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Mike Hanke: »Ball flach halten und von Spiel zu Spiel denken«

Nach Nürnberg: Standpunkt mit Mike Hanke

Mike Hanke kam nach seinen überwundenen Knieproblemen beim knappen, aber am Ende hochverdienten 1:0-Sieg von Borussia Mönchengladbach gegen den 1. FC Nürnberg wieder von Beginn an zum Einsatz. Am Tag nach dem stand der Angreifer den zahlreich vertretenden Medienvertretern Rede und Antwort.

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Mike Hanke war gegen den "Club" wieder mit von der Partie. Foto: Dirk Päffgen, Fohlen-Hautnah.de

Mike Hanke über...

... seine Leistung im Spiel gegen den 'Club':

Ich denke, in der ersten Halbzeit habe ich richtig gut gespielt. Habe kaum Fehler gemacht, habe die Bälle gehalten und habe mit Torchancen kreiert. In der zweiten Halbzeit habe ich dann den ein und anderen Fehler gemacht. Letztendlich haben wir gewonnen und das ist das, was zählt.

... die zahlreichen Torchancen gegen den 1.FC Nürnberg:

Luft nach oben gibt es immer. Wir müssen daran arbeiten, dass wir vor dem Tor noch eiskalter werden. Normalerweise sind wir das auch. Vielleicht hat da etwas die Konzentration gefehlt, aber man muss sich diese Chancen auch erst mal herausspielen und das war wiederum positiv. Aber letztendlich haben wir trotzdem drei Punkte eingefahren und das ist das, was zählt.

... die Aussage von FCN-Coach Dieter Hecking, gegen eine der momentan besten Mannschaften verloren zu haben:

Wir haben ein gutes Spiel gemacht aber ich glaube, da sind anderen Mannschaften noch ein bisschen besser wie wir. Klar, es läuft momentan gut für uns und wir haben jetzt dreimal hintereinander 1:0 gewonnen. Aber so müssen wir weiter machen.

...die Musik, die am Sonntag unüberhörbar aus der Kabine nach draußen drang:

Es ist alles gemischt. Wir haben eine Playlist zusammengestellt, wo von jedem sein Lieblingslied drauf ist. Es ist viel brasilianische Musik, sprich viel Salsa dabei. Es ist auf jeden Fall schön anzuhören.

...die Stimmung und ob man sich ob des momentanen Höhenflug mitunter die Augen reibt:

Wir haben keinen Höhenflug. Wir machen nur unseren Job und versuchen, jedes Spiel zu gewinnen. Das klappt zurzeit ganz gut. Aber wir wissen, dass die Saison noch sehr jung ist und dass das zurzeit eine Momentaufnahme ist. Wir sind Zweiter, das liest sich natürlich schön und wollen dort zumindest lange bleiben.

... den Zeitraum, den man auf dem momentanen Tabellenplatz verbringen möchte:

Das wird sich zeigen, wir denken da von Spiel zu Spiel. Das haben wir in der letzten Saison und in der Hinrunde auch immer gesagt und getan. Da wollten wir auch jedes Spiel gewinnen. Jetzt fahren wir nach Freiburg und wollen da auch gewinnen.

... die Euphorie und Träume im Umfeld:

Wie gesagt: Es war erst der siebte Spieltag. Es ist natürlich auch für die Fans schön, sie können träumen. Und wir träumen natürlich auch.

... die Träume der Spieler:

Wir träumen natürlich davon, dass wir da oben bleiben. Das ist natürlich schön. Und wenn wir dann vielleicht nach dem 34. Spieltag auch oben mitspielen, dann ist das natürlich sensationell. Aber trotzdem ist es noch ein weiter Weg, das wissen wir. Wir halten den Ball flach und denken von Spiel zu Spiel.

... die Situation, die Hannover erlebt hat und Parallelen zur Borussia:

Es gibt einfach einen enormen Schub, der Zusammenhalt wächst. Gerade der gelungene Klassenerhalt, an dem jeder einen Teil dazu beigetragen hat, pusht jeden und gibt Freude für die neue Saison. Das alles haben wir mitgenommen und versuchen so lange wie es nur geht, beizubehalten.

... die Tatsache, als bisher einzige Mannschaft den FC Bayern München geschlagen zu haben:

Das ist schon bewundernswert. Das letzte Tor, was Bayern bekommen hat, war gegen uns. Ich habe gehört, dass sie jetzt seit 13 Stunden ohne Gegentor sind. Ich habe ihr Spiel gegen Leverkusen auch gesehen und es war wieder beeindruckend, was sie da wieder geleistet haben. Sie sind natürlich absoluter Topfavorit für die Meisterschaft. Es war natürlich ein schönes Erlebnis, sie geschlagen zu haben, aber auch nur eine Momentaufnahme.

... den Anteil von Lucien Favre an dem Höhenflug:

Er hat daran enormen Anteil. Er hat uns zusammengeschweißt und hat die Mannschaft wieder so in Schwung gebracht, dass wir auch so enge Spiele, wie gegen Nürnberg gewinnen. Gestern hatten wir viele Möglichkeiten, ein Tor zu erzielen und haben das Spiel dann letztendlich durch einen Elfmeter gewonnen. Das sind drei Punkte, über deren Zustandekommen morgen keiner mehr redet. Taktisch ist er der beste Trainer, den ich je hatte. Wir haben auf und neben dem Spielfeld viele Freiheiten und regeln vieles selber. Das macht er sehr gut.

... die Freiheiten, die Lucien Favre der Mannschaft gibt:

Auf dem Spielfeld haben wir natürlich eine gewisse Ordnung, haben aber auch jeden Freiraum nach vorne. Wir können da teilweise hinlaufen, wohin wir wollen und den Gegner somit verwirren. Und wenn wir gewinnen, können wir auch mal feiern.

... den besten Saisonstart nach 35 Jahren und wie man diesen auch mit dem Hintergrund der damaligen Entstehung der „Fohlenelf" wahrnimmt:

Wie gesagt: Es ist zurzeit natürlich auch für die Fans richtig schön. Ich sehe nur strahlende Gesichter. So wollen wir es lange beibehalten. Trotzdem ist es wie gesagt nur eine Momentaufnahme. Wir müssen von Spiel zu Spiel weiterarbeiten. Das fängt am Dienstag wieder mit einer harten Trainingswoche an. Dann müssen wir in Freiburg zu 100 Prozent unsere Leistung abrufen. Wir bleiben auf dem Boden und wissen genau, dass es am Samstag erst der 8. Spieltag ist.

... die Dinge, die ihm aus der Zeit der „Fohlenelf" in Erinnerung geblieben sind:

Da möchte ich nicht zurückdenken, weil für mich nur die Zukunft zählt. Wir haben eine enorm starke Mannschaft, mit der wir einiges erreichen können, wenn wir weiter hart arbeiten. Und wir können uns mit dem Trainer, der uns immer wieder fordert und kleinste Details anspricht, noch weiterentwickeln.

... die 16 Punkte, die aktuell zu Buche stehen:

Ich hoffe natürlich, dass wir mit dem Abstieg nichts mehr zu tun haben werden, davon reden wir auch nicht. Wir wollen so lange wie möglich oben bleiben und so schnell wie möglich unsere Punkte einfahren, dass wir nicht mehr unten reinrutschen können. Wenn man die Tabelle liest, ist es zurzeit natürlich ein schönes Gefühl, aber trotzdem wissen wir ganz genau, dass es von Spiel zu Spiel sehr hart wird. Wir müssen einfach zu 100 Prozent unsere Leistung abrufen, um am nächsten Samstag dann auch Freiburg zu schlagen.

... das Negativbeispiel Frankfurt, die nach einer starken Hinrunde am Ende abgestiegen sind:

Deshalb sagen wir auch, dass es nur eine Momentaufnahme ist und träumen nicht irgendwie und sagen, dass wir jetzt die Champions- oder Europa League-Plätze angreifen. Klar ist das ein Traum für jeden, aber letztendlich wissen wir, dass wir von Spiel zu Spiel denken müssen. Und das tun wir. Wir wollen in Freiburg wieder drei Punkte holen. Dann haben wie vielleicht 19 Punkte und dann geht's weiter.

... über die Punkteausbeute den daraus resultierenden Tabellenstand nach sieben Spieltagen:

Wir können auf jeden Fall sagen, dass wir einen hervorragenden Start hingelegt haben. Trotzdem sind noch so viele Spiele. Wir müssen einfach diese Spannung, die wir zurzeit haben, aufrecht erhalten und diese Aggressivität auf dem Platz, immer wieder abrufen, das Glück erzwingen.

... den Blick auf die Tabelle:

Ich schaue auf die Tabelle und genieße diesen Anblick einfach. Und sicherlich ist es schön zu träumen. Ich glaube, dass jeder zuhause bei einer ruhigen Minute träumt. Aber ich weiß auch, dass es wieder anders aussehen kann, sprich wir das ein oder andere Spiel verlieren können und vielleicht auch werden. Und wie gesagt: Es ist eine Momentaufnahme. Es sind erst sieben Spiele gespielt und wenn es am 33. oder 34. Spieltag immer noch so aussieht, dann können wir darüber reden. Wir haben jetzt eine kleine Serie gestartet und die müssen wir weiter ausbauen. Wenn das dann immer mit 1:0 ist, reicht das auch.


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