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Marco Reus verlässt den VfL in Richtung Dortmund

Rakete wechselt im Sommer

Einen Tag vor der Abreise ins Trainingslager ins türkische Belek wartete Borussia Mönchengladbach mit einem echten Paukenschlag auf. Marco Reus verlässt den VfL am Saisonende, wechselt für die festgeschriebene Ablösesumme in Höhe von 17,5 Millionen Euro zu Borussia Dortmund und erhält einen Fünfjahresvertrag bis Sommer 2017.

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Wechselt im Sommer zum BVB - Marco Reus. Foto: Dirk Päffgen, Fohlen-Hautnah.de

Gerade in den vergangenen Wochen hatte es nahezu täglich neue Spekulationen um Borussias Rakete gegeben. Neben zahlreichen Clubs aus dem Ausland buhlten allen voran der deutsche Rekordmeister FC Bayern München und zuletzt wohl auch der BVB um die Dienste des Nationalspielers.

Und der Club, der Reus noch vor Jahren abgeschoben hat und ihn als zu schmächtig befand, machte nun das Rennen. Ganz abwegig ist die Rückkehr nicht, denn schließlich leben seine Eltern, Freunde und auch die Freundin nach wie vor in Dortmund. Zudem spielte der Nationalspieler in seiner Jugend für den BVB.

»Mit Marco Reus verpflichten wir unseren absoluten Wunschspieler für die Offensive. Wir freuen uns, dass sich Marco trotz hochkarätiger Konkurrenz für den BVB entschieden hat«, so BVB-Sportdirektor Michael Zorc auf der vereinseigenen Internetseite.

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Dass der 22-Jährige die Borussia noch vor Ablauf seines noch bis Sommer 2015 gültigen Vertrags verlässt, war nahezu klar, mit einem Wechsel zum Saisonende hatte man gerade aber nach den letzen Äußerungen wohl eher nicht gerechnet.

So musste man erst mal schlucken, als sich die Meldung des Wechselns wie ein Lauffeuer verbreitete. Im Dubai-Urlaub hatte sich Reus seine Gedanken gemacht und sich gegen eine Vertragsverlängerung beim VfL und für einen Wechsel zum BVB entschieden.

»Ich habe mich wirklich bis Weihnachten nicht mit diesem Thema beschäftigt, sondern das alles meinem Berater überlassen«, sagte Reus im Interview mit Borussias Internetseite. »Ich weiß diese Bemühung um mich wirklich sehr zu schätzen, aber letztendlich denke ich, dass es für meine Entwicklung der richtige Schritt ist, nach drei Jahren in Mönchengladbach nun zu Borussia Dortmund zu wechseln«.

Beim Trainingsauftakt des VfL am Dienstag hatte der 22-Jährige dann Sportdirektor Max Eberl und Lucien Favre informiert. »Es war mir wichtig, mit Gladbach fair und offen umzugehen und kein langes Versteckspiel zu treiben«, sagte Reus.

»Das gehört zum Fußballgeschäft, Spieler kommen und gehen. Natürlich ist es schade für den Verein und für die Mannschaft«, sagte Filip Daems. »Aber es ist für Marco ein riesen Schritt und man kann seine Entscheidung verstehen und es ist logisch, wenn er sich verbessern kann«.

»Wir haben Marco ein neues Angebot gemacht, bei dem der Verein über seine Schmerzgrenze gegangen ist, trotzdem hat sich Marco für einen Wechsel entschieden. Er hat mir seine Gründe ausführlich erklärt und ich kann das bei aller Enttäuschung nachvollziehen«, so Max Eberl im Interview mit der VfL-Homepage. »Es bringt ja nichts, jetzt zu jammern«.

Wahre Worte des Sportdirektors, dennoch ist der feststehende Abgang des Nationalspielers sicherlich ein schmerzvoller Verlust und ein herber Rückschlag dahingehend, bei Gladbach auf Dauer eine schlagkräftige Truppe zusammenzuhalten und die gute Entwickliung voranzutreiben..

»Es wird schwer, vielleicht sogar unmöglich, beide zu ersetzten«, sagte Lucien Favre auch im Bezug auf den feststehenden Abgang von Roman Neustädter. Genau dass ist nun die Aufgabe der Verantwortlichen des VfL, die um adäquaten Ersatz zu finden, bereits frühe Planungssicherheit haben.

»Der Vorteil ist, dass man jetzt Zeit genug hat um zu schauen, was möglich ist«, ist Filip Daems der gleichen Meinung und ist sich zudem sicher: »Ich denke nicht, dass das eine negative Wirkung auf unsere Leistung in den kommenden Monaten hat«.

Davon ab gilt es, sich auf die Rückrunde zu konzentrieren und Marco Reus, der bis zu letzten Sekunde alles für den VfL geben und in die Waagschale legen will und sicherlich wird, ebenso bis zur letzten Sekunde seines Daseins als Mitglied der Gladbacher Borussia zu behandeln, denn er hat sich immer fair verhalten ...


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