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»Nach vorne spielen und gut verteidigen«

Mit Igor de Camargo nach Gelsenkirchen

Ehe es für Borussia Mönchengladbach in die zweiwöchige Länderspielpause geht, gilt es, sich in diese mit einem positiven Ergebnis zu verabschieden. Dabei steht am kommenden Sonntag die Aufgabe beim zuletzt starken FC Schalke 04 auf dem Programm. Borussias Trainer Lucien Favre muss in der Veltins-Arena weiterhin auf Martin Stranzl verzichten, Igor de Camargo steht dagegen wieder zur Verfügung.

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Lucien Favre kann gegen Schalke wieder auf de Camargo zurückgreifen.  Foto: Andreas Plum, Fohlen-Hautnah.de

Martin Stranzl nahm nach seinen Wadenproblemen in dieser Woche zwar wieder die Arbeit auf dem Trainingsplatz auf, absolvierte dort jedoch ein individuelles Programm, weshalb der Österreicher sein Saisondebüt weiter verschieben muss.

»Es ist noch zu früh für ihn, um gegen Schalke zu spielen«, schloss Lucien Favre auf der Pressekonferenz am Freitag, bei der Sportdirektor Max Eberl übrigens nicht vertreten war, einen Einsatz des Innenverteidigers aus. In der kommenden Woche soll der 31-Jährige dann im Testspiel gegen Zweitligist MSV Duisburg zum Einsatz kommen.

Auf der anderen Seite steht Roel Brouwers nach seiner abgesessenen Gelb-Rot Sperre wieder zur Verfügung und könnte somit wieder an der Seite von Dante verteidigen.

Dann würde Håvard Nordtveit wieder seine angestammte Position im defensiven Mittelfeld einnehmen und mit Roman Neustädter die „Doppel-6" bilden, während Thorben Marx auf der Bank Platz nehmen müsste. Eine Umstellung, die Lucien Favre aller Voraussicht nach wohl vor vornehmen wird.

Wohl eher keine Umbaumaßnahmen geben wird es unterdessen in der Besetzung der Offensive, wenngleich Igor de Camargo nach seinem Abriss des Dornfortsatzes im dritten Brustwirbel wieder zur Verfügung steht. »Igor hat diese Woche alle Trainingseinheiten mitgemacht, er ist wieder bereit«, sagte Lucien Favre. »Es ist gut, dass er wieder dabei ist. Das war nicht so schnell geplant«.

Ob der belgische Nationalspieler auch gleich wieder von Beginn an aufläuft, oder ob Raúl Bobadilla die Gelegenheit bekommt, seinem starken Auftritt gegen den VfL Wolfsburg Nachhaltigkeit zu verleihen, verriet der Schweizer wie gewöhnlich nicht. »Das weiß ich noch nicht«, ließ sich Favre nicht in die Karten schauen.

Fest steht jedoch, dass Joshua King für de Camargo den Platz im Aufgebot räumen muss. Der Norweger spielt stattdessen eben so wie Yuki Otsu am heutigen Freitag mit Borussias U23 in der Regionalliga West gegen den SC Verl.

Unterdessen wartet auf die Borussen mit dem Spiel gegen den Tabellenvierten sicherlich keine einfache Aufgabe. Gerade auf Borussias Defensivabteilung wird in der Veltins-Arena wohl eine Menge Arbeit zukommen. In den vergangenen drei Pflichtspielen erzielten die Schalker sage und schreibe 15 Tore.

»Sie sind sehr offensiv und machen ein intensives und manchmal auch sehr hohes Pressing«, weiß Lucien Favre, der die „Knappen" im Spiel gegen den VfB Stuttgart und auch beim gestrigen furiosen 6:1-Sieg gegen HJK Helsinki im Fernsehen studiert hat.

Und allen voran Klaas Jan Huntelaar hatte mit seinen vier Treffern dafür gesorgt, dass der FC Schalke gegen die Finnen im Rückspiel den Einzug in die Gruppenphase der Europa League perfekt machte. Der Niederländer traf in den letzen beiden Pflichtspielen fünfmal in die Maschen. »Wir wissen, dass Huntelaar viele Tore erzielen kann. Er ist extrem gefährlich und hat einen guten rechten Fuß«, weiß Borussias Trainer um die Stärken des niederländischen Nationalspielers.

»Aber er ist nicht der einzige, der gefährlich ist. Jefferson Farfán und auch Raúl sind wieder zurück«, so Favre weiter und warnte: »Also es gibt viele Namnen, die gefährlich sind und auf die wir aufpassen müssen«.

Aufpassen, aber auch mit dem guten Saisonstart im Rücken und mit breiter Brust nach Gelsenkirchen reisen werden die Borussen. »Wir respektieren Schalke, aber wir haben keine Angst«, sagte Favre und fügte hinzu: »Jede Mannschaft hat Schwächen, auch Schalke. Welche das sind, darüber möchte ich nicht sprechen«.

»Wir müssen den Schalker Druck aushalten und mehrere Situationen beherrschen. Aber wir müssen auch auswärts viel Ballbesitz haben, nach vorne spielen und gut verteidigen«, gibt Borussias Trainer die Marschroute vor. »Und wir müssen unnötige Ballverluste vermeiden, da Schalke eben ein intensives Pressing macht und bei Ballbesitz sehr schnell nach vorne geht«.

Das beherzigt und abermals alles in die Waagschale gelegt, dann sind die „Knappen" vom in diesen Tagen selbstbewusst und gefestigt auftretenden VfL durchaus zu knacken ...


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