Auf Roel Brouwers ist bei Borussia Mönchengladbach stets Verlass. Steht einer der ‚Stamminnenverteidiger' Martin Stranzl oder Dante nicht zur Verfügung, so steht der Niederländer Gewehr bei Fuß und bringt durchweg solide Leistungen. Man weiß beim VfL, was man an dem 29-Jährigen hat und strebt gerade auch aufgrund dessen eine Verlängerung des am Saisonende auslaufenden Vertrags an.
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| Mister Zuverlässig - Roel Brouwers ist da und hellwach, wenn er gebraucht wird. Foto: Dirk Päffgen, für Fohlen-Hautnah.de |
Als erfahrener Bundesligaspieler und ‚Mister Zuverlässig' ist ein Verbleib des Abwehrspielers absolut erstrebens- und wünschenswert. Ob an der Seite von Dante oder von Martin Stranzl - auf den sympathischen Niederländer ist stets Verlass.
Wirft man den 29-Jährigen ins kalte Wasser, so überzeugt er auch nach längerer Spielpause und kurzer „Eingewöhnungszeit' mit grundsoliden Leistungen, ist nahezu immer auf Ballhöhe und spult sein Programm routiniert ab.
Und auch die VfL-Fans würdigen die ‚ehrliche' Arbeit auf dem Platz ab und an zu Recht mit ‚Rooooooooooel'-Rufen. »Wenn Roel reinkommt, weißt du was er bringt«, weiß auch Max Eberl die Dienste des Abwehrspielers zu schätzen. »Und was er dann bringt, ist sehr gut und sehr stabil«.
Man weiß in Gladbach, was man an dem Niederländer hat. Er hängt sich voll immer rein, schürt den Konkurrenzkampf und ist zur Stelle, wenn man ihn braucht und es in der Defensive brennt. Und der ruhige Vertreter hat sich mit seiner Rolle als Backup „abgefunden", wenngleich auch er natürlich viel lieber immer von Beginn an auf dem Platz stehen würde.
Aber Roel Brouwers ist eben kein Mann der lauten Töne, sondern einer, der sich reinhängt, sich stets in den Dienst der Mannschaft stellt der und unter der Woche in jedem Training hart arbeitet und sich so vorbereitet, als würde er am Wochenende von Beginn an auflaufen. Und natürlich auch, um Lucien Favre die Entscheidung im Bezug auf die Besetzung der Innenverteidigung so schwer wie nur eben möglich zu machen.
Zwar ist der Rechtsfuß derweil sicherlich nicht der Schnellste, weiß dieses Defizit aber mit gutem Stellungsspiel und mit seiner Erfahrung wett zu machen. So wie auch in seinen bisher sechs Saisoneinsätzen, bei denen eine Torvorlage zu Buche steht. Zudem spielt der Niederländer im wahrsten Sinne des Wortes mit Köpfchen, denn gerade auch im Luftkampf weiß er sich durchzusetzen.
Und auch mit Torriecher ist Brouwers ausgestattet, wie er zuletzt im Testspiel bei Rot-Weiß Oberhausen unter Beweis gestellt hat. Gegen den Drittligist traf er, mit der Kapitänsbinde ausgestattet, im Nachsetzten zur zwischenzeitlichen 2:1-Führung. »Der Kopfball hätte eigentlich schon rein gemusst, aber es hat ja noch geklappt«, zeigte sich Brouwers erleichtert.
Den Testkick gegen RWO wollte er aber weder im Bezug auf seine Person noch auf die Tatsache, im zweiten Durchgang als Kapitän aufgelaufen zu sein, überbewerten. »Natürlich ist es immer schön, die Kapitänsbinde zu tragen, mehr aber auch nicht. In so Freundschaftsspielen ist es immer schwer, sich zu empfehlen. Ich habe versucht alles zu geben und hoffe, dass es geklappt hat«, resümierte Brouwers.
»Aber ich denke nicht, dass es von einem Freundschaftsspiel abhängt. Der Trainer weiß, was ich kann«, ist der Innenverteidiger überzeugt.
Brouwers ist ohne Zweifel ein wichtiger Bestandteil in der Truppe von Luvcien Favre und was man beim VfL an dem in Heerlen unweit der deutsch-niederländischen Grenze geborenen Abwehrspieler hat und was dieser zudem für Qualitäten besitzt, wissen natürlich gerade auch seine Mitspieler zu schätzen. »Roel ist ein sehr guter Innenverteidiger, der innerhalb der Mannschaft großen Respekt genießt«, sagt Kapitän Filip Daems.
»Ich denke jeder weiß, was wir an ihm haben. Wir sind alle sehr glücklich, dass wir ihn in der Mannschaft haben«, findet auch Marc-André ter Stegen durchweg positive Worte. »Roel ist für uns als Mannschaft sehr wichtig. Er macht seinen Job sehr gut und man kann sich einfach immer auf ihn verlassen«.
»Roel ist immer da, wenn er gebraucht wird. Gerade in der Zeit, wo ein Abwehrspieler ausfiel, hat er für uns sehr gute Spiele gemacht. Er strahlt in dem, was er macht, eine unglaubliche Ruhe aus. Er ist in der Abwehr auf jeden Fall ein Ruhepol«, so Borussias Nummer Eins weiter.
Da ist es wohl weniger verwunderlich, dass nicht ‚nur' ter Stegen zu denjenigen gehört, die sich eine Vertragsverlängerung des 29-Jährigen wünschen. »Ich bin von Roel auf und neben dem Platz sehr begeistert«, sagt Borussias Torhüter und ergänzt: »Es macht Spaß, mit ihm zusammenzuspielen und ich würde mich natürlich freuen, wenn das noch lange der Fall ist«.
Dahingehend scheint es derzeit gut auszusehen. »Ich bin jetzt viereinhalb Jahre in Gladbach, fühle mich sehr wohl und möchte sehr gerne bleiben. Der Verein hat auch signalisiert, dass er mich behalten möchte. Aber wir haben noch ein bisschen Zeit«, sagt Roel Brouwers, der seit 2007 seine Fußballschuhe für den VfL schnürt.
Ende des Monats feiert er seinen 30. Geburtstag. Vielleicht ist die Vertragsverlängerung beim VfL dann das wohl beste Geschenk. »Wir haben bereits gesprochen und befinden uns in Gesprächen«, verrät Brouwers. »Ich denke, dass in der nächsten Woche etwas passieren wird - wir werden sehen«.
Sicherlich würde man es gerne sehen, wenn am Ende der Gespräche ein Verbleib des Niederländers beim VfL steht ...






