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Noch einmal alles berappen, gegen die „Knappen“

Borussia vor dem Pokalhit gegen Schalke

Ehe es für Borussia Mönchengladbach in den wohlverdienten Weihnachtsurlaub geht, gilt es am Mittwoch im DFB-Pokal-Achtelfinale gegen den FC Schalke 04 um 20:30 Uhr im seit Wochen restlos ausverkauften Borussia-Park noch einmal alle Kräfte zu bündeln. Borussias Trainer Lucien Favre kann derweil gegen den Titelverteidiger erneut auf seine Bestbesetzung zurückgreifen.

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Gegen Schalke einsatzbereit - Marc-André ter Stegen. Foto: Dirk Päffgen, für Fohlen-Hautnah.de

Lediglich Joshua King steht nach wie vor aufgrund von Adduktorenproblemen nicht zur Verfügung. Gut möglich, dass der Norweger den VfL bereits in der Winterpause wieder verlässt und zu Manchester United zurückkehrt.

»Wir werden mit Manchester Gespräch führen, ob es Sinn macht, dass er weiter hierbleibt«, ließ Sportdirektor Max Eberl auf der Pressekonferenz am Dienstag verlauten.

Auf lediglich zwei Bundesligaeinsätze in den Schlussminuten brachte es der 19-Jährige, was das von ManU-Coach Alex Ferguson ausgegebene Ziel „Spielpraxis sammeln" gerade auch aufgrund von Verletzungen nicht erfüllt hat. »Für Joshua ist es nicht so gut gelaufen«, weiß Eberl.

King musste sich gleich zu Beginn in Gladbach operieren lassen, verpasste somit die Vorbereitung und hatte in der Folgezeit immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen.

Nicht verletzt und somit einsatzbereit sind hingegen Marc-André ter Stegen, Marco Reus, Mike Hanke und Tony Jantschke, die aus dem Mainz-Spiel allesamt Blessuren davongetragen hatten. Es sieht gut aus, konnte Lucien Favre am Dienstag die erfreuliche Mitteilung machen.

So wird es wohl gegenüber dem Sieg gegen Mainz keine Veränderung in der Startelf geben. Und in Bestbesetzung werden die Borussen versuchen, dem Titelverteidiger ein Bein zu stellen.

Doch der VfL sollte und dürfte gewarnt sein und muss noch mal alle Kräfte mobilisieren und alles in die Waagschale werfen, denn die „Knappen" befinden sich derzeit in einer starken Verfassung, was nicht zuletzt der 5:0-Sieg gegen Werder Bremen nachhaltig unterstrichen hat. »Sie sind vielleicht momentan die beste Mannschaft in Deutschland und haben eine hohe Qualität in der Mannschaft, lobt Lucien Favre den Tabellendritten der Fußball-Bundesliga.

»Seit der Niederlage in Dortmund spielen sie im Mittelfeld mit einer Raute, wahlweise im 4-4-2- oder 4-2-3-1-System. Sie stehen sehr kompakt, vor allem im Zentrum, da Jermaine Jones meist vor der Abwehr bleibt. Es wird schwer, im Spiel durchs Zentrum Lösungen zu finden«, so Favre weiter.

Doch dazu, wie seine Mannschaft agieren sollte bzw. muss, hat der Schweizer wie immer eine Lösung parat. »Wir müssen bei der Balleroberung, im Spielaufbau und im Abschluss sehr konzentriert sein«, gibt Favre die Marschrichtung vor.

Und so geht der VfL wie auch bei den ‚großen' Gegnern in den Wochen zuvor zwar mit Respekt, jedoch ohne Angst und mit dem Ziel in das Pokalspiel, im Lostopf für das Viertelfinale zu sein, dass noch am Abend im Borussia-Park ausgelost wird. »Wir wissen, dass Schalke sehr gut ist, aber wir wollen eine Runde weiter kommen«, hat auch VfL-Coach Favre das Ziel.

Und das wäre sowohl sportlich, als auch finanziell äußerst lukrativ, denn für den Einzug in das Viertelfinale erhält der VfL 1,25 Millionen Euro vom DFB. Hinzu kommen die Zuschauereinnahmen, die jedoch geteilt werden. Weitere Einnahmen winken, wenn die Borussia erneut im Free-TV gezeigt wird.

In jedem Fall winkt eine stattliche Summe, die vielleicht die eine oder andere Transferaktivität im Winter vereinfacht. »Das Geld erst einmal wurscht«, winkt Sportdirektor Max Eberl ab. »Wir wollen uns einfach dieser großen sportlichen Herausforderung stellen, das Jahr mit einem tollen Pokalkampf beenden und eine Runde weiterkommen«.

»Der Pokal ist immer etwas Besonderes«, weiß Patrick Herrmann. »Wir haben die gesamte Hinrunde über im Borussia-Park nicht verloren. Das soll so bleiben und dazu werden wir auch gegen Schalke Gas geben«.

Und dann kann man hinter das turbulente und gerade in der zweiten Jahreshälfte unglaublich tolle Borussen-Jahr durchaus »einen grünen Haken machen«, wie es Mike Hanke am Sonntag sagte, und entspannte sowie sorgenfreie Weihnachten feiern.


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