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»Angeknockte Gegner sind immer die schwierigsten«

Ter Stegen gibt grünes Licht, Hanke und de Camargo weiterhin fraglich

Für Borussia Mönchengladbach steht am kommenden Samstag die Aufgabe eim Hamburger SV auf dem Programm. Mit welchem Personal Borussias Trainer Lucien Favre am Freitrag in die Hansestadt reisen kann, wird sich aufgrund der Fragezeichen bei Mike Hanke und Igor de Camargo erst nach dem Abschlusstraining entscheiden. Marc-André ter Stegen ist dagegen nach seinem schmerzhaften Zusammenprall mit Torwarttrainer Uwe Kamps wohl einsatzbereit, wie der 19-Jährige verlauten ließ.

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Gibt trotz Trainingsunfall grünes Licht: Marc-André ter Stegen. Foto: Dirk Päffgen, Fohlen-Hautnah.de

Borussias Nummer eins war am Donnerstagmorgen beim Fußballtennis der Torhüter mit Torwarttrainer Uwe Kamps zusammengeprallt und hatte sich dabei an zwei Zähnen Ecken angebrochen, während Uwe Kamps eine schwere Platzwunde davon trug. Beide fuhren nach kurzer Behandlung auf dem Platz umgehend ins Krankenhaus, Borussias Nummer eins wird weiter zahnärztlich behandelt.

Doch eine Zwangspause hat dieser Zusammenprall wohl eher nicht zur Folge. »Es war ein harter Zweikampf wie er im Fußball nun mal vorkommt, aber ich bin optimistisch, dass Marc-André trotzdem am Samstag spielen kann«, zeigte sich Lucien Favre auf der Pressekonferenz am Donnerstag zuversichtlich.

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» Probleme und Lösungen

»Ich kann spielen«, beißt ter Stegen derweil buchstäblich auf die Zähne und gab am Donnerstagnachmittag im Gespräch mit unserer Redaktion grünes Licht, wollte allerdings nicht mehr auf den Hergang eingehen: »Ich kämpfe mit der Mannschaft am Samstag in Hamburg um drei Punkte, alles andere ist egal«.

Ob hingegen auch die zurzeit angeschlagenen Igor de Camargo (Probleme im Adduktorenbereich) und Mike Hanke (Probleme im rechten Knie) am Samstag mit um drei Punk kämpfen können, wird erst nach dem Abschlusstraining am Freitag entschieden. »Wir müssen bei beiden bis Morgen abwarten, ob sie Morgen trainieren können«, konnte Lucien Favre noch keine Prognose abgeben. »Ich bin optimistisch, aber wenn sie nicht spielen können, müssen wir eine Lösung finden«.

Beide Angreifer konnten auch am Donnerstag nicht mit der Mannschaft trainieren, sondern wurden stattdessen behandelt. »In der letzten Woche habe ich unter Schmerzmittel trainiert und gespielt. Da war es okay«, erläuterte Mike Hanke seine Schmerzen und fügte hinzu: »Auf Dauer mit Schmerzmittel zu spielen, ist natürlich nicht ratsam. Dann habe ich es mal ohne probiert, das ging dann nicht. So habe ich erst einmal zwei Tage eine Trainingspause eingelegt und schaue morgen, ob es besser ist und ob es geht«.

»Natürlich ist klar, dass die Wahrscheinlichkeit hoch ist, dass es sich wieder entzündet und eine Reizung auftritt, wenn noch Flüssigkeit vorhanden und es noch nicht so verheilt ist, dass ich ohne Schmerzen spielen kann«, so der Angreifer weiter und ergänzte: »Von daher müssen wir schauen, wie es morgen ist. Lieber fehle ich ein Spiel als mehrere Wochen. Natürlich möchte ich spielen und wenn es geht, dann fahre auch mit«.

Wohlmöglich wird Borussias Trainer seine Startformation erneut umbauen müssen und vielleicht auch wollen, auf das System trifft das aber definitiv nicht zu. »Egal, ob Igor und Mike spielen können, wir werden wieder im 4-4-2 spielen«, legte sich Favre fest.

Ob hingegen Martin Stranzl wieder in die Innenverteidigung zurückkehrt und ob Håvard Nordtveit wieder anstelle von Thorben Marx in das defensive Mittelfeld rückt, wollte Borussias Fußballlehrer wie gewöhnlich ebenso nicht nicht Preis geben, wie generelle Aufstellungsfragen. »Oftmals entscheiden Details, warum einer spielt«, erklärte Favre indes seine Personalentscheidungen im Spiel gegen den 1.FC Kaiserslautern. »Ich muss bis morgen warten, um den Kader festzulegen«.

Doch egal, mit welchem Kader der VfL in die Hansestadt reist und egal, welche Spieler von Beginn an auf dem Platz stehen, es wartet mit dem angezählten HSV sicherlich kein Gegner, der im Vorbeigehen zu bezwingen sein wird und den es zu unterschätzen gilt.

»Wir haben großen Respekt vor dem HSV, der über einen herausragenden Kader mit vielen guten Spielern verfügt«, warnte Favre der zudem weiß, dass der derzeitige Tabellenplatz nicht sonderlich viel aussagt: »Ich habe alle Spiele der Hamburger gesehen, sie waren zum Teil nicht so schlecht. Zuletzt hätten sie in Bremen ein Unentschieden erreichen können, das sagt doch alles aus«.

Auch die Protagonisten sind gewarnt und und sich der durchaus nicht einfachen Aufgabe bewusst. »Fakt ist, dass der HSV einen riesigen Kader hat. Sie sagen zwar immer, dass sie einen Umbruch haben, aber sie haben eine richtig gute Mannschaft und Spieler mit viel Qualität«, warnt Tony Jantschke. »Deshalb passt es auch nicht zu sagen, dass wir dort als Favorit hinfahren, wie von manchen dargestellt. Wir wollen dort auf jeden Fall etwas mitnehmen, aber es wird auf jeden Fall nicht so leicht, wie es vielleicht angenommen«.

Und das nicht ohne Grund. Wenngleich der HSV mit lediglich einem Punkt die „Rote Laterne" inne hat und bereits sechzehn Gegentore in fünf Bundesligaspielen hinnehmen musste, so wird die Truppe von Michael Oenning alles dafür tun, um den ersten Saisonsieg einzufahren.

»Wir sind darauf vorbereitet, dass die Hamburger möglicherweise viel Druck machen werden, denn sie wollen unbedingt zuhause punkten«, so Favre. »Aber auch wir wollen etwas aus Hamburg mitnehmen. Daher werden wir versuchen, hoch zu stehen und mutig nach vorne zu spielen«.

Auch die Spieler sind weit davon entfernt, den derzeit etwas taumelden Bundesliga-Dino auf die leichte Schulter zu nehmen. »Wir sind gewarnt. Angeknockte Gegner sind immer die schwierigsten. Hamburg steht mit dem Rücken zur Wand. Und so werden wie auch auftreten - aggressiv und mit dem Versuch, uns zu pressen«, ist sich auch Jantschke der Aufgabe bewusst. »Aber wir probieren unser Spiel durchzuziehen, so wie das bisher auch ganz gut geklappt hat«.

»Hamburg steht mit dem Rücken zur Wand. Sie haben nichts zu verlieren und werden uns gut unter Druck setzen«, prophezeit Roman Neustädter und gibt die Devise aus: »Wir müssen konzentriert, einfach und schnell spielen. Für uns zählt es, wie immer hinten gut zu stehen und darüber hinaus nach vorne unsere Chancen suchen und mit viel Geduld spielen«. Das alles in die Waagschale gelegt, dann sollte der VfL beim Duell der Rauten zumindest nicht leer ausgehen.


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