Für Borussia Mönchengladbach steht am kommenden Freitag das zweite Heimspiel in Folge an. Und dort wartet ab 20:30 Uhr im Borussia-Park, für den bis dato rund 39.000 Tickets verkauft sind, mit dem VfL Wolfsburg sicherlich keine einfache Aufgabe. Borussias Trainer Lucien Favre ist derweil zu Umbaumaßnahmen in seiner Startformation gezwungen.
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| Lucien Favre fordert eine spielerische Verbsserung im Gegensatz zum letzten Heimspiel.Foto: Andreas Plum, Fohlen-Hautnah.de |
Dem Schweizer definitiv nicht zur Verfügung stehen der gelbrotgesperrte Roel Brouwers sowie die nach wie vor angeschlagenen Martin Stranzl (Wadenprobleme) und Igor de Camargo (Abriss des Dornfortsatzes am dritten Brustwirbel).
»Roel ist gesperrt, Igor und Martin können nicht spielen«, bestätigte Lucien Favre auf der Pressekonferenz am Mittwoch und will trotz der gewichtigen Ausfälle nicht jammern: »Sie sind alle für die Mannschaft zwar sehr wichtig, aber wir können es nicht ändern«.
Wie lange gerade Igor de Camargo noch pausieren muss, ist derzeit noch nicht abzusehen. »Er ist zunächst bis Freitag von der Berufsgenossenschaft krank geschrieben. Dann hoffen wir, dass die Schwellung im Rücken abgeklungen ist«, erläuterte Max Eberl. »Und dann können wir hoffentlich mehr dazu sagen«.
Wie der Schweizer allen voran die in der Viererkette nötige Umbaumaßnahme angehen will, wozu er mehrere Möglichkeiten hat, ließ er sich wie gewohnt nicht entlocken. Und somit auch nicht, ob Raúl Bobadilla gegen die „Wölfe" erneut von Beginn an stürmt, oder ob gar Mathew Leckie, der laut Favre »langsam kommt«, seine Startelfpremiere feiern darf.
Aller Voraussicht nach erneut im Aufgebot stehen wird, Joshua King. »Mehr kann ich noch nicht sagen«, so Favre im Bezug auf die Leihgabe von Manchester United.
»Ich kann zwei Tage vor dem Spiel leider nicht über die Mannschaft, die beginnt, sprechen. Ich muss ehrlich sagen, dass ich noch nicht weiß, wer anfängt«, erläuterte Favre und wird darüber noch mindestens eine Nacht schlafen: »Ich überlege noch und werde mich nach dem Abschlusstraining entscheiden. Aber ich darf nicht zu viel umstellen«.
Doch egal, welche elf Spieler 53-Jährige von Beginn an ins Rennen schickt, auf seine Truppe wartet mit den „Wölfen" eine bissige Truppe, die die unglückliche 0:1-Niederlage gegen den FC Bayern München wett machen möchte.
»Wolfsburg ist läuferisch, spielerisch, und auch in den Zweikämpfen unheimlich stark. Zudem sind sie gut in der Balleroberung und sehr gut organisiert«, weiß Lucien Favre und ergänzte prägnant: »Sie haben einfach viel Qualität«.
Und um genau diese Qualität in Schach zu halten, hat der Schweizer folgendes Erfolgsrezept parat: »Wir müssen weniger kompliziert, mehr über die Außen und insgesamt intelligenter nach vorne spielen, um ein paar Lücken zu finden«, forderte Favre gerade im Vergleich zum vergangenen Heimspiel gegen Stuttgart eine Verbesserung. »Es wird schwer«, prophezeit der Trainer. »Wir haben Respekt, aber wir müssen wie vor jedem anderen Gegner keine Angst haben«.
Bestreiten die „Fohlen" die Wölfejagd" derart erfolgreich, dass unter dem Strich der erste Heimsieg steht, dann winkt zumindest für eine Nacht die Tabellenführung der Fußball-Bundesliga.
Eine Tatsache, über die sich Lucien Favre natürlich freuen würde, ihr aber dennoch nicht allzu viel Gewicht schenkt. »Für unsere Fans wäre das natürlich eine schöne Sache, und auch ich würde mich freuen, wenn wir nach dem Spiel sieben Punkte auf dem Konto hätten, alles andere interessiert mich aber nicht«, so Favre. »Ich konzentriere mich nur auf das Spiel am Freitag«.
Macht dies seine Truppe auch, wirft in dem ersten Flutlichtspiel alles in die Waagschale und legt spielerisch noch eine Schippe drauf, dann ist es durchaus im Bereich des Möglichen, dass das "Wolfsrudel" im "Fohlenstall" nichts zu melden hat ...






