Mit einem positiven Ergebnis möchte sich Borussia Mönchengladbach in die anstehende Länderspielpause verabschieden. Dazu gilt es am kommenden Samstag im Spiel beim Tabellenvorletzten SC Freiburg in den Punkten zu bleiben. Borussias Trainer Lucien Favre muss im Breisgau in jedem Fall auf Mathew Leckie verzichten und hat zudem derzeit mit einigen Fragezeichen zu kämpfen.
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| Die Borussen wollen auch in Freiburg jubeln. Foto: Dirk Päffgen, Fohlen-Hautnah.de |
Der Australier zog sich beim finalen Torschusstraining am Mittwochnachmittag einen Muskelfaserriss im rechten Bein zu und wird dem VfL zwischen zwei und vier Wochen nicht zur Verfügung stehen.
»Ich hoffe, dass es nur zwei Wochen werden, aber ich möchte nicht zu sehr drängen, weil es das schon mal lädierte Bein ist«, sagt Leckie und will gerade auch deshalb nichts überstürzen: »Da muss ich ein wenig vorsichtiger sein«.
Und so wird der Angreifer demnach zunächst aller Voraussicht nach die kommenden sieben bis zehn Tage mit dem Training aussetzten und dabei vorrangig verstärkt mit den Physiotherapeuten arbeiten.
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»Danach kann ich hoffentlich wieder langsam auf den Platz gehen und mit Laufen und individuellen Training beginnen«, skizziert der 20-Jährige die weitere Vorgehensweise.
Während Roel Brouwers nach seiner muskulären Reizung am Sitzbein wieder zur Verfügung steht, so steht derzeit hinter den Einsätzen von Joshua King (Rückenprobleme) und Thorben Marx, der aufgrund von Problemen am Hüftmuskel am Mittwoch kürzer treten musste, ein Fragezeichen. »Es wird sich erst Morgen entscheiden, ob es geht«, muss Thorben Marx erst den Härtetest am Freitag abwarten. »Aber ich hoffe es natürlich«. Sollte der 30-Jährige passen müssen, stünde Håvard Nordtveit Gewehr bei Fuß.
Bei beiden wird das Abschlusstraining am Freitag darüber entscheiden, ob sie zur Verfügung stehen oder nicht. »Wir werden Morgen sehen, ob es geht«, gab Lucien Favre auf der Pressekonferenz am Donnerstag bekannt. Lösungen, wie er die eventuellen Ausfälle zu kompensieren gedenkt und wer stattdessen in den 18er-Kader rücken könnte, verriet der Fußballlehrer indes wie nahezu gewohnt nicht.
Derweil ist eine derartige Zeitspanne bei Roman Neustädter nicht von Nöten. Der 23-Jährige vom ukrainischen Fußballverband umworbene defensive Mittelfeldspieler musste zwar aufgrund von leichten Leistenproblemen etwas kürzer treten, steht im Breisgau wohl aber zur Verfügung. »Ich habe keine Probleme mehr und werde spielen können«, zeigt sich Neustädter zuversichtlich.
Wenn davon ab der Tabellendritte zum Tabellenvorletzten fährt, dann ist die Favoritenrolle eigentlich klar - zumindest von der Papierform her. Doch auch wenn der Sportclub die letzten drei Spiele in Folge allesamt verloren und dabei sage und schreibe dreizehn Gegentreffer hingenommen hat, so wird der VfL den Tabellenvorletzten alles andere als auf die leichte Schulter nehmen.
»Sie haben für mich gegen Schalke eine sehr gute Leistung gebracht. Es hätte durchaus 4:1 für Freiburg heißen können. Zu hause gegen Stuttgart haben sie nur 2:1 verloren, da hätten sie durchaus Unentschieden spielen oder auch gewinnen können«, lässt sich Favre von den letzten Negativergebnissen der Breisgauer nicht beeinflussen.
Und hat seiner Mannschaft auch aufgrund dessen nicht die 0:7-Klatsche beim FC Bayern München gezeigt. »Das entspricht nicht ihrer Qualität, die sie zweifelsohne haben«, warnt Favre.
»Wir lassen uns von den letzten Ergebnissen nicht blenden. Es wird sicherlich ein schwieriges Spiel. Freiburg ist auswärts immer eine unangenehme Mannschaft«, warnt auch Roel Brouwers.
Gerade in der Offensive besitzt der Sportclub in Person von Papiss Demba Cissé gehörige Qualität. Der Stürmer traf in sieben Spielen bereits sechsmal ins Schwarze und gab zudem drei Torvorlagen. »Cissé ist ein unglaublicher Spieler. Er verhält sich gut, ist extrem schnell, ist mit dem Kopf gefährlich und versteh Fußball sehr gut«, lobt Favre den 26-Jährigen. »Aber Freiburg hat nicht nur Cissé«, will der Schweizer die starke Offensive nicht lediglich auf den Senegalesen herunter brechen.
»Es wird ein schweres Spiel für uns«, hebt Favre den Finger. »Sie sind in einer Situation, die wir auch kennen. Aber wir wollen so weiter machen und weiter punkten. Egal ob gegen Freiburg oder gegen wen«.
»Wir haben Selbstvertrauen und das müssen wir mitnehmen. Dann haben wir sicherlich die Chance, in Freiburg die Punkte mitzunehmen. Wir gehen in jedes Spiel, um zu gewinnen«, untermauert Brouwers. »Das wollen wir auch in Freiburg und dann werden wir sehen, was dabei am Ende rauskommt«.
Dementsprechend wollen die Borussen wie gewohnt auf dem breitesten Platz der Fußball-Bundesliga zu Werke gehen. »Für uns spielt es keine Rolle, ob wir zuhause oder auswärts spielen, wir wollen weiter sehr hoch und viel nach vorne spielen, wenn es möglich ist, müssen aber auch Geduld haben«, gibt Favre die Marschrichtung vor.
Und wenn seine Mannschaft all diese Dinge an den Tag legt, dann ist es durchaus möglich, dass der Höhenflug auch im Breisgau keinen Dämpfer erhält.






