Ehe es in die zweiwöchige Länderspielpause geht, heißt es für Borussia Mönchengladbach im Auswärtsspiel beim SC Freiburg die nächsten Punkte einzuheimsen. Doch einfaches Unterfangen wird das gegen den derzeitigen Tabellenvorletzten nicht, wie auch Filip Daems weiß. Vor dem Spiel sprachen wir mit Borussias Kapitän.
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| Filip Daems warnt vor den angeschlagenen Freiburgern. Foto: Dirk Päffgen für Fohlen-Hautnah.de |
Fohlen-Hautnah: Filip, bisher habt ihr in sieben Spielen erst drei Gegentreffer hinnehmen müssen. Ist die Abwehr also der Schlüssel für den derzeitigen Erfolg?
Filip Daems: Klar, auch. Wenn du wenige Gegentore bekommst, dann gibt das der Mannschaft natürlich auch Vertrauen.
Das Wichtigste ist, dass man erst mal in der Defensive stabil steht. Nach vorne haben wir dann genügend Qualität und sind immer in der Lage, etwas zu machen.
Fohlen-Hautnah: Wie wichtig ist da aber gerade auch für euch, dass ihr mit Marc-André ter Stegen einen mehr als sicheren Rückhalt habt, der immer auf Ballhöhe ist?
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Filip Daems: Sehr wichtig, das habe ich schon oft gesagt. Es ist sehr wichtig, wenn du so einen jungen Torhüter hinter dir hast, der so viel Ruhe und Vertrauen ausstrahlt. Da weiß man, dass immer noch Marc da ist, wenn mal jemand durch kommt. Es ist schon erstaunlich, wie weit er schon mit 19 Jahren ist.
Fohlen-Hautnah: Kommen wir zur kommenden Aufgabe. Am Samstag geht's in den Breisgau zum Tabellenvorletzten SC Freiburg. Zumindest vom Papier her eine klare Angelegenheit, oder?
Filip Daems: Freiburg hat zwar erst vier Punkte und steht am Tabellenende, aber das heißt nichts. Wir müssen uns wie in jedem Spiel auch am Samstag auf einen schweren Gegner einstellen. Sie sind eine schwer zu bespielende Mannschaft und sind vor allem zu Hause gut. Und letzte Woche hätten sie in Schalke den Platz eigentlich als Sieger verlassen müssen.
Fohlen-Hautnah: Freiburg wird versuchen, das Geschehen an sich zu reißen und das Spiel zu machen, während ihr vielleicht erst einmal lauern könnt. Was erwartest du also für ein Spiel?
Filip Daems: Zunächst einmal bringt zu viel abwarten auch nicht viel und das ist auch nicht unser Spiel. Wir wollen wie in den vergangenen Wochen versuchen, auch unser Spiel zu machen. Natürlich mit Respekt vor dem Gegner, aber wir wollen dem Spiel unseren Stempel aufdrücken und versuchen, dort etwas mitzunehmen.
Fohlen-Hautnah: Nun ist der Sportclub qualitativ sicherlich nicht lediglich auf Stürmer Papiss Demba Cissé zu beschränken. Ist er aber dennoch ein Spieler, den gerade ihr als Abwehrspieler auch im Vorfeld besonders studiert und in Augenschein nehmt?
Filip Daems: Natürlich ist Cissé ein klasse Stürmer. Er braucht nicht viele Chancen, um Tore zu machen - das weiß jeder. In der letzten Saison hat er sehr viele Tore gemacht und jetzt hat er auch schon wieder sechs auf dem Konto. Auf der anderen Seite ist auch Makiadi sehr gut. Freiburg hat vor allem vorne einige gute Spieler. Da müssen wir richtig gut sein, um gut auszusehen.
Fohlen-Hautnah: Freiburg konnte die letzten drei Bundesligaspiele nicht gewinnen und auch nicht punkten. Was macht dich zuversichtlich, dass sie auch im vierten Spiel in Folge zumindest keinen Dreier einfahren?
Filip Daems: Wir wollen aus dem Breisgau in jedem Fall etwas mitnehmen, das ist ganz klar. Aber dazu müssen wir an die guten Leistungen der letzten Wochen anknüpfen und diese bestätigen. Wir müssen jede Woche unsere Leistung abrufen und bestätigen. Das Spiel gegen Nürnberg ist vorbei, jetzt beginnt es wieder von Null. Wir müssen Vollgas geben, nur dann können wir dort etwas holen.
Fohlen-Hautnah: Vor allen Dingen auch deshalb, weil man dann mit einem guten Gefühl in die zweiwöchige Länderspielpause gehen kann ...
Filip Daems: Klar, mit einem positiven Ergebnis in die Länderspielpause zu gehen, wäre natürlich von Vorteil und ein gutes Gefühl.
Fohlen-Hautnah: Ein gutes Gefühl verleiht auch durchaus der derzeitige Blick auf die Tabelle. Wenngleich erst sieben Spieltage absolviert sind - was ist in deinen Augen in dieser Saison möglich, kann man das tendenziell schon sagen?
Filip Daems: Das ist immer noch schwer zu sagen. Man sieht ja, wie eng alles beisammen ist. In der Bundesliga kann jeder jeden schlagen. Natürlich wollen wir aber so lange wie möglich da stehen, wo wir jetzt stehen. Aber man weiß natürlich auch, dass in der Saison mal Phasen kommen, wo es vielleicht nicht so gut läuft.
Das sind dann die Momente, wo wir zusammenhalten und wieder an unsere guten Leistungen anknüpfen müssen. Erst mal wollen wir mit den unteren Plätzen nichts zu tun haben. Dahingehend sieht es im Moment gut aus, aber es ist noch ein langer Weg und man weiß ja, wie schnell es gehen kann.
Fohlen-Hautnah: Zumindest aktuell seid ihr ja auf einem guten Weg, es Hannover 96 gleich zu tun, es aber natürlich auch das Negativbeispiel Eintracht Frankfurt ...
Filip Daems: Wie du schon sagst. Man hat es im letzten Jahr bei Frankfurt gesehen, wie schnell es gehen kann. Sie haben eine sehr gute Rückrunde gespielt und sind dann in der Rückrunde komplett eingebrochen. Das passiert natürlich nicht oft, aber das heißt, dass man sich nicht ausruhen kann und bis zum letzten Spieltag Gas geben muss.
Wir müssen uns aber auch nicht zu sehr und zu viel mit anderen Mannschaften vergleichen. Wir wollen unser eigenes Ding machen und wie gesagt: Die Saison ist noch jung. Unsere bisherigen 16 Punkte, die uns keiner mehr nehmen kann, haben wir uns sicherlich verdient - da ist kein Punkt geklaut oder so. Wir müssen einfach so weiter machen.






