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»Sehr schade für ihn und sehr schade für uns«

Igor de Camargo fehlt erneut wochenlang, Bobadilla der Ersatz?

Borussia Mönchengladbach muss in den kommenden Wochen auf Igor de Camargo verzichten. Wie der Verein am Dienstag bekannt gab, zog sich der Angreifer einen Teilabriss des Innenbandes im linken Knie zu und steht Borussias Trainer Lucien Favre demzufolge zunächst nicht zur Verfügung.

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Wird wochenlang ausfallen: Igor de Camargo. Foto: Andreas Plum, Fohlen-Hautnah.de

Zugezogen hat sich de Camargo die Verletzung beim nicht öffentlichen Abschlusstraining der belgischen Nationalmannschaft vor dem gerade für die "Roten Teufel" wichtigen EM-Qualifikationsspiel gegen die DFB-Auswahl in der Düsseldorfer Esprit-Arena.

Der 28-Jährige reiste noch am Montagabend zurück nach Gladbach, um sich von Borussias Ärzten behandeln zu lassen.

Dort ergab die am Dienstagmorgen durchgeführte Kernspinuntersuchung die ohne Zweifel niederschmetternde Diagnose, die den Belgier zum wiederholten Male für längere Zeit außer Gefecht setzt.

Der ständig vom Pech verfolgte belgische Nationalspieler, der seit seinem Wechsel zum VfL schon mit diversen Knie-, Kapsel- und Sprunggelenksverletzungen zu kämpfen hatte, bereitet gerade auf seine körperliche Verfassung bzw. auf seinen Gesundheitszustand immer wieder mal Kopfzerbrechen.

»Sehr viel Pech für den Jungen«, sagte Lucien Favre nach der morgendlichen Trainingseinheit am Dienstag. Und das ohne Zweifel, zumal es das in der Vergangenheit eh schon lädierte Knie ist. »Es ist zwar keine Operation notwendig, aber das wird dauern«, vermutet Favre. »Er ist verständlicherweise geknickt«, sagte Filip Daems. »Es tut mir sehr leid für ihn, schade, er war gut in Form. Er wird uns in den kommenden Spielen sehr fehlen«.

»Ich bin sehr traurig. Und ich denke nicht nur ich, sondern die ganz Mannschaft. Wir waren als Mannschaft zusammen sehr stark und sehr kompakt. Es ist schade für ihn und schade für uns«, zeigte sich auch Dante enttäuscht.

So wird Lucien Favre erneut seine Offensive umbauen und eine andere Lösung finden müssen. Wohlmöglich wird der Taktikfuchs nun seine Idee, Marco Reus nach vorne zu ziehen, umsetzen, oder aber eben Raúl Bobadilla erneut eine Chance geben. Vielleicht aber auch Elias Kachunga, den Favre ja nicht aus den Augen verliert, oder gar Yuki Otsu, der zuletzt mit guten Leistungen auf sich aufmerksam gemacht hat. Mathew Leckie ist allerdings noch keine Option. Der Australier befindet sich nach seinem Muskelfaserriss noch im Aufbautraining und steht somit noch nicht zur Verfügung.

»Es gibt viele Möglichkeiten. Ich weiß es noch nicht, wir werden es sehen«, ließ sich Favre noch nicht in die Karten schauen und ergänzte: »Auch Joshua King ist wieder da und er kommt langsam. Er ist schnell und Schnelligkeit ist das, was wir nach vorne brauchen«.

Doch vermutlich wird es der erfahrene Raúl Bobadilla sein, der zuletzt im Test gegen KAA Gent einen guten Eindruck hinterließ und der gegen Bayer Leverkusen an der Seite von Mike Hanke stürmen wird. »Ich bin fit und bereit«, sagt Bobadilla, der nach dem Vormittagstraining am Dienstag eine Dopingkontrolle über sich ergehen lassen musste und danach bekannt geben konnte: »Alles in Ordnung«.

»Das ist sehr schade für ihn und für uns, weil er ist ein wichtiger Spieler für uns ist«, fühlt der argentinische Bulle mit und sprach seinem Mannschaftskollegen Mut zu: »Aber das ist Fußball - manchmal bist du verletzt, manchmal nicht. Trotzdem muss man den Kopf oben behalten, weiter arbeiten und wieder aufstehen«.

»Aber trotzdem spielen wir auch am Samstag mit elf Spielern«, sagt Dante. Und das mit dem ruhigen Gewissen, auch mit Bobadilla einen guten Ersatzmann parat zu haben. »‚Boba' hat in Griechenland sehr viel gelernt. Er ist ganz anders als vorher, wir sind zufrieden«, sagt der Brasilianer. »Man sieht in jedem Training, dass er alles gibt. Er arbeitet immer sehr viel, um besser zu werden. Er wartet auf seine Chancen und bleibt immer ruhig. Wir freuen uns, wenn er Samstag spielen und uns helfen kann«.

»Wir sind 22 Spieler in der Mannschaft. Wenn einer ausfällt, dann muss der andere zeigen, was er kann. Ich hoffe natürlich, dass ich das sein werde, aber der Trainer entscheidet«, sagt Bobadilla und weiß: »Ich muss im Training hart arbeiten und zeigen, dass ich spielen will«.

Sollte Raúl Bobadilla am Samstag den Platz in der Offensive einnehmen, dann sollte sich der temperamentvolle Argentinier bei gewissen Situationen allerdings etwas zügeln, denn dem mit bereits vier gelben Karten behafteten Stürmer droht ansonsten bei der nächsten Verwarnung ein Spiel Sperre. Auch wenn er dann ‚nur' für ein Spiel nicht zur Verfügung stünde: Es reicht schließlich, dass man nun schon mehrere Wochen auf eine gestandene Offensivkraft verzichten muss.

Unter dem Strich haben die Borussen abermals den Ausfall von Stürmer Igor de Camargo zu verkraften. Ein sicherlich schmerzvoller Ausfall, den es nun für beide Seiten zu verkraften gilt. Lucien Favre wird das wie gewohnt nicht aus der Bahn werfen, sondern eine andere Lösung finden. Auf das er sie zumindest im Bezug auf etwaige Ausfälle und gerade im Bezug auf de Camargo letzmalig finden muss ...


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