
Das konnte der Youngster am Dienstag aber bei der U21-Nationalmannschaft aufgrund einer in München erlittenen Prellung nicht. »Bei ihm ist alles okay, er ist wieder bei 100 Prozent«, gab Favre Entwarnung.
Davon ab sind alle Nationalspieler gesund von ihren gestrigen Einsätzen zurückgekehrt. »Alle Spieler kommen im Verlauf des Nachmittags zurück. Und zum Glück gibt es keine Verletzungen zu beklagen, sagte Favre«.
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So wird Lucien Favre wohl zum zweiten Mal hintereinander mit unveränderter Startformation das erste Heimspiel der neuen Spielzeit bestreiten. Und da wartet mit dem VfB Stuttgart sicherlich keine einfache Aufgabe. »Stuttgart hat auch schon in der Rückrunde sehr gut gespielt. Ganz klar, das ist eine sehr gute Mannschaft mit vielen Möglichkeiten nach vorne«, weiß Borussias Trainer und warnt: »Sie sind extrem gefährlich. Und das auch bei Kontern, da geht es sehr schnell nach vorne«.
»Aber noch einmal: Für uns ist es ganz egal, gegen wen wir spielen. Wir respektieren jeden Gegner, dürfen aber keine Angst haben«, so Favre weiter.
In der letzten Saison setzte es für den VfL gegen die Schwaben zwei herbe Niederlagen. Zunächst eine 0:7-Klatsche in Stuttgart, dann eine 2:3-Heimniederlage. Zwei Spiele, die für Borussias Übungsleiter in der Vorbereitung keine gesteigerte Rolle gespielt haben. »Darüber sprechen wir nicht. Was in der Vergangenheit passiert ist, interessiert mich persönlich nicht viel«, wiegelte Favre ab.
»Ich hoffe, dass die Mannschaft und auch alle Drumherum gelernt haben, was da im Unterbewusstsein passiert ist. Und ich habe das Gefühl, das die Mannschaft aus dem letzen Jahr, im Speziellen aus dem 6:3-Sieg gegen Leverkusen gelernt hat«, ist Max Eberl überzeugt, dass ein derartiger Einbruch wie im letzen Jahr nicht mehr eintritt.
»Trotzdem muss man auch das Positive und positive Gefühle aus dem Sieg mitnehmen, es aber eben immer wieder richtig einordnen«, so der Sportdirektor weiter. »Dass jedes Spiel wieder bei Null los geht und dass man all die Dinge, die man in München auf den Platz gebracht hat, auch gegen Stuttgart oder gegen wen auch immer auf den Platz bringen muss«.
»Wir haben in München einen Sieg eingefahren, der uns gut getan hat«, so Eberl. »Aber er ist auch nur drei Punkte wert und basierte auf einer guten Mannschaftsleistung, die eine gute Basis für eine gute Saison ist«.
Ein Sieg gegen den VfB Stuttgart würde dahingehend sicherlich gut tun. Und wenn genau die Tugenden wie im Spiel beim deutschen Rekormeister erneut abgerufen werden, dann ist eine gelungene Heimspielpremiere durchaus im Bereich des Möglichen.






