Im kommenden Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg steht Roel Brouwers aufgrund einer Gelbrotsperre in jedem Fall nicht zur Verfügung. Und auch Martin Stranzl wird Borussia Mönchengladbach gegen die „Wölfe" wohl nicht zur Verfügung stehen. Das könnte die Chance für Thorben Marx sein, der dann erstmals nach dem 2:0-Sieg gegen Hoffenheim in der vergangenen Saison wieder von Beginn an auflaufen würde. Im Fohlen-Hautnah-Interview spricht der 30-Jährige auch über seine Einsatzchancen und seine derzeitige persönliche Situation.
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| Gegen Stuttgart wurde Thorben Marx eingewechselt, nun gegen Wolfsburg von Beginn an? Foto: Dirk Päffgen, Fohlen-Hautnah.de |
Fohlen-Hautnah: Thorben, am Wochenende bist du eingewechselt worden. Und aufgrund der angespannten Personalsituation in der Innenverteidigung könntest du gegen den VfL Wolfsburg in die Startelf rücken, wenn Håvard Nordtveit an der Seite von Dante spielt. Sollte es so kommen, wäre das für dich sicherlich mal wieder eine Bewährungschance ...
Thorben Marx: Ich denke schon, dass ich am Wochenende mehr Chancen habe zu spielen, als vorher. Und das deshalb, weil ein Innenverteidiger ausfällt. Natürlich weiß ich nicht, was der Trainer macht. Da gibt es ja auch noch andere Möglichkeiten mit Filip Daems, Oscar Wendt oder ‚Howie' (Nordtveit, d.Red.) in die Mitte.
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Für mich ändert sich da generell aber nichts, weil ich immer so trainiere, als ob ich spielen würde. Sicherlich würde ich mich freuen, wenn ich ran darf, aber dass entscheidet natürlich der Trainer.
Fohlen-Hautnah: Du wärst bzw. bist also für einen Einsatz von Beginn an und über 90 Minuten gerüstet. Der letzte liegt schon einige Zeit zurück ...
Thorben Marx: Stimmt, der letzte Einsatz über 90 Minuten ist schon etwas länger her. Aber wir haben gerade die Vorbereitung hinter uns und so ist von uns jeder Spieler fit. Somit ist das auch für mich kein Problem.
Fohlen-Hautnah: Hat der Trainer denn schon mal mit dir auch dahingehend gesprochen, was du tun kannst, um wieder in die Mannschaft zu kommen?
Thorben Marx: Bisher nicht. Es ist ja auch so, dass die Mannschaft erfolgreich ist. Dann ist es klar, dass der Trainer da nicht großartig etwas ändert. Als Spieler hintendran muss auch immer etwas Geduld haben. Man weiß ja, wie schnell es im Fußball gehen kann. Für diesen Moment muss man dann bereit sein. Das bin ich jede Woche und hoffe dann auch, dass es irgendwann mal so weit ist.
Fohlen-Hautnah: Du bist ein erfahrener Spieler, der in seiner bisherigen Laufbahn eigentlich nahezu immer Stammspieler war. Wie geht man dann jetzt damit um, wenn man eher etwas hintenan steht?
Thorben Marx: Es ist nicht ganz einfach, keine Frage. Jeder Spieler will spielen und jeder Spieler ist ehrgeizig. Die Karriere ist nicht allzu lange und da will man natürlich so oft spielen, wie es geht. Aber als ich gespielt habe, habe ich auch schon immer gesagt, dass die Spieler hintendran auch wichtig sind.
Da darf man sich natürlich nicht hängen lassen. Dass mache ich jetzt auch nicht, sondern versuche die Mannschaft auch mit Gesprächen und Trainingsleistungen trotzdem zu unterstützen.
Und das auch, damit die Stammspieler immer gefordert werden. Ich denke, auch in der Situation kann man wichtig sein. Ich gehe immer davon aus, dass sich die Zeiten auch ändern werden und schaue immer positiv in die Zukunft. Für mich gibt es da also auch keinen Grund, zu wechseln.
Fohlen-Hautnah: Und wenn du nun mit Roman Neustädter gegen Wolfsburg von Beginn an die „Doppel-6" bilden würdest, dann gebe das auch keinerlei ‚Probleme'...?
Thorben Marx: Nein. Jeder von uns weiß, was er zu tun hat. Da hat jeder seine Aufgaben.
Fohlen-Hautnah: Schauen wir mal auf das Spiel gegen die „Wölfe". Was erwartest du für ein Spiel und wie müsst ihr dort auftreten, um ein positives Ergebnis, im besten Fall einen Sieg, zu erzielen?
Thorben Marx: Wolfsburg spielt im Moment auch sehr kompakt. Ich denke, dass sie gegen Bayern sogar einen Sieg verdient gehabt hätten. Derzeit sind sie schwer zu bespielen, aber wir müssen einfach so spielen, wie wir das können. Wir müssen in der Defensive weiter so kompakt stehen.
Im Moment bekommen wir sehr wenig Gegentore, was das erste Ziel sein muss. Vorne sind wir immer in der Lage, ein Tor zu machen. Wenn wir zu unserem Spiel finden denke ich, werden wir auch erfolgreich sein.
Fohlen-Hautnah: Bei einem Sieg wäre man zumindest für eine Nacht Tabellenführer. Steckt das ein wenig im Hinterkopf?
Thorben Marx: Nein, das spielt keine Rolle. Im Moment schaue ich auch nicht auf die Tabelle. Natürlich habe ich mitbekommen, dass wir Tabellenvierter sind, aber das spielt im Moment noch gar keine Rolle. Natürlich steht man lieber weiter oben als unten und es ist sowohl für das Auge als auch für das Gefühl schön, aber eine Rolle spielt das nicht wirklich.
Fohlen-Hautnah: Kann man abschließend schon ein bisschen sagen, wohin die Reise in dieser Saison geht, oder ist das auch noch zu früh?
Thorben Marx: Dafür ist es noch zu früh. Sicherlich haben wir uns verbessert und hoffentlich werden wir nichts mit dem Abstieg zu tun haben. Aber die Bundesliga ist so eng, da muss man jede Woche seine Leistung bringen. Und das gilt auch für uns. Wir sind eine Mannschaft, die 100 Prozent bringen muss.
Bringen wir auch nur ein oder zwei Prozent weniger auf den Platz, dann wird es schwer für uns, das hat man letztes Jahr gesehen. Wenn wir es schaffen, immer 100 Prozent abzurufen, dann denke ich, werden wir eine gute Saison spielen.






