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»Werden aller Voraussicht nach nichts mehr machen«

Vor dem Spiel beim VfB: Brouwers fraglich, voraussichtlich keine Reaktion auf Abgang von Bobadilla

Nach dem tollen Rückrundenauftakt mit dem Heimsieg gegen den FC Bayern München möchte Borussia Mönchengladbach auch in den beiden folgenden Auswärtsspielen weiter in den Punkten bleiben. Und während dabei am kommenden Sonntag zunächst die Aufgabe beim VfB Stuttgart wartet, so wird der VfL im Winter wahrscheinlich nicht mehr auf dem Transfermarkt tätig werden.

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Gegen VfB nicht mehr mit dabei - Raúl Bobadilla. Foto: Dirk Päffgen, für Fohlen-Hautnah.de

Natürlich war der doch plötzliche Abgang von Raúl Bobadilla das vorherrschende Gesprächsthema bei der Pressekonferenz am Freitag vor dem Spiel gegen den VfB Stuttgart.

Am gestrigen Mittwoch hatte der Argentinier seine Zelte in Mönchengladbach abgebrochen und beim Schweizer Erstligisten BSC Young Boys Bern angeheuert. »Wir haben damit nicht geliebäugelt sondern gesagt, dass wir mit unserem Kader sehr zufrieden sind«, untermauerte Max Eberl am Freitag erneut, dass man nicht geplant hatte, den Angreifer abzugeben und stellte klar: »Raúl ist an uns herangetreten«.

»Gerade nach dem Bayern-Spei kam dann noch ein bisschen Bewegung rein. Die Angebote kamen rein und wir haben dann in der sportlichen Leitung gemeinsam entschieden, dass wir es akzeptieren können, wenn es passt«, so Borussias Sportdirektor weiter. »Es passte für alle Beteiligten«.

»Raúl hat immer gut trainiert und es war perfekt mit ihm. Als Mensch kannst du nichts Schlechtes über ihn sagen«, lobte Lucien Favre den Argentinier. »Er wollte unbedingt spielen und ich denke, der Wechsel gut für ihn ist. Er war vielleicht auch ein bisschen unglücklich, denn er braucht Spielpraxis und muss spielen. Deshalb haben wir es akzeptiert, dass er zu Young Boys Bern geht. Ich finde das für beide Seiten sehr gut«.

Während es also sowohl für den VfL als auch für Bobadilla wohl die beste Lösung ist, so werden die Borussen auf diesen Abgang mit großer Wahrscheinlichkeit nicht mehr reagieren. »Wir haben jetzt mit Hanke, de Camargo, Reus und Leckie einen Kader mit vier Stürmern, mit dem wir auch mit Otsu, King und Amin Younes, der sich im Wintertrainingslager sehr stark angeboten hat und den Platz von King einnimmt, dahinter sehr gut aufgestellt sind«, erläuterte Eberl.

»Wir werden aller Voraussicht nach nichts mehr machen«, nahm der Sportdirektor der Gerüchteküche im Bezug auf den VfL wohl ein großes Stück an Nährboden. Allerdings hatte er zuvor auch einen Wechsel von Bobadilla in der Öffentlichkeit dementiert. »Ich denke, es ist im Transfergeschäft ganz normal, dass man sich immer noch mal einen Prozent offen lässt, erklärte Eberl. »Aber wir haben wie gesagt einen Kader, mit dem wir sehr zufrieden sind und wo wir unterschiedliche Möglichkeiten haben, zu reagieren«.

»Eine mögliche Option dabei könnte Mathew Leckie sein. Er zeigt im Training langsam seine Qualität. Er ist schnell und hat Qualitäten vor dem Tor«, lobt Favre den Angreifer. »Er hat noch ein paar Sachen zu lernen. Aber das ist normal, denn er ist ja erst 20. Er braucht manchmal noch etwas mehr Tempo«, sieht der VfL-Coach bei dem Austrailer noch Verbesserungspotenzial. »Aber ich bin mit seinen Leistungen im Training zufrieden bin sehr optimistisch mit ihm. Ich hoffe, dass er kommen wird«.

Und auch in den Augen des Schweizers wird aufgrund dessen kein neuer Angreifer von Nöten sein. »Es ist so wie Max gesagt hat: Wir brauchen keinen neuen Stürmer«, sagte Favre.

So wollen und werden die Borussen mit dem vorhandenen Personal am kommenden Sonntag versuchen, den VfB in Schach zu halten und in die Schranken zu weisen.Während Dante nach seiner Gelbsperre wieder zurückkehrt, so wird Roel Brouwers bei diesem Vorhaben aller Voraussicht nach nicht zur Verfügung stehen. »Hinter Roel Brouwers steht noch ein Fragezeichen. Wir wissen noch nicht, ob er mitfliegen kann«, erklärte Favre und wird über eine endgültige Kadernominierung des Niederländers erst nach dem Abschlusstraining am Samstag entscheiden. »Er ist heute gelaufen, aber es ist noch nicht optimal. Wir werden morgen sehen«.

Gesehen und genau unter die Lupe genommen hat der Schweizer unterdessen den Tabellenzehnten. »Ich habe sehr viele Spiele von Stuttgart gesehen. Sie haben eine gute Mannschaft und sind immer gefährlich«, warnt Favre und ist sich bewusst: »Es wird sehr schwer und wir müssen auch nach dem Sieg gegen Bayern auf dem Boden bleiben. Wir müssen sehr gut spielen, um etwas zu erreichen«.

Daran, dass man in Stuttgart nicht leer aus gehen wird, werden die Borussen sicherlich alles setzen und in die Waagschale werfen. »Wir werden gut vorbereitet nach Stuttgart fahren«, ist Max Eberl überzeugt. »Und egal, wer dann bei ihnen auf dem Platz steht - wir werden für uns versuchen, den größtmöglichen Erfolg einzufahren«. Möge der VfL den tollen Start in die Rückrunde am Sonntag vergolden und mit einem Dreifacherfolg die Heimreise antreten ...


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